TESTBERICHT
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Test Sony XB950N1

Zum Sennheiser HD 4.50 BTNC bietet sich die App Captune an. Sie bringt diverse Features, unter anderem einen sehr brauchbaren Equalizer, mit dem man praktisch jedes Klangbild, von dunkel-bassfreudig bis hell-aggressiv einstellen kann.Zum Sennheiser HD 4.50 BTNC bietet sich die App Captune an. Sie bringt diverse Features, unter anderem einen sehr brauchbaren Equalizer, mit dem man praktisch jedes Klangbild, von dunkel-bassfreudig bis hell-aggressiv einstellen kann.

Die Messungen des Noise Cancelling zeigen nur mässig gute Werte. Die Muscheln alleine dämpfen schon aufgrund der grossen Schaumpolster nur begrenzt gegen Lärm ab, und das Noise Cancelling arbeitet eher dürftig.

Der Frequenzgang am Kabel (kein Diagramm) im passiven Betrieb verläuft wie eine Berg-und-Tal-Fahrt, also sehr unausgewogen. Die Kurve zeigt bei 1 kHz einen Peak und ab 2 kHz fällt der Pegel steil ab ins Bodenlose. Am Kabel jedoch aktiv geschaltet, wird der Frequenzgang etwas entzerrt, entspricht aber immer noch ganz und gar nicht einem klangneutralen HiFi-Hörer. Der Bass bleibt stark angehoben und der Hochtonbereich gibt sich bedeckt. Absolut grotesk verläuft der Frequenzgang bei aktiviertem Bass-Effect. Die Bässe werden dabei übermässig angehoben. Ein ganz ähnliches Spiel via Bluetooth. Der Frequenzgang ist bassbetont und oberhalb von 2 kHz fällt der Pegel ab. Bezüglich Bass-Effect wurde bereits erwähnt, dass der Hörer mit einer extrem basslastigen Kurve ausgeliefert wird und via Bluetooth und der Sony Headphones Connect App auf ein vernünftiges Mass gebracht werden kann.

Hörtest

Der Klang am Kabel und passiv betrieben ist, wie es die Messungen ja schon andeuteten, sehr unausgeglichen und basslastig. Zudem nervt in der Mittellage die schon erwähnte Resonanz bei 1 kHz, die gerade bei einem Konzertflügel die Ohren peinigt.

Besser steht es dann am Kabel im aktiven Betrieb. Hier wird der Frequenzgang deutlich entzerrt und die hässliche Resonanz bei 1 kHz verschwindet fast ganz. Der Klang ist bassstark und die Höhen kommen diskret. Der Klang ist alles andere als klangneutral, aber auch nicht unangenehm. So erklingen klassische Streichwerke mit warmem, nie grellem Klang, und Instrumente wie Saxophon, Trompeten und Gitarren kommen mit Körper und Wucht. Bei bassstarken Aufnahmen hämmert der Bass allerdings derart aufs Trommelfell, dass es auch nur einigermassen sensible Leute rasch nervt. Mit der im Auslieferzustand eingespeicherten Bass-Effect-Kurve kommt es noch krasser und ist nur noch mit dem Begriff Dröhnorgie einigermassen beschreibbar. Höchstens bei extrem im Bass beschnittenen Aufnahmen ist das noch anzuhören.

Via Bluetooth ist der Klang ganz ähnlich wie aktiv am Kabel: Bassstark und warm, die Höhen zurückhaltend und nie grell. Mit der App Sony Headphones Connect stehen diverse Sound-Programme zur Verfügung, die nicht mehr als eine Spielwiese für Klangtüftler sind und mit HiFi ganz und gar nichts zu tun haben. Lediglich die Regulierbarkeit des Bass-Effekts wertet den Hörer ganz tüchtig auf. So ist es möglich, die Bassanhebung zu dosieren, ja sogar den Bass abzusenken! Das führt aber noch lange nicht zu einem völlig klangneutralen Sound. Was bleibt, ist der weiche, warme Sound mit nicht sonderlich präzise durchzeichneten Mitten und Höhen.

Fazit

Der Sony MDR-XB950N1 stellt einen krassen Gegensatz zu unserem Referenzgerät Sony MDR-1000X dar und gesellt sich klar ins Lager der Bass-Fetischisten. So ist er nichts für Freunde klangneutraler, analytischer Klänge. Immerhin kann der Benutzer mit der Sony Headphones Connect App die Intensität des Bassbereichs verändern. Bezüglich Noise Cancelling sind die Resultate sehr mittelmässig.