TESTBERICHT
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Test BackBeat Pro 2

BackBeat Pro 2 von Plantronics ist ein preisgünstiges, gut gestyltes, grosses Headset mit echtem Dampfhammersound. BackBeat Pro 2 von Plantronics ist ein preisgünstiges, gut gestyltes, grosses Headset mit echtem Dampfhammersound.

Der BackBeat Pro 2 von Plantronics kostet ca. 220 Franken und bietet bis zu 24 Stunden Spieldauer mit einer Akkufüllung. Er weist ähnliche Features auf wie sein deutlich grösserer Vorgänger: Headsetfunktion, Bluetooth, und zwar der Klasse 1 mit einer Reichweite von (behaupteten) 100 m und Noise Cancelling. Ob diese Reichweite überhaupt gewünscht wird und Sinn macht, sei dahingestellt.

Die Bedienung ist komfortabel und geschieht über wenige Drucktasten und gut zu bedienende Funktionen an der linken Muschel. Dank grosser Ohrpolster und einem ebenfalls luxuriös gepolstertem Bügel sitzt der Hörer satt und angenehm am Kopf.

Messungen

Lärmdämpfungsdiagramm: Die Lärmdämpfung durch die Muscheln und durch das Noise Cancelling ist im Bass akzeptabel, bei 500 Hz jedoch eher mässig.Lärmdämpfungsdiagramm: Die Lärmdämpfung durch die Muscheln und durch das Noise Cancelling ist im Bass akzeptabel, bei 500 Hz jedoch eher mässig.

Hörtest

Am Kabel und passiv betrieben bietet der Hörer ein Klangbild mit fettem, fülligem Bass, der den Klang dominiert. Das lässt keine grosse Freude am Musikhören aufkommen und ist höchstens als Notlösung bei leerem Akku angebracht.

Aktiviert man die Elektronik des Hörers, klingt es aufgrund einer geschickten Entzerrung ganz anders. Jetzt kommt zum Beispiel eine Big Band mit umwerfendem Swing und einem knackigen Bassfundament. Der Blechsatz schmettert herrlich seine Attacken und perkussive Instrumente fetzen tüchtig los. Bei David Sanbornes bereits legendärem «Tequila» mit Bässen bis hinunter zu 20 Hz wird man glatt aus dem Sessel katapultiert.

Dennoch artet das Bassspektakel nie in eine ordinäre Dröhnorgie aus, sondern hat trotz brachialem Tiefgang echt Niveau. Bei klassischen Streichquartetten  lässt der Hörer allerdings die Violinen aufgrund des etwas betonten Obertonbereichs ein wenig harsch und kratzbürstig erklingen und bei Gesang neigen die S-Laute teilweise zum Zischeln. Doch auch ein grosses Sinfonieorchester bringt der Hörer mit beeindruckend räumlichem Klangbild und abgrundtiefen Kontrabässen. Bei rockigen und Techno-Sounds ist der Hörer absolut im Element und zaubert einen Dampfhammersound mit höchstem Niveau auf die virtuelle Bühne. Das fährt tüchtig ein und kann Freunde kraftstrotzender Sounds echt begeistern.

Das Noise Cancelling verschlechtert den Klang kaum und rauscht sehr wenig. Leider dämpft es den Umgebungslärm nur mässig gut ab und der Unterschied zu den Referenzhörern ist beträchtlich. Vor allem Störgeräusche in der Mittellage stören, wie es auch die Messungen schon andeuteten, doch gut hörbar.

Fazit

BackBeat Pro 2 von Plantronics ist ein preisgünstiges, gut gestyltes, grosses Headset. Sein genial ausgelegter Dampfhammersound unterscheidet sich grundlegend vom ordinären Dröhnsound und betont lediglich die Sub-Bässe. Ganz klar, dass der Hörer eher für die junge Generation und ihre Musik als für gestandene HiFi-Freunde gedacht ist. Das nur durchschnittlich effiziente Noise Cancelling rauscht immerhin sehr wenig und verschlechtert den Klang kaum.

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Die drei Noise-Cancelling-Referenzhörer, Bose QC 35, Sony MDR-1000X und Sennheiser PXC 550 werden im Test bezüglich Lärmverminderung von keinem Probanden geschlagen.

Zwei Hörer dieses Tests spielen nur am Kabel zum Konzert auf: der Meters OV-1 und der Panasonic RP-HC800.

Der absolute Charmeur dieses Tests ist ganz klar der Meters OV-1. Er ist liebevoll gestylt und seine analogen VU-Meter wurden von einer Testperson treffend als liebenswerte Spinnerei bezeichnet. Der OV-1 gehört zu den schönfärbenden Hörern und fasziniert mit seinem sehr räumlichen, satten Klangbild mit einem unerhörten Reichtum an Klangfarben. Sein Noise Cancelling arbeitet im Bass gut, in den unteren Mitten jedoch mangelhaft.

Eine ganz andere Klangrichtung vertritt der Panasonic RP-HC800. Er bietet im passiven Modus ein angenehm brillantes und recht ausgewogenes Klangbild. Bei aktiviertem Noise Cancelling wird der Hochtonbereich drastisch angehoben. Dies können sensible Hörer als unangenehme Schärfe empfinden, während andere diese betonte Brillanz schätzen werden. Ein Sehr Gut verdient das Noise Cancelling, wenngleich es das Niveau der (teureren) Referenzgeräte nicht ganz erreichen kann.

Der Sony MDR-XB950N1 stellt einen krassen Gegensatz zu unserem Referenzgerät Sony MDR-1000X dar und gesellt sich klar ins Lager der Bass-Fetischisten. So ist er nichts für Freunde klangneutraler, analytischer Klänge. Immerhin kann der Benutzer mit der Sony Headphones Connect App die Intensität des Bassbereichs verändern. Bezüglich Noise Cancelling sind die Resultate sehr mittelmässig.

Wer meint, Dr.-Dre-Kopfhörer müssten alle dem basslastigen Sound huldigen, wird hier eines Besseren belehrt. Der Beats Studio 2 Wireless klingt recht ausgewogen. Was gefällt, sind der ausgewogene Klang, die Verarbeitung und die Bedienbarkeit. Was stört, sind das zu hohe Grundrauschen, die miserable Dämpfung der Muscheln samt Noise Cancelling in der Mittellage und natürlich die unglaubliche Tatsache, dass der Hörer am Kabel nur monofon zum Konzert aufspielen kann. Wer bedenkt, dass der Beats Studio 2 Wireless momentan zum fast gleichen Preis wie der Sony MDR-1000X erhältlich ist, muss bemerken, dass der Beats Studio 2 Wireless gegen den Sony MDR-1000X, ausser dem Image, nicht den Hauch einer Chance hat.

Der JVC HA-S90BN kann sich leider nicht allen Kopfformen perfekt anpassen. Die Bügelkonstruktion sollte geändert werden. Klanglich bietet er gute Leistungen und kann unterschiedliche Klangwünsche erfüllen. Sein Noise Cancelling, das im Bass gut arbeitet, bietet bezüglich der Dämpfung mittlerer Störfrequenzen nur mässigen Effekt und beeinträchtigt die Klangqualität leider doch recht stark.

BackBeat Pro 2 von Plantronics ist ein preisgünstiges, gut gestyltes, grosses Headset. Sein genial ausgelegter Dampfhammersound unterscheidet sich grundlegend vom ordinären Dröhnsound und betont lediglich die Sub-Bässe. Ganz klar, dass der Hörer eher für die junge Generation und ihre Musik als für gestandene HiFi- und Klassik-Freunde gedacht ist. Das nur durchschnittlich effiziente Noise Cancelling rauscht immerhin sehr wenig und verschlechtert den Klang kaum.

Der HD 4.50 BTNC huldigt weder einem betont brillanten Klangbild, noch dem heute trendigen Bass-Donnerwetter, sondern gefällt mit seinem überaus sympathischen, angenehmen Klang mit geradezu charmant-brillanten Höhen. Das hier integrierte NoiseGard arbeitet wirklich gut, zeigt aber keine absoluten Spitzenleistungen. Die Sennheiser-App Captune bringt diverse Features, unter anderem einen sehr brauchbaren Equalizer, mit dem man praktisch jedes Klangbild von dunkel-bassfreudig bis hell-aggressiv einstellen kann.  

Der Mute BT von Teufel glänzt im Test mit einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis und der Tatsache, dass es bei ihm kaum etwas Ernsthaftes zu kritisieren, jedoch viel zu loben gibt. Er ist ein sehr seriös entwickelter, sauber gebauter und klangneutraler HiFi-Kopfhörer mit hochwertiger Bluetooth-aptX-Wiedergabe und einer bemerkenswert guten Lärmdämpfung.

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