TESTBERICHT
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Philips SHB9250

Der in Schwarz oder in Weiss erhältliche Philips SHB9250 ist ein kompakter, ohraufliegender Hörer mit einem angenehm sanften KlangbildDer in Schwarz oder in Weiss erhältliche Philips SHB9250 ist ein kompakter, ohraufliegender Hörer mit einem angenehm sanften Klangbild

Der Philips SHB9250 kostet lediglich CHF 149 und gehört zu den kompakteren, ohraufliegenden Bluetooth-Kopfhörern. Er macht nicht gerade einen sehr wertigen Eindruck, ist aber dennoch anständig verarbeitet. Zudem sitzt er mit seinen weichen Polstern angenehm am Ohr. Der Anpressdruck ist nicht so stark, dass er lästig wirken könnte, aber dennoch so hoch, dass er stabil am Kopf sitzt und auch bei etwas heftigeren Bewegungen nicht gleich vom Kopf fällt.

Zwei Dinge könnte man hier vermissen, das apt-X und ein Case oder Beutel zur Aufbewahrung. Doch das lag bei dem recht günstigen Preis offenbar nicht mehr drin. Dafür wirbt Philips mit Features wie "Wireless precision Sound with digital bass boost", "Digitale Echo- und Rauschminderung", sowie NFC und Multipairing.

Wie bereits beim schon fast legendären ZIK von Parrot weist die rechte Ohrmuschel Smart Touch Bedienelemente auf. Das heisst, beim Auf- und Abstreicheln der Ohrmuschel wird die Lautstärke lauter oder leiser gestellt. Streicht man von vorne nach hinten und umgekehrt, wird nach vorne oder hinten geskippt. Zudem können hier die Play- und Pause-Funktion gewählt werden. Was für vergessliche Leute sehr angenehm ist, ist die automatisch Abschaltung wenn der Hörer eine gewisse Zeit nicht benutzt wird.

Messungen

Ausgewogen, weder höhen- noch bassbetont, präsentieren sich die praktisch identischen Frequzenzverläufe am Kabel und über Funk. Einen gewissen, allerdings geringen Höhenabfall lässt einen eher diskreten, warmen Sound erwarten. Vom angekündigten "Digital Bassboost" ist (noch) nichts zu erkennen. Der Bassverlauf ist lobenswert linear und reicht bis zu 20 Hz. Die Lärmdämmung erfolgt leider erst ab 1 kHz, aber dann dafür sehr effizient. Das kann damit zusammenhängen, dass die Hörermuscheln je über acht kleine Öffnungen verfügen, die sehr wahrscheinlich Teile eine ventilierten Bass-Systems sind.

Klang

Der Hörer bringt bei klassischer Musik einen ausgesprochen schönen, warmen Klang. Gerade Violinen klingen auch in den höchsten Lagen nie grell oder gar schrill. Solo- und Chorstimmen erscheinen betörend schön und von unnatürlicher Kehligkeit ist aber rein gar nichts zu hören. Bei sakraler Orgelmusik bringt er tadellos saubere und erst noch tiefe Bässe, könnte aber die hohen Register noch einen Tick brillanter bringen. Auch bei rockigen und knallharten Sounds zeigt es sich, dass dieser Hörer nichts für Freunde knalliger Sounds ist, die auf drastisch angehobene Bässe und aufpeitschende Höhen stehen. Nein, hier geht's eher sanft und gemächlich zu und her, obwohl der Hörer bei rockiger Musik und erhöhter Lautstärke einen echt sympathischen Power-Sound ohne Schärfe bieten kann. Der Hörer klingt sowohl über Bluetooth wie auch Kabel, abgesehen von einer minim besseren Feinzeichung in den Höhen im Kabelbetrieb, praktisch identisch.

Mit diesen bereits etwas abgedroschenen Worten lässt sich der kleine Hörer jedoch bestens definieren. Dieser Winzling verblüfft mit einem Klang, den man ihm - auch ohne apt-X - nie und nimmer zugetraut hätte. Da kommen nicht nur bei David Sanbornes Tequila, sondern auch bei sakraler Orgelmusik sehr tiefe und erst noch saubere Bässe zu Gehör. Sogar Kammermusik erscheint mit ausgewogenem, angenehmen Klangcharakter. Stimmen - egal ob Solo oder im Chor - wirken ausgesprochen warm und schön. Die Feinzeichnung ist auch ohne apt-X gar nicht übel und hohe Violin-Passagen sowie perkussive Instrumente wie etwa Becken erscheinen mit angenehmer Brillanz.

Und wer den Hörer - aus welchen Gründen auch immer - passiv via Kabel betreiben will, der bekommt wiederum einen warmen, angenehmen Sound, der allerdings nicht mehr ganz die Brillanz der Bluetooth-Entzerrung aufweist, zu Gehör. Interessanterweise klingt der Hörer - trotz der Datenreduktion von Bluetooth - via Funk besser als mit Kabel!

Der Hörer bringt bei klassischer Musik einen ausgesprochen schönen, warmen Klang. Gerade Violinen klingen auch in den höchsten Lagen nie grell oder gar schrill. Solo- und Chorstimmen erscheinen betörend schön und von unnatürlicher Kehligkeit ist aber rein gar nichts zu hören. Bei sakraler Orgelmusik bringt er tadellos saubere und erst noch tiefe Bässe, könnte aber die hohen Register noch einen Tick brillanter bringen. Auch bei rockigen und knallharten Sounds zeigt es sich, dass dieser Hörer nichts für Freunde knalliger Sounds ist, die auf drastisch angehobene Bässe und aufpeitschende Höhen stehen. Nein, hier geht's eher sanft und gemächlich zu und her, obwohl der Hörer bei rockiger Musik und erhöhter Lautstärke einen echt sympathischen Power-Sound ohne Schärfe bieten kann. Der Hörer klingt sowohl über Bluetooth wie auch Kabel, abgesehen von einer minim besseren Feinzeichung in den Höhen im Kabelbetrieb, praktisch identisch.