Dan D'Agostino Master Audio Systems bewegt sich seit der Firmengründung im Jahr 2011 an der Spitze des Top-High-End-Segments. Nachdem Dan D'Agostino seine ursprüngliche Firma Krell verlassen hatte, fokussierte er sich auf kompaktere Gehäuseformen mit markanter Ästhetik und massiven Kupferkühlkörpern. Die Momentum-Serie bildet dabei das Kernstück des Portfolios und wird nun zum 15-Jahre-Firmenjubiläum grundlegend überarbeitet. Der neue Momentum Z ist nicht lediglich ein inkrementelles Update, sondern integriert Technologien, die aus der noch aufwendigeren Relentless-Serie abgeleitet wurden.
In einer Marktumgebung, in der extreme Leistungsreserven oft mit massiver Baugrösse erkauft werden, versucht D'Agostino den Spagat zwischen kompakter Stellfläche und immenser Stromlieferfähigkeit. Historisch betrachtet stellt der Momentum Z die konsequente Weiterentwicklung der m400-Plattform dar, wobei der Fokus verstärkt auf der Unterdrückung von Netzstörungen und der Linearisierung der Eingangsstufe liegt.
Das Herzstück der technischen Neuerung bildet der sogenannte Kinetic Drive Regulator. Hierbei handelt es sich um eine laut D'Agostino hochgradig stabilisierte Stromversorgung, die Einflüsse von schwankenden AC-Netzspannungen vom eigentlichen Verstärkerzweig fernhalten soll. In der Praxis bedeutet dies, dass die Schaltung auch bei komplexen Impedanzverläufen des Lautsprechers stabil bleibt.
Erstmals setzt D'Agostino zudem auf eine Eingangsstufe mit JFET-Transistoren. Junction-Field-Effect-Transistoren zeichnen sich durch extrem hohe Eingangsimpedanz und sehr niedriges Eigenrauschen aus, was theoretisch eine besonders verzerrungsarme Signalverarbeitung ermöglichen soll.
Die Leistungsdaten beziffert der Hersteller mit 500 Watt an 8 Ohm, 1000 Watt an 4 Ohm und massiven 2000 Watt an 2 Ohm. Der angegebene Frequenzgang reicht von 1 Hz bis über 200 kHz. Solche Extremwerte bei der Leistung benötigt kein Lautsprecher konstant. Entscheidender dürfte sein, wie sich der Verstärker bei dynamischen Lastwechseln verhält – ein Aspekt, den der Kinetic Drive Regulator adressieren soll.
D'Agostino Momentum Z: Innenansicht.Die Kühlung erfolgt wie gewohnt über die charakteristischen Kupferkühlkörper, deren Wärmeleitfähigkeit fast doppelt so hoch ist wie jene von Aluminium. Das Gehäuse wird aus massivem Aluminium gefräst, was mechanische Resonanzen minimieren soll. Auf der Rückseite finden sich neben dem symmetrischen XLR-Eingang auch Steueranschlüsse wie 12V-Trigger und eine Ethernet-Buchse. Letztere dient der Systemüberwachung: Über einen Webbrowser lassen sich Betriebsdaten wie Temperatur und Spannung in Echtzeit auslesen – ein Feature, das vor allem für die Integration in Custom-Install-Systeme oder zur Fernwartung durch den Fachhandel sinnvoll erscheint.
Die Bedienung am Gerät selbst beschränkt sich auf das Nötigste, wobei das zentrale Rundinstrument nun ein hochauflösendes LCD-Display kombiniert mit einem analogen Zeiger bietet.
Mit einem Paarpreis von 180'000 Franken ist das D'Agostino Momentum Z am oberen Ende der Preisskala angesiedelt.
In der Schweiz vertreibt Audio-Video Spalinger in Dietlikon bei Zürich die Produkte von Dan D'Agostino exklusiv. Ab März ist die Momentum Z verfügbar. Einen Termin für eine Hörsession erfragt man sich am besten direkt bei Audio-Video Spalinger.

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