TESTBERICHT
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Publikationsdatum
2. März 2026
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Just eine halbe Stunde vor meiner Abreise in die Sportferien wurde der Sonik 7 geliefert – und so musste ich wohl oder übel mit viel Fantasie im Gepäck, wie der Lautsprecher wohl klingen möge, abreisen und mich eine Woche bis zum Hörtest gedulden.

Dali – eine Marke, ja mehr noch: eine Ikone. Nicht, dass sie etwas mit dem genialen Maler Salvador Dalí zu tun hätte – der Name setzt sich aus den Anfangsbuchstaben von «Danish Audiophile Loudspeaker Industries» zusammen. Wobei dem dänischen Lautsprecherhersteller durchaus der Ruf einer gewissen Genialität anhaftet – zu Recht, meine ich, denn er schafft es immer wieder, technische Innovationen in einem schlichten Kleid daherkommen zu lassen. Dazu gleich Genaueres.

Design

Dali-Lautsprecher kommen generell in einem schnörkellosen, nordländisch-geradlinigen Design daher – ganz auf Understatement bedacht. Davon ausgenommen ist vielleicht die Edelserie Kore, die in allen Belangen über sich hinauszuwachsen scheint: 167 cm Höhe, 150 kg Gewicht und ein Stückpreis von 50'000 Franken. Daneben wirkt die Sonik 7 mit ihren bescheidenen Massen – rund ein Meter Höhe, 16 kg Gewicht, 750 Franken pro Stück – geradezu spränzelig.

Die Sonik 7 ist innerhalb der Serie nach der Sonik 9 das zweitgrösste Modell unter insgesamt sieben Lautsprechern. Trotz ihres mittleren Ranges sollte sie jedoch nicht unterschätzt werden, denn in mehreren Bereichen erreicht sie klangliche Eigenschaften grösserer Modelle. Dies ist nicht weiter verwunderlich, wurden ihr doch einige Technologien der teureren Serien mitgegeben:

Der Tief-Mitteltöner der Sonik 7.Der Tief-Mitteltöner der Sonik 7.

Die Bass- und Mitteltöner verfügen über Clarity-Cone-Membranen aus einer Papier-Holzfaser-Verbundstruktur – erfreulicherweise hier nicht ganz so rostbraun gefärbt wie bei anderen Dali-Modellen, sondern beinahe schwarz.

Die Sonik-Serie verwendet das patentierte SMC-Essential-Magnetsystem, bei dem ein Ferrit-Ring ein hybrides Eisen-SMC-Polstück umschliesst und das SMC-Material so direkt in der Arbeitszone der Schwingspule platziert wird. Dadurch werden Hysterese und Wirbelströme reduziert, was eine verzerrungsärmere, linearere und detailreichere Mitteltonwiedergabe ermöglicht.

Die Membran zeichnet sich durch eine gering bewegte Masse bei gleichzeitig hoher Biegesteifigkeit aus, was membranbedingte Partialschwingungen reduziert, das Resonanzverhalten kontrolliert und einen linearen Frequenzgang im Mitteltonbereich unterstützt.

Die Sonik 7 arbeitet als 2,5-Wege-Konstruktion: Die Frequenzweiche trennt bei 2300 Hz zwischen Tief-/Mitteltönern und dem 29-mm-Softdome-Hochtöner. Ab 14'000 Hz übernimmt zusätzlich der planare magnetostatische Hochtöner – er ergänzt den Softdome im Superhochtonbereich und sorgt so für eine besonders feine Auflösung der höchsten Frequenzen bis 30'000 Hz.

Das Hybrid-Hochtöner-Modul der Sonik 7: Die 29-mm-Softdome-Kalotte übernimmt den Hochtonbereich ab 2300 Hz, der planare magnetostatische Hochtöner (17 × 45 mm) ergänzt sie ab 14'000 Hz im Superhochtonbereich bis 30'000 HZ.Das Hybrid-Hochtöner-Modul der Sonik 7: Die 29-mm-Softdome-Kalotte übernimmt den Hochtonbereich ab 2300 Hz, der planare magnetostatische Hochtöner (17 × 45 mm) ergänzt sie ab 14'000 Hz im Superhochtonbereich bis 30'000 HZ.

Der Softdome-Hochtöner übernimmt ab 2300 Hz den gesamten Hochtonbereich und ist auf hohe Belastbarkeit, niedrige Resonanzfrequenz und grosse Dynamikreserven ausgelegt. Ab 14'000 Hz ergänzt ihn der planare magnetostatische Hochtöner im Superhochtonbereich bis 30'000 Hz; in diesem Bereich arbeiten beide Treiber bewusst gleichzeitig, was einen sanften, kammfilterfreien Übergang gewährleistet.

Der entscheidende Vorteil des Hybrid-Hochtöner-Systems liegt jedoch in der Abstrahlung: Während ein Softdome bei steigenden Frequenzen zunehmend bündelt und ausserhalb der Hauptachse an Pegel verliert, strahlt der Planar-Tweeter auch bei höchsten Frequenzen breit und gleichmässig ab.

Das Ergebnis ist ein konsistentes, natürliches Klangbild über eine breite Hörzone – unabhängig davon, ob man genau auf Achse sitzt oder seitlich versetzt. Obertoninformationen und feine räumliche Details bleiben so vollständig und unverfälscht erhalten.

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