TESTBERICHT
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Übersicht

Gruppenbild in der Badewanne: Alle getesteten Allwetterkameras nebeneinander im Grössenvergleich (spaltenweise vlnr): Olympus TG-620, Panasonic FT20, Olympus TG-1, Sony HX20, Canon D20, Fuji XP50, Pentax, BenQ, Olympus TG-820, Panasonic FT4, Nikon AW100.Gruppenbild in der Badewanne: Alle getesteten Allwetterkameras nebeneinander im Grössenvergleich (spaltenweise vlnr): Olympus TG-620, Panasonic FT20, Olympus TG-1, Sony HX20, Canon D20, Fuji XP50, Pentax, BenQ, Olympus TG-820, Panasonic FT4, Nikon AW100.

Bei der Ausstattung zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen den Modellen, wobei die Ausstattung und der Funktionsumfang in direktem Bezug zur Preisklasse steht.

So gibt es zum Beispiel bei den Bildschirmen deutliche Unterschiede. Billige Kameras haben einen kleinen Bildschirm mit niedriger Auflösung, während 3 Zoll Bilddiagonalen ansonsten üblich sind. Hohe Bildschirmauflösung gibt es dagegen nur bei den teuren Modellen. In prallem Sonnenlicht sind die Bildschirme allesamt eher unbefriedigend. Das Sucherbild und die Einstellungen sind dann nicht gut genug zu erkennen. Allfälliger Schmutz und Hautfett machen die Anzeige noch schwieriger zu sehen. Am deutlichsten im Sonnenlicht waren die LCDs der beiden Olympus-Modelle TG-620 und TG-820 (nicht aber der OLED der TG-1), gefolgt von denen der Panasonic, die vor allem durch einen zuschaltbaren Power-Modus mit stärkerem Leuchten (bei erhöhtem Energieverbrauch!) überzeugen.

Das Einschalten bzw. Aufstarten der Kameras dauert stets einige Augenblicke (1 bis 2 s), danach reagieren sie ordentlich schnell, jedoch mit einer spürbaren, wenn minimalen Verzögerung. Bei wenig Licht und im Telebereich sowie im Makromodus kann das automatische Fokussieren jedoch Geduld verlangen. Ärgerlich sind auch die Pausen, die manche Kameras zwischen einzelnen Aufnahmen zum Speichern einlegen.

Das kombinierte Karten- und Akkufach befindet sich bei drei Viertel der Kameras unglücklicherweise am Boden, bei anderen klevererweise auf der Seite. Ärgerlich ist ein Bodenfach, wenn man die Kamera auf einem Stativ einsetzt oder – was häufiger der Fall sein dürfte – dauerhaft eine Stativschnellwechselplatte oder einen praktischen, kleinen Stativfuss montiert haben möchte. Das kompliziert den Akku- und Kartenwechsel. Unter der Abdeckung befinden sich häufig auch die Anschlüsse (USB, HDMI). Im Unterschied zu normalen Kompaktkameras sind die Abdeckungen oft zweifach gesichert, um versehentliches Öffnen zu verhindern, was unter Wasser verheerend wäre.

Die Foto- und Videoqualität entspricht dem, was man von sonstigen Kompaktkameras her kennt. Bei ausreichend Sonnenlicht liefern sie gute Aufnahmen, bei weniger Licht sorgen Rauschen oder Gegenmassnahmen für einen deutlichen Detailverlust. Sichtbar werden die Qualitätseinbussen üblicherweise ab ISO 400. Höhere ISO-Werte liefern Bilder von mässiger Qualität, die höchste ISO-Einstellung vergisst man vorzugsweise.

Ähnlich schaut es bei der Videoqualität aus. Schade, dass die Kameras hier kaum Einstellmöglichkeiten bieten. Ärgerlich ist das AVCHD-Format, das die Panasonic FT4 und die Sony HX20 – neben dem MP4-Format – anbieten. AVCHD-Videos werden einerseits noch immer zu wenig von Bildprogrammen unterstützt (nur bei Videoeditoren ist die Unterstützung gross), und andererseits werden die Videoaufnahmen in einem separaten Verzeichnis und mit eigener Nummerierung versehen. Dies macht das Archivieren unnötig umständlich.

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In ersten Teil dieses Artikels haben wir Wissenswertes zu den wasserdichten Kompaktkameras vermittelt und eine Marktübersicht über alle aktuell in der Schweiz erhältlichen Allwetterkameras gezeigt.

11 dieser Kameras haben wir zudem in der Praxis über und unter Wasser sowie nach einem Aufenthalt im Kühlfach erprobt. Wir sind dabei nicht an die Grenzen des in den Spezifikationen Erlaubten gegangen, um diese auszuloten, sondern wir haben uns in einem Praxistest auf die fotografischen Fähigkeiten und Qualitäten konzentriert.

Generell lässt sich festhalten, dass sich die Allwetterkameras nur wenig von "normalen" Kompaktkameras unterscheiden. Ihre Robustheit ist zwar meistens mehr oder weniger durch das Design angedeutet, jedoch sind die Kameras deshalb nicht zwingend gross, schwer und klobig oder wirken etwa wie ein Panzer im Vergleich zu einem PKW.

Die Kameras sind – abgesehen von allfälligen Outdoor-Funktionen und GPS – weitgehend zeitgemäss und typisch für eine Kompaktkamera ausgestattet. Sie bieten allesamt einen hohen Automatisierungsgrad, sind also eher aufs Knipsen ausgerichtet. Manuelle Einstellmöglichkeiten – abgesehen von den ISO-Werten und Weissabgleich – sind kaum vorhanden. Manuelles Einstellen von Blende oder Zeit ist daher nur bei wenigen Modellen möglich. Dies bieten z.B. die BenQ LM100 (Blenden-/Zeitautomatik) und die Panasonic FT4 (manuelle Belichtung).

Die Bedienung erfolgt weitgehend über den Bildschirm, wobei allerdings für Blitzmodus, EV-Korrektur (Plus/Minus), Makro in der Regel die üblichen Direktasten zur Verfügung stehen. Diese sind meist in einem Tastenkomplex zu finden, der aus einer zentralen "Set"- bzw. "Ok"-Taste mit vier darum herum angeordneten Tasten besteht. Dieser Tastenkomplex dient stets auch zur Navigation in Menüs und bei der Bildwiedergabe. Die Zoomtaste ist meist als Wippe ausgelegt. Oft gibt es noch ausser dem Fotoauslöser einen separaten, rot gekennzeichneten Videoauslöser, der entweder auf der Oberseite neben dem Fotoauslöser, meist aber auf der Rückseite oben rechts platziert ist. In letzterem Fall löst man Videoaufnahmen per Daumen und beim Hantieren mit der Kamera gerne mal versehentlich aus. Allgemein sind die Bedienelemente – wie bei normalen Kompaktkameras – eher klein. Für den Outdoor-Einsatz oder bei sportlichen Aktivitäten, wo man gerne auch Sport-, Schutz oder Winterhandschuhe trägt, sind kleine Tasten nicht gerade sinnvoll.

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