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Publikationsdatum
7. Januar 2026
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Dali positioniert die Sonik-Serie als umfassendste Neuausrichtung seit den Oberon-Lautsprechern von 2018. Die sieben Modelle decken konventionelle Stereo-Set-ups und Heimkino-Installationen ab. Frank Hagemann, Geschäftsführer von Dali Deutschland, begründet den Zeitpunkt: Nach sieben Jahren Oberon sei so viel neue Technik entstanden, dass es Zeit für eine Neukonzeption gewesen sei.

Im Zentrum steht der Technologietransfer aus den höherpreisigen Serien Kore, Epikore und Epicon. Herzstück bildet ein 29-Millimeter-Softdome-Hochtöner mit Aluminium-Frontplatte, der mit 0,060 Milligramm pro Quadratmillimeter etwa halb so viel wie konventionelle Gewebekalotten wiegt.

Die Spitzenmodelle Sonik 7 und Sonik 9 ergänzt Dali um das Hybrid-Hochtonsystem aus der Epikore-Serie. Dieses kombiniert den 29-Millimeter-Kalottenhochtöner mit einem 17 mal 45 Millimeter grossen planaren magnetostatischen Hochtöner. Die Kalotte deckt den Übergangsbereich zum Mittelton ab, der Planartreiber den Superhochton.

Das Hybrid-Hochtonsystem aus Kalotte und Magnetostat stammt aus der Epikore-Serie.Das Hybrid-Hochtonsystem aus Kalotte und Magnetostat stammt aus der Epikore-Serie.

Für Tief- und Mittelton setzt Dali auf Clarity-Cone-Membranen aus Papier-Holzfaser-Verbund aus der Kore-Serie. Das sternförmige Membranmuster dient der Resonanzdämpfung. Die Treiber gibt es mit 5¼ Zoll und 7 Zoll Durchmesser.

Das SMC-Essential-Magnet-System ist ein Hauptmerkmal der Dali-Lautsprecher und stammt ursprünglich aus der Epicon-Serie. Es kombiniert einen Eisenkern mit einer 10-Millimeter-SMC-Scheibe im Bereich der Schwingspule. Dieses Design reduziere harmonische Verzerrungen dritter Ordnung drastisch, indem Hysterese und Wirbelströme minimiert würden. Dali betont, diese Technologie sei bis anhin ihren Lautsprechern im höheren Preisbereich vorbehalten gewesen.

Die Gehäuse basieren auf CNC-gefrästem MDF mit Innenverstrebung. Die grösseren Modelle Sonik 9 und 7 verwenden separate Kammern für die Tieftöner. Dali setzt spezielle Bassreflexports ein, die Turbulenzen reduzieren sollen. Wandmodelle verfügen über frontseitige beziehungsweise nach unten gerichtete Reflexöffnungen.

Das Flaggschiff Sonik 9 arbeitet mit drei 7-Zoll-Tieftönern und dem Hybrid-Hochtonsystem. Der Frequenzbereich erstreckt sich von 34 bis zu fulminanten 30000 Hertz – weit über dem menschlichen Hörbereich – bei einer Empfindlichkeit von 90 Dezibel. Die Nennimpedanz beträgt 4 Ohm, die empfohlene Verstärkerleistung liegt zwischen 50 und 300 Watt. Mit Abmessungen von 1126 mal 318 mal 376 Millimetern und einem Gewicht von 24,6 Kilogramm ist der Standlautsprecher gut integrierbar in die meisten Wohnräume.

Der Standlautsprecher Sonik 9 ist das Flaggschiff der neuen Dali-Sonik-Familie.Der Standlautsprecher Sonik 9 ist das Flaggschiff der neuen Dali-Sonik-Familie.

Die Modellpalette beginnt mit den kompakten Regallautsprechern Sonik 1 und Sonik 3, die sich für kleinere Räume oder als Rear-Lautsprecher im Heimkino eignen.

Bei den Standlautsprechern bietet die schlanke Sonik 5 mit zwei 5¼-Zoll-Tieftönern einen Kompromiss zwischen Stellfläche und Tiefgang. Die Sonik 7 wechselt zu 7-Zoll-Treibern und integriert bereits das Hybrid-Hochtonsystem.

Alle Sonik-Lautsprecher versprechen gemäss Datenblatt einen erstaunlichen Tiefgang im Bassbereich. Das geht auf Kosten des Wirkungsgrads. Bei den kleineren Sonik-Lautsprechern 1 bis 6 liegt die Lautstärke bei 86 Dezibel und bei der Sonik 7 bei 88 Dezibel. Sie verlangen also eher nach kräftigen Verstärkern.

Der Wandlautsprecher Sonik On-Wall sowie der universell einsetzbare Sonik Cinema ergänzen die Serie. Letzterer kann horizontal oder vertikal montiert werden und eignet sich als Center-, Front- oder Surround-Lautsprecher. Das drehbare Logo passt sich der Montagerichtung an.

Der Aufbau umfasst magnetische Frontabdeckungen, farblich auf die Gehäuse-Finishs abgestimmte Grills, neu entwickelte Anschlussterminals und Aluminium-Spike-Outrigger bei den Standmodellen. Die von der Epikore-Serie inspirierten Logo-Embleme und Schallwände unterstreichen die Designverwandtschaft zu den Referenzserien. Zur Auswahl stehen vier Oberflächen: Black Ash, Walnut, Natural Oak und White.

Die Sonik-Serie wird ab dem 2. Februar 2026 weltweit verfügbar sein. Im Euroraum beginnen die Preise bei 498 Euro für die Sonik 1 und reichen bis 2398 Euro für die Sonik 9. Der Sonik Cinema kostet als Einzellautsprecher 499 Euro, der Sonik On-Wall 650 Euro pro Paar. Für die Schweiz liegen noch keine spezifischen Franken-Preise vor.

avguide.ch meint

Die Sonik-Serie verspricht ambitionierten Technologietransfer von den Dali-Referenzserien zum attraktiven Preis. Hybrid-Hochtöner, SMC-Magneten und Clarity-Cone-Treiber sind Technologie-Highlights der umtriebigen Dänen und nun auch in einer preiswerten Serie angekommen – das lässt einiges erwarten.