TESTBERICHT
Cubycon 2 completeCubycon 2 complete

Dieser Test umfasst zwei Teile: Zuerst wird die Teufel Corestation (oben rechts) unter die Lupe genommen und mit meinen mir bestens bekannten Lautsprechern gemustert, anschliessend kommt die Teufel Cubycon 2 Complete Anlage als «Gesamtkunstwerk» dran, deren Herz die Corestation ist.

Corestation

Teufel beschreibt ihr neustes Produkt als «Ultra-kompakter 5.1-AV-Receiver mit Funktechnologie». Um im stark umkämpften Markt der AV-Amps und -Receiver mitmischen zu können, muss man Besonders bieten. Also: Was macht die Corestation aussergewöhnlich und somit konkurrenzfähig?

Keine Regler, keine Schalter: Die Corestation kommt ohne ausKeine Regler, keine Schalter: Die Corestation kommt ohne aus

Ohne Bedienelemente

Das erste, was an der Corestation auffällt, ist, dass weder Regler noch Schalter oder Taster zu sehen sind. Die Idee dahinter: Die Corestation kann (obgleich sie sich sehen lassen darf) «unsichtbar» verstaut werden, z.B. mit den beiliegenden Montageschienen auf der Rückseite des Fernsehers.

Die Bedienung erfolgt ausschliesslich über die Funk-Fernbedienung, die Menüs werden grosszügig und übersichtlich auf dem TV-Bildschirm angezeigt.

Für den (zwar nur alle zwei Jahre notwendigen) Batteriewechsel benötigt man einen Schraubenzieher und etwas FingerspitzengefühlFür den (zwar nur alle zwei Jahre notwendigen) Batteriewechsel benötigt man einen Schraubenzieher und etwas Fingerspitzengefühl

Hoher Qualitätstandard

Schon das Gewicht von 3 kg sagt einiges über die verwendeten Materialien aus, und die Verarbeitung sowie das Layout der Anschlüsse auf der Rückseite unterstreichen die sorgfältige Planung und hochwertige Fertigung der Corestation.

Ausgepackt und installiert

Zum Lieferumfang gehören (neben dem Hauptgerät) ein Netzkabel (das in meinem Fall leider mit einem deutschen Schukostecker versehen war, doch leicht durch ein «Schweizerkabel» ersetzt werden konnte), die Funk-Fernbedienung (aus Metall, mit Knopfbatterie), eine FM-Wurfantenne, ein spezieller Systemstecker für alternativen Lautsprecheranschluss sowie Montagematerial (zwei Bügel mit Schrauben und Unterlagscheiben) für die Corestation auf der TV-Rückseite. Die Knopfbatterie für die Fernbedienung lag bei mir separat bei und musste noch eingelegt werden.

Anschlüsse

Die Frontplatte ziert, neben dem Herstellerlogo, nur eine Funktions-LED, die im Standby rot leuchtet, im Arbeitsmodus sowie bei Einstellungsänderungen sozusagen als Quittung nur kurz weiss aufleuchtet.

Sauber und aufgeräumt: Die Anschlussseite der Corestation (linker Teil)Sauber und aufgeräumt: Die Anschlussseite der Corestation (linker Teil)

Sämtlichen Anschlüsse sind auf der Rückseite zu finden:
4 HDMI-Eingänge
1 HDMI-Ausgang (HDMI TV)
2 optische Digitalaudio Eingänge
1 koaxialer Digitalaudio Eingang
3 Analogaudio Eingänge (1 x Cinch, 2 x 3,5 mm Klinke)
1 Kopfhörerbuchse (3,5 mm Klinke)
1 Buchse für den beiliegenden Lautsprecher-Systemstecker
5 Anschlussklemmen-Paare für Lautsprecher (4-8 Ohm)
1 analoger Vorverstärkerausgang
1 Linienausgang zum Subwoofer (Cinch)
1 Anschlussbuchse für die FM-Antenne
sowie 3 verschiedene Servicebuchsen:
1 x USB (zur Firmware-Aktualisierung)
1 x Klinke und 1 x System Connector für künftige Erweiterungen

Klar beschriftet: Auf der rechten Seite befinden sich die LautsprecheranschlüsseKlar beschriftet: Auf der rechten Seite befinden sich die Lautsprecheranschlüsse

Anschliessen

Es gibt diverse Möglichkeiten, die Corestation mit dem Fernseher zu verbinden. Die einfachste und effizienteste ist mit einem einzigen HDMI-Kabel. Falls Ihr TV-Gerät über einen HDMI Eingang mit ACR verfügt (sollte bei Geräten, die jünger als fünf Jahre sind, der Fall sei; die entsprechende Buchse sollte mit ACR beschriftet sein), ist dies die einzige notwenige Verbindung. Falls Ihr TV-Gerät älteren Datums ist, muss zusätzlich eine Tonverbindung hergestellt werden, je nach Fernseher digital oder analog, wobei einer digitalen Verbindung (optisch oder koaxial) der Vorzug zu geben ist.

Mit Vorteil schliessen Sie sämtliche HDMI-Geräte wie DVD- oder Blu-Ray-Player, Sat-Receiver, Media-Player usw. an die Corestation an. Damit kann man den Fernseher mehr oder weniger als reinen Monitor benützen und den HDMI/ACR Anschluss als Eingangsquelle belassen. Denn nur so kann man die Corestation-Einstellungen mit visueller Unterstützung verändern. Ändert man am TV die Eingangsquelle, lassen sich zwar immer noch via Fernbedienung Klangänderungen vornehmen, doch man tappt «im Dunkeln», da die Änderungen auf dem Bildschirm nicht ersichtlich sind.  

Soll noch ein älteres Gerät, das nur über eine Scart-Buchse verfügt, angeschlossen werden, muss dieses am Fernseher bleiben - die Corestation bietet keinen Scart-Anschluss.

Und falls man die Tuner des Fernsehers benützen will (z.B. Sat oder Kabel ohne Zusatzbox), wird die Bedienung etwas unübersichtlicher, da - wie oben erwähnt - die Anzeige der CoreStation nicht sichtbar ist.

Setup Menü

Auf alle Fälle sollte man sich die (je nach Anzahl der zu verbindenden Geräte, ziemlich lange) Zeit nehmen, sein persönliches Setup zu optimieren.

Das Menü auf dem Bildschirm bringt klare Vorteile der ÜbersichtlichkeitDas Menü auf dem Bildschirm bringt klare Vorteile der Übersichtlichkeit

«Tuner» ist nur für den FM-Bereich anwählbar. Der FM-Modus verfügt über einen Sendersuchlauf in beiden Richtungen sowie manuelles Suchen. Es können bis zu 30 Sender abgespeichert werden. Der Tuner unterstützt RDS-Signalinfo (sofern gesendet und das Signal stark genug ist).

Im «Surround» Menü wählt man zwischen 2.1 (Stereo front), 5.1 (Stereo upmix),
Dolby Pro-Logic II Movie oder Dolby Pro-Logic II Music. Diese Einstellungen können auf der Fernbedienung (Mode-Taste) auch direkt vorgenommen werden.
Bei (über HDMI übertragenem) Dolby Digital- oder DTS-codiertem Surround Audio ist diese Wahl deaktiviert.

Die «Klangsteuerung» bietet eine grosse Auswahl an Klangbeeinflussung. Die einfachste (Klang), bei der sowohl die Höhen als auch die Bässe ±10 dB verändert werden können, ist auch direkt über die Sound-Taste verfügbar.
Die Dynamik-Kompensation (eine Art Kompressor zum Ausgleich von Lautstärkeschwankungen) lässt sich ein- und ausschalten oder in den Auto-Modus versetzen. Kino EQ ist eigentlich eine Höhenabsenkung und kann ein- oder ausgeschaltet werden. Der Equalizer bietet eine definitive Feinregelung: Neun Frequenzbereiche können zwischen -20 dB und + 6d B an die Räumlichkeiten und/oder den persönlichen Geschmack angepasst werden.

Eine der wohl wichtigsten Anpassungen ist die «Pegeljustierung»: Die einzelnen Lautsprecher lassen sich mittels des zuschaltbaren Rosarauschens (Testton) ±10 relativ zur Lautstärke justieren.

Zur optimalen Pegeljustierung steht ein Testton (Rosarauschen) zur VerfügungZur optimalen Pegeljustierung steht ein Testton (Rosarauschen) zur Verfügung

Bei den bis zu vier HDMI-Geräten, die man an die Corestation anschliessen kann sowie allen anderen (Audio-)Eingängen lassen sich die «Quellenpegel», d.h. die relative Lautstärke zwischen -10 und +10 anpassen. Für die diversen TV-Quellen ist dies natürlich nicht möglich (müsste, falls vorgesehen, am TV-Gerät getätigt werden).

«Audiozuordnung»: Sollte der Ton der vier HDMI-Eingänge nicht über HDMI ausgegeben werden, kann hier jedem Eingang ein anderer Audiokanal zugeordnet werden.

Um die verschiedenen Lautsprechergrössen, -aufstellungen und -kombinationen optimal an die Corestation anzupassen, bieten sich in der «LS-Konfiguration» unter Punkt LS-Grössen vier Einstellungen zur Wahl an, drei mit und eine ohne Subwoofer. Zusätzlich lassen sich hier die Trennfrequenz und die Phasenverschiebung zum Subwoofer einstellen. Um Bild und Ton synchron zu halten, besteht unter Lip Sync die Möglichkeit, für sämtliche Eingänge den Ton bis zu 200 ms zu verzögern. Im Abstand-Submenü lassen sich die Distanzen zu den Lautsprechern eingeben. Das System errechnet daraus die notwenigen Verzögerungen.

Der letzte Menüpunkt «System-Konf.» sollte eigentlich an erster Stelle stehen, sind hier doch die wichtigsten Grundeinstellungen zu finden. Unter Spezialtasten lassen sich die Tasten AV, 1, 2, 3, und 4 umprogrammieren, so dass die vier meist verwendeten Funktionen diesen Tasten zugewiesen werden können. Die Spezialtasten haben (wie vom Mausklick bekannt) eine Doppelfunktion: Ein Druck: Eingang X, Doppeldruck: Eingang Y. Über das Submenü HDMI werden drei wichtige Einstellungen ein- oder ausgeschaltet: CEC (=Consumer Electronics Control) ermöglicht das gemeinsame Ein- und Ausschalten von TV und Corestation und in vielen Fällen auch die Lautstärkenregelung über die Fernbedienung des Fernsehers. ARC (=Audio Return Channel) ist seit 2010 in den meisten Fernsehgeräten in einem HDMI-Eingang implementiert. Ermöglicht die einfachste Installation, da ein zusätzliches Audiokabel wegfällt. Passthrough bestimmt, ob das Audio der vier HDMI-Eingänge ebenfalls zum TV gelangen soll.

Autom. Absch.: Die Corestation geht nach 60 Minuten oder 30 Minunten Inaktivität oder nie in den Standby Modus. Mit Einschaltpegel bestimmt man, ob die Ausschalt-Lautstärke übernommen wird. Man kann jedoch auch eine feste Einschaltlautstärke zwischen -50 dB und 0 dB wählen. Unter Funkstrecken lassen sich Bluetooth-Geräte und/oder ein Funk-Subwoofer mit der Corestation verbinden. 3.1/5.1 bestimmt, was über den analogen Pre-Out ausgegeben wird.

Bedienung

Wie schon eingangs erwähnt, verfügt die Corestation über keinerlei Regler. Die gesamte Steuerung und alle Einstellungen erfolgen über die Fernbedienung und die Menüführung am Bildschirm.

Die Anzeigen verschwinden nach ein paar Sekunden InaktivitätDie Anzeigen verschwinden nach ein paar Sekunden Inaktivität

Dass das an sich übersichtlich gestaltete Menü sowie die entprechenden Einstellungsveränderungen (siehe Bild oben) jedoch nur auf dem entsprechenden HDMI-Eingang am Fernseher zu sehen ist, fand ich während der ausgedehnten Testphase eher mühsam. Deshalb wiederhole ich meine Empfehlung, möglichst alle HDMI-Geräte direkt an der Corestation anzuschliessen; dann werden auch alle Einstellungsveränderungen sichtbar (das Anzeigefenster verschwindet nach ca. 3 bis 4 Sekunden Inaktivität). Natürlich funktionieren die meisten Einstellungsveränderungen auch sonst, werden jedoch nicht angezeigt.

Fernbedienung

Die Fernbedienung ist zwar übersichtlich, birgt aber noch Verbesserungspotential

Ebenso aussergewöhnlich wie die Corestation selbst ist die dazu gehörende Fernbedienung. Es ist, soweit ich mich erinnern kann, der erste Remote Controller, der nicht aus Kunststoff, sondern aus Metall gefertigt ist, und nicht mit einer (oder zwei) AA oder AAA Batterien, sondern mit einer Knopfzelle (CR2025H) gespiesen wird, die nur nach dem Öffnen des unteren Endes (zwei Schrauben) zugänglich ist. Laut Teufel sollte man die Batterie nach spätestens zwei Jahren ersetzen. Da die Corestation ohne Batterie nicht bedient werden kann, ist eine greifbare Ersatzbatterie wohl empfehlenswert.

Das Metallgehäuse macht selbstverständlich einen wertigen, stabilen Eindruck, doch ist es kalt und relativ schwer und nicht besonders griffig. Vor allem das «kalt» wurde als erstes von weiteren Benutzern bemängelt.

Und wenn wir schon beim Bemängeln sind: Die Teufel Fernbedienung wirkt nicht eben überladen (was an und für sich positiv wäre). Doch weshalb müssen die fünf programmierbaren Auswahltasten (AV, 1, 2, 3 und 4) Doppelfunktionen haben, also z.B. die AV Taste: 1 x drücken = HDMI 1, 2 x drücken = HDMI 2. Ja, ich weiss, sie sind ja einfach umprogrammierbar, doch wäre es meiner Meinung nach benutzerfreundlicher, zehn fix beschriftete, nicht programmierbare Tasten zu haben, auch wenn man nur drei oder vier davon regelmässig benützt.

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Einsatztest 1

Verwendete Lautsprecher:
Front (Stereo): zwei grosse, geschlossene 3-Weg Audix Studio-Lautsprecher mit satten, klar definierten Bässen (deshalb kann auf einen Subwoofer verzichtet werden)
Center: kleine Hi-Fi Box von Canton
Back: zwei kleine Hi-Fi-Boxen von Teac
Audioverbindung: Analog Stereo (Cinch)

Korrekte Einstellungen der Corestation unter LS-Grössen (LSS0 = Grosse Frontboxen, Center- und Surround-LS klein, ohne Subwoofer) sowie Lip-Sync und Abstand optimiert, TV-Ton stumm.

Wie erwartet wird der Stereosound des Fernsehers in der 3.1 Stellung hervorragend wiedergegeben. 5.1 ergibt zwar eine Art «Surround», doch ist der «doppelte Stereoeffekt» vor allem für Dialoge eher nachteilig. Die beiden Dolby-Einstellungen tragen auch nicht unbedingt positiv zum Klangbild bei, wenn der Ton nicht Dolby codiert gesendet wird.

Ein direkt an den HDMI-Eingang der Corestation angeschlossener Blu-Ray-Player bringt dann jedoch das «Yes»-Erlebnis, da sowohl DTS als auch Dolby Digital codierte Audiotracks nun korrekt und vollmundig (oder besser vollohrig) den Raum füllen. Dasselbe gilt auch für aufgezeichnete Filme über einen Mediaplayer abgespielt. Hier wirken sogar die beiden Dolby-Einstellungen überzeugend.

Auch von anderen Testpersonen wurde bemängelt, dass Einstellungsänderungen bei nicht direkt an der Corestation angeschlossenen Quellen «blind» erfolgen müssen. Und wenn man den entsprechenden HDMI-Eingang am Fernseher wählt, der diese Änderungen sichtbar machen würde, hört man den Ton, den man anpassen möchte, nicht mehr: Mission Impossible!

Cubycon 2 Complete

Neben der «Standalone» Corestation bietet die Firma Teufel auch ein Komplett-Surroundset namens Cubycon 2 Complete an, das es in schwarz oder weiss gibt. Dieses Set umfasst neben der Corestation (nur in schwarz, da ja auch unsichtbar montierbar) einen Flachsubwoofer T4000 (schwarz, mit weissen Seiten), fünf Satelliten-Lautsprecher CUB 2 FRC, sowie ein aussergewöhnlich wertiges, flaches HDMI-Kabel und 30 m Lautsprecherkabel. Zusätzlich, falls man den Subwoofer kabellos montieren möchte, ist ein Subwoofer Wireless Modul separat erhältlich, das in den vorgesehenen Schacht eingeschoben wird.

Die Lautsprecher des Cubycon 2 Complete Sets: 5 Satelliten-Böxchen und 1 Subwoofer (die Satelliten gibt’s auch in weiss)Die Lautsprecher des Cubycon 2 Complete Sets: 5 Satelliten-Böxchen und 1 Subwoofer (die Satelliten gibt’s auch in weiss)

Alle Teile des Cubycon Sets sind sauber gefertigt und vermitteln einen entsprechend qualitativ hochwertigen Eindruck. Der Subwoofer bringt über 13 kg auf die Waage. Ihm sind noch zwei selbstklebende Gummipuffer (die je nach Aufstellungsart und -ort als Resonanzdämpfer wirken können), ein Kabelbinder, sowie das benötigte Netzkabel (auch dieses noch mit deutschem Schuko-Stecker) beigepackt.

Der beinahe ein Meter lange Basserzeuger lässt sich auf unterschiedlichste Art installieren: Direkt unter dem TV (der max. 50 kg schwer sein darf), unter dem Sofa (sofern Platz), eigentlich überall im Raum – sogar an die Wand montieren lässt er sich. Dabei kann man wählen, ob man die Treiber sehen will oder nicht, da die Montageschienen, die clever unter den weissen Seitenteilen versteckt sind, umgedreht werden können.

Am T4000 finden wir (neben dem Netzhauptschalter) diverse Anschlüsse und Einstellmöglichkeiten. Nach dem Einschubschacht für das Wirelessmodul folgt die Pairingtaste mit Kontroll LED (sollte die Verbindung zur Corestation nicht automatisch erfolgen). Die Cinch-Eingangsbuchse wird im Kabelbetrieb mit der Sub Out der Corestation verbunden. Mit dem Autolevel-Regler kontrolliert man die Einschaltempfindlichkeit des automatischen Ein-/Ausschaltens des Subwoofers; darüber befinden sich die Power- und die Clip-LED. Die Lautstärkeregelung erfolgt mit dem Sub-Level Poti, daneben das High-Pass Poti, mit dem die Einsatzfrequenz bestimmt werden kann. Die drei folgenden Schiebeschalter bestimmen die Einschaltart (dauernd/auto), den Eingang (wireless/Cinch) und die Phase (±180°).

Die Einstellmöglichkeiten des Subwoofers, hier ohne Wireless Modul (links der abgedeckte Schacht)Die Einstellmöglichkeiten des Subwoofers, hier ohne Wireless Modul (links der abgedeckte Schacht)

Die fünf Satelliten-Böxchen sind je 1.2 kg schwer, lassen sich aufstellen oder sowohl vertikal als auch horizontal an die Wand hängen. Es gibt sogar optional noch eine Wandhalterung oder einen Standfuss im Teufel-Webshop. Zu jeder Box werden vier Gummipuffer zur Resonanzdämpfung sowie ein magnetisch haftendes Teufel-Logo mitgeliefert.

Auch die Satelliten-Böxchen sind bis ins Detail durchdacht und perfekt gefertigtAuch die Satelliten-Böxchen sind bis ins Detail durchdacht und perfekt gefertigt

Da das Cubycon 2 Set wirklich «complete» ist (ausser Dübel und Schrauben für eine evtl. Wandmontage), stand unseren weiteren Tests nach kürzester Zeit nichts mehr im Weg.

Einsatztest 2

Im Lieferumfang des Cubycon enthalten ist auch das flache HDMI-KabelIm Lieferumfang des Cubycon enthalten ist auch das flache HDMI-Kabel

Verwendete Lautsprecher: Cubycon 2 Complete Set
Audioverbindung: Analog Stereo (Cinch), da älterer Fernseher

Korrekte Einstellungen der CoreStation unter LS-Grössen (SSS1 = Alle LS klein, mit Subwoofer) sowie Lip-Sync und Abstand optimiert, TV-Ton stumm.

Das zur Bedienung im Einsatztest 1 gesagte, trifft natürlich immer noch zu. Es ging hier ausschliesslich um einen Soundvergleich zwischen meinen bestehenden Lautsprechern und den Speakern des Cubycon Sets.

Das Resultat: Beide Systeme klingen unterschiedlich (war zu erwarten). Bei echtem Dolby Digital und DTS war das Cubycon Set eindeutig das überlegene, bot klare, transparente Höhen, leichtverständliche Dialoge und pfundige Special Effects - kurz ein hervorragendes Surroundgefühl.

Einsatztest 3

Verwendete Lautsprecher: Cubycon Complete 2 Set
Fernseher der neusten Generation
Audioverbindung HDMI ARC resp. Optical Digital
Kleiner, akustisch gedämpfter/optimierter Raum

In der ersten Aufstellung, in der der Subwoofer nach unten abstrahlend als TV-Ständer diente, war der Sound schon sehr gut, doch mit dem Subwoofer seitlich stehend an der Wand kam, vor allem bei Blu-Rays, echtes Kinofeeling auf. Und ich war nicht der einzige, der sich durch den Surroundsound richtiggehend in den Filmbann gezogen fühlte.

Natürlich benötigt man eine gewisse Lautstärke, um das volle Vergnügen zu erleben und sich im Filmabenteuer zu verlieren. Wenn man diese «Fühl-Lautstärke» jedoch benützen darf, ist das Erlebnis grossartig (möglicherweise sollte man die Nachbarn zum Kinoabend einladen ...).

Zusätzliches

Via Bluetooth angeschlossener Mac

Der eingebaute FM-Tuner bietet, was er verspricht. Allerdings weiss ich nicht, wie oft ich diesen verwenden würde, da man auch hier ohne eingeschalteten Fernseher im Bedienungsdunkel tappt.

Bluetooth funktioniert schnell und problemlos. Innert weniger Sekunden und ein paar Mausklicks konnte ich meinen Mac mit der Corestation verbinden und meine Musiksammlung über die Teufel-Anlage geniessen.

Zu den Preisen

Da Teufel den Zwischenhandel ausschliesst, kann nur übers Internet eingekauft werden. Deshalb muss man zu den aktuellen Preisen, die auf der Website von Teufel zu finden sind, noch evtl. Versandkosten (sind bei den Produkten aufgelistet), plus Verzollungskosten (durch den Transporteur), plus Zollabgaben, plus 8% MWSt (auf dem Gesamtbetrag= Warenwert + Versandkosten).

Beim Cubycon 2 Complete Set, also der gesamten Anlage inkl. Corestation, betrug der zusätzlich durch den Besteller zu begleichende Betrag rund CHF 300, was den Gesamtpreis der Anlage auf CHF 1900 erhöht.

Im Falle einer Garantiereparatur erhielt ich von Teufel folgende Auskunft: «Die Ware wird kostenlos abgeholt und wieder kostenlos (ohne Zollgebühren) geliefert. Sollte der Zoll trotzdem verrechnet werden, wird dieser Betrag zurückerstattet.»

Fazit

Die Corestation von Teufel ist ein sauber gefertigter, hervorragend klingender und vielseitig einsetzbarer AV-Receiver zu einem überraschenden Preis. Dasselbe gilt auch für die gesamte Cubycon 2 Complete Anlage.

Fast zu schade, um versteckt zu werden: Die Corestation ist schlicht schickFast zu schade, um versteckt zu werden: Die Corestation ist schlicht schick

Mich persönlich hat das Bedienungskonzept «Menüsteuerung via Fernbedienung und HDMI auf dem Fernseher» nicht völlig überzeugt: Zwar wird die Menüführung dadurch wesentlich übersichtlicher als in einem kleinen Display, doch verunmöglicht es in vielen Fällen eine schnelle, visuell unterstützte Handhabung.

Auch dass die Steuerung ausschliesslich via Remote möglich ist, verunsichert mich etwas - es wäre ideal, wenn zumindest die wichtigsten Funktionen wie Ein/Aus, Input und Lautstärke notfalls am Gerät bedient werden könnten.

Wem diese Vorbehalte unwichtig erscheinen, der darf sich sowohl mit der Corestation als auch mit dem Cubycon Set über eine hervorragend klingende Anlage mit einem (trotz der oben erwähnten Zusatzkosten) exzellenten Preis-Leistungsverhältnis freuen.

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