TESTBERICHT
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Audeze El-8 Titanium – reichhaltig analog

Der Audeze El-8 Titanium ist gross und gewichtig und dennoch angenehm zu tragen.Der Audeze El-8 Titanium ist gross und gewichtig und dennoch angenehm zu tragen.

Der EL-8 Titanium von Audeze ist das Flaggschiff dieses Tests. Der geschlossene Over-Ear-Kopfhörer ist mit diesen grossflächigen Magnetostaten ausgerüstet und bezieht die ganze Ohrmuschel in den Empfang der edlen Schallwellen ein. Die Qualität ist ausgezeichnet und der Tragkomfort toll, trotz der gewichtigen Konstruktion. Als High-End-Kopfhörer bezeichnet, weckt er auch mit seinem Preis von 849 CHF grosse Erwartungen.

Die Konnektivität zum Lightning-Stecker wird ebenfalls mit dem im Kabel integrierten Cipher-Modul bewerkstelligt.

Die Klangbühne ist sehr, sehr ausgewogen und die Abbildung der Musiker ist sehr gut. Bestechend ist die Ausgewogenheit und Souveränität des Kopfhörers in dieser Disziplin.

Blick auf den Magnetostaten, eine grossflächige und gleichmässig bewegte Membrane.Blick auf den Magnetostaten, eine grossflächige und gleichmässig bewegte Membrane.

Auch der Mitteltonbereich überzeugt mit einem wunderschönen, klaren Auftritt. Vielleicht nicht ganz so genial, wie der kürzlich getestete Nightowl, der hier wirklich Massstäbe setzt.

Der Bassbereich ist extrem souverän: Intensiv, prominent, tiefreichend und immer perfekt kontrolliert. Im Hochtonbereich gibt es hingegen ein leichtes Defizit. Es gibt da Dellen, welche den Detailreichtum beeinträchtigen. Eigentlich wurde das sehr gut kaschiert, fällt also nicht wirklich ins Gewicht, aber man hört das, wenn man es einmal bemerkt hat.

Insgesamt liefert der Titanium eine grossartige Vorstellung ab mit einem Plus an High-End-Feeling und einem ausgesprochen analogen Timbre. Damit kratzt er am Klangniveau der ganz grossen Kopfhörer unserer Zeit.

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Audeze komprimiert das bewährte magnetostatische Funktionsprinzip verwegen in eine In-Ear-Bauweise und erzeugt mit einem spannenden Design, einer Mischung von Retro-Lochblech und Futurismus einen "Habenwollen-Effekt". Wenn da nur nicht 649 CHF auf dem Preisschild stünden. Immerhin kennt der gut informierte Kopfhörer-Aficionado High-End-In-Ears, die deutlich teurer sind.

Die damit gehörte Musikdarbietung ist aber nicht von schlechten Eltern und genau das Richtige für den Kenner, der mit den grossen Überohr-Kannen nicht warm werden will. Man geniesst eine räumliche Darstellung, die sich vor allem durch eine wunderbare Ortungsschärfe auszeichnet. Das bringt die Präsenz der Musiker so richtig ins Bewusstsein. Macht sie lebendig. Man kann gut damit leben, dass die räumlichen Dimensionen nicht überaus gross sind, aber gleichmässig, mit einer Tendenz zu einer hohen Klangbühne.

Der Bassbereich ist kraftvoll, kontrolliert und linear und damit eher unauffällig. Bass-Boost für Bass-Fetischisten überlässt man den Equalizern in den Abspielgeräten. Dort gehören Klanganpassungen auch hin. In den Schallwandlern haben sie nichts zu suchen. Punkt. Beim Mitteltonbereich sind keine Auffälligkeiten zu vermelden, also weder Highlights noch Schwächen.

Die Höhen kommen leicht und luftig, geradezu perlend ins Bewusststen. Für einige vielleicht etwas zu präsent, abhängig von Hörpräferenzen und den Klangeigenschaften der Aufnahmen. Die Auflösung des Klanggeschehens ist sehr gut, nicht exzessiv und auch sehr geeignet für Klassik und Choräle.

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