TESTBERICHT
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Die Fotos aus der HX90V können auf den ersten Blick voll überzeugen. Sie sind scharf, kontrastreich und sehr farbenfroh, wirken manchmal fast schon etwas künstlich. Wenn man sie bei genauer betrachtet, sieht man eine starke elektronische "Behandlung". Sie wirken dann wie auf Leinwand oder Raufasertapete gemalt.

Diese Hintergrundstruktur erscheint bereits bei Aufnahmen ab ISO 160. Bilder im Tele-Anschlag zeigen an harten Kanten oft pinke und blaugrüne Farbsäume. Verkleinert betrachtet oder in Standardgrössen ausgedruckt sind sie dennoch absolut alltagstauglich.

Die Farben in Videoclips brachte die Sony-Kamera auch sehr kräftig und natürlich zur Geltung. Im Telebereich ebenfalls mit den obigen Farbsäumen.

Wer gerne mit kleinem Gepäck reist, findet in der Sony Cyber-Shot DSC-HX90V eine starke Kamera mit umfangreicher Ausstattung in Hosentaschengrösse. Die HX90V ist für 479 Franken im Handel erhältlich.

Praktischer Einsatz

Bei Tageslicht liegen die 18-Megapixel-Fotos bei Kantenschärfe und Bildrauschen auf einem erfreulich hohen Niveau. Bei Dämmerlicht und Aufnahmen in Innenräumen ab ISO 800 fällt die Qualität sichtlich ab, vor allem im Telebereich. Weitwinkelaufnahmen sind meist noch zu gebrauchen. Wer die Fotos im RAW-Format aufnimmt, kann sie in einem externen Programm wie etwa Lightroom nachträglich noch verbessern.

Mit ihren 4K-Videoaufnahmen übertrumpft die TZ81 das übrige Kamera-Testfeld. Die Videobilder, bei genügend Licht gedreht, überzeugen durch ihre unglaubliche Schärfe und ihren Detailreichtum.

Die Panasonic Lumix TZ81 ist eine attraktive kleine Reisezoom-Kamera, die ihrem "Traveller"-Namen alle Ehre macht. Sie ist sehr umfangreich ausgestattet und fängt mit ihrem 30-fachen Zoom nahezu jedes Motiv ein.

Mit den kreativen 4K-Funktionen ist sie ein idealer Begleiter für alle, die neben Fotos auch Wert auf sehr gute Videoaufnahmen legen – in den Ferien und auf Reisen. Die Lumix TZ81 ist in Schwarz oder Silber-Schwarz für 549 Franken erhältlich.

Das 40-fache Zoom der Canon Powershot SX720 HS in Weitwinkel- und Tele-Einstellung. Im linken Foto befindet sich der Kirchturm in der Bildmitte.Das 40-fache Zoom der Canon Powershot SX720 HS in Weitwinkel- und Tele-Einstellung. Im linken Foto befindet sich der Kirchturm in der Bildmitte.

Nikon Coolpix P900 – die lange Röhre

Mit seinem 83-fachen Zoombereich und dem massiven Objektiv-Rohr beeindruckt die Nikon P900 schon rein äusserlich. Damit schaut man auf der Safari ins Auge des Löwen oder fängt am Nachthimmel Details ein, die man von Auge nicht sieht.

Die lichtstarke Linse verspricht ausgezeichnete Bilder, und der 1/2.3 Zoll grosse Bildsensor mit 16 Megapixel ist eine gute Kombination.

Bei Fotografieren vergrössert eine eigene "Überblickstaste" vorübergehend den Blickwinkel, damit das Motiv leichter eingerahmt werden kann. Serienaufnahmen gibt es in acht Varianten. Inklusive einer "Pre-Shot-Cache" Funktion, um den perfekten Moment nicht zu verpassen.

Mit eingebautem GPS können Aufnahmeorte protokolliert und über Wi-Fi und NFC sofort freigegeben werden.

Die bullige Bridgekamera liegt sehr gut in der Hand und lässt sich auch mit gröberen Wurstfingern sicher bedienen. Mit den vielen Direkt-Tasten und individuell belegbaren Funktionstasten sowie drei Wahlrädchen am Gehäuse lässt sich die Kamera zügig einstellen.

Der Bildschirm ist in alle Richtungen schwenkbar und erlaubt die unmöglichsten Aufnahmepositionen ohne körperliche Verrenkungen. Das Display lässt sich nach innen schliessen, sodass es beim Transport gut geschützt ist.

Dank elektronischem Sucher sieht man die Motive auch im Sonnenlicht. Er neigt jedoch baubedingt zu "Regenbogen-Blitzern", was jedoch nicht jedem Benutzer gleich störend auffällt. Ein weit hochklappender Blitz sorgt auch im Dunkeln für gute Bilder.

Aufnahmen aus freier Hand werden vom optischen Bildstabilisator wirkungsvoll entwackelt. Auch im vollen Tele-Anschlag bei 2000 mm erhält man erstaunlich scharfe Fotos. Da sich dabei die Lichtstärke verschlechtert (bis f6,5), sollte man speziell bei wenig Licht darauf achten, dass die ISO-Automatik kein Rauschen ins Bild bringt. Oder dass durch zu aggressive Rauschunterdrückung die Details in den Fotos "zuschmieren".

Der Autofokus hält das Motiv schnell und sicher in der Schärfe. Zumindest Beim Fotografieren. Wer Videoaufnahmen macht, merkt schnell, dass dies nicht unbedingt die Paradedisziplin der P900 ist.

Zum einen ist der Zoomantrieb klar und deutlich auf den Videos zu hören, zum andern hat der permanente Autofokus öfters Mühe scharfzustellen. Belichtungseinstellungen beim Filmen sind zudem stark eingeschränkt.

Bildqualität und Fazit

Fotos werden mit der Nikon Coolpix P900 im Weitwinkelbereich farbtreu und bis in die Ecken scharf gezeichnet aufgenommen. Im Tele-Anschlag sind bei genügend Licht ebenfalls sehr gute Resultate erzielbar – so lange man die Rauschkorrektur im Auge behält.

Die P900 ist eine ideale Kamera für alle, die weit Entferntes nah heranholen möchten. Sei dies am Himmel, bei der Vogelbeobachtung oder auf Safari. Die ausgezeichnete Bildstabilisierung kann auf Reisen und in engen Umgebungen ein Stativ ersetzen.

Die sehr gute Bildqualität und der enorme Brennweitenbereich haben jedoch ihren Preis. So ist die Nikon-Kamera die grösste und mit über 900 Gramm auch die schwerste im Vergleich. Wer mehr als nur schnelle Urlaubs-Schnappschüsse im Sinn hat und das Mehrgewicht auf sich nimmt, wird mit der 648 Franken teuren Coolpix P900 sehr zufrieden sein.

Praktischer Einsatz

Olympus Tough TG-4 – der tauchende Indianer

Die Olympus Tough TG-4 ist bis 15 m Tiefe wasserdicht und kennt auch sonst keine Schmerzen.Die Olympus Tough TG-4 ist bis 15 m Tiefe wasserdicht und kennt auch sonst keine Schmerzen.
Die Olympus Tough TG-4 ist bis 15 m Tiefe wasserdicht und kennt auch sonst keine Schmerzen.Die Olympus Tough TG-4 ist bis 15 m Tiefe wasserdicht und kennt auch sonst keine Schmerzen.

Etwas martialisch kommt sie daher, die Olympus Tough TG-4. Ein solider Metallrahmen mit robustem Hartplastikgriff und breiter Befestigungsöse für den strapazierfähigen Tragriemen warten nur darauf, dass es richtig dreckig abgeht.

Stolz zeigt die Kamera auf der Vorderseite, was sie alles draufhat: Wasserdicht bis zu 15 m Tiefe und stossfest bei Stürzen aus bis zu 2,1 m Höhe. Zudem ist sie bruchsicher bis zu 100 kg und frostsicher bis -10 °C.

Ein GPS-Empfänger, WiFi und eine LED-Leuchte sind eingebaut. Das Display kann Kompass, Manometer und Koordinaten anzeigen. Das 4-fach-Weitwinkelzoom beginnt bei 25 mm und ist zusammen mit der Lichtstärke von f2.0 ideal für Unterwasser-Fotografie und Aufnahmen bei wenig Licht.

Praktischer Einsatz

Bevor es losgeht, warnen Hinweise im Display vor offenen Klappen. Die abgedichteten Türchen für den Akku und die Kabelanschlüsse sind doppelt gesichert.

Die Kamera ist schnell startklar. Das Programmwahlrad reagiert zügig und über die Pfeiltasten lässt es sich leicht durch das Schnellmenü und das Einstellmenü navigieren. Der Unterwasser- und Mikroskop-Modus sind die Spezialitäten der Tough TG-4. Für Anfänger gibt es die intelligente Automatik.

Der Bildschirm ist nicht berührungsempfindlich. Man kann die Kamera für gewisse Befehle jedoch per Klopfzeichen steuern, indem man links, rechts, oben und hinten "anklopft". Nein, kein Witz, das ist echt wahr. Dies kann zum Beispiel im Modus "Schnee" beim Aufnehmen eines Fotos mit dicken Handschuhen ganz praktisch sein.

Die Bedienung der kleinen Zoomwippe ist gewöhnungsbedürftig. Sie benötigt relativ starken Druck. Ein/Aus-Schalter und Auslöser sind eingekapselt und sind so gegen zufälliges Betätigen geschützt.

Gut gefallen haben der schnelle Autofokus, der auch bei wenig Licht zügig scharfstellt. Auch die flexible Panoramafunktion mit Zielmarken macht Spass. Die vielen Hilfstexte in klarem Deutsch sind ebenfalls ein Plus.

Weniger günstig ist die Daumenauflage platziert. Hält man die Kamera an dieser Stelle, werden die meisten Bedienelemente an der Rückseite verdeckt.

Bildqualität und Fazit

JPEG-Fotos aus der TG-4 sind für diese Kameraklasse ok. Die Aufnahmen haben kräftige Farben und sind ausgewogen belichtet, in einigen Modi wie etwa "Landschaft" werden sie jedoch überschärft. Auf "Standard" wiederum gestellt wirken sie zu weich.

Ab ISO 400 werden JPEG-Bilder stark entrauscht und Kanten-Artefakte (Chromatische Aberration) werden entfernt. Viele Details gehen dabei verloren oder werden verschmiert.

Ein Tipp: Fotos im RAW-Format aufnehmen und in Lightroom oder einem ähnlichen RAW-Konverter bearbeiten. Es ist erstaunlich, was man dann noch aus den Bildern herausholen kann.

Die Videoclips sind zu gebrauchen, wenn während der Aufnahme nicht gezoomt wird. Ansonsten wabert es im Bild, und der Autofokus braucht oft Bedenkzeit, bis er die neue Schärfe gefunden hat.

Die Olympus Tough TG-4 ist sehr kompakt, auch im Einsatz. Kein Blitz poppt auf, kein Objektivrohr fährt aus, kein Sucher steht vor. Wer sich am kleinen Zoombereich nicht stört und eher die gute Weitwinkel-Optik schätzt, wird sie bald liebgewonnen haben.

Für alle Eltern mit Wasserratten, für Schnorchler, Strandnixen, Sandburgenbauer, Outdoor-Sportler und "Mikroskopler" ist die Tough TG-4 sowieso eine gute Wahl mit hohem Spassfaktor. Sie ist in Schwarz und Rot für 499 Franken erhältlich.

JPEG-Fotos aus der TG-4 sind für diese Kameraklasse ok. Die Aufnahmen haben kräftige Farben und sind ausgewogen belichtet, in einigen Modi wie etwa "Landschaft" werden sie jedoch überschärft. Auf "Standard" wiederum gestellt wirken sie zu weich.

Ab ISO 400 werden JPEG-Bilder stark entrauscht und Kanten-Artefakte (Chromatische Aberration) werden entfernt. Viele Details gehen dabei verloren oder werden verschmiert.

Ein Tipp: Fotos im RAW-Format aufnehmen und in Lightroom oder einem ähnlichen RAW-Konverter bearbeiten. Es ist erstaunlich, was man dann noch aus den Bildern herausholen kann.

Die Videoclips sind zu gebrauchen, wenn während der Aufnahme nicht gezoomt wird. Ansonsten wabert es im Bild, und der Autofokus braucht oft Bedenkzeit, bis er die neue Schärfe gefunden hat.

Die Olympus Tough TG-4 ist sehr kompakt, auch im Einsatz. Kein Blitz poppt auf, kein Objektivrohr fährt aus, kein Sucher steht vor. Wer sich am kleinen Zoombereich nicht stört und eher die gute Weitwinkel-Optik schätzt, wird sie bald liebgewonnen haben.

Für alle Eltern mit Wasserratten, für Schnorchler, Strandnixen, Sandburgenbauer, Outdoor-Sportler und "Mikroskopler" ist die Tough TG-4 sowieso eine gute Wahl mit hohem Spassfaktor. Sie ist in Schwarz und Rot für 499 Franken erhältlich.

Das 4-fache Zoom der Olympus Tough TG-4 in Weitwinkel- und Tele-Einstellung. Im linken Foto befindet sich der Kirchturm in der Bildmitte.Das 4-fache Zoom der Olympus Tough TG-4 in Weitwinkel- und Tele-Einstellung. Im linken Foto befindet sich der Kirchturm in der Bildmitte.

Panasonic Lumix TZ81 – der 4K-Reisekünstler

Eine kleine, vielseitige Reisekamera für Fotos und Videos: Panasonic Lumix Travellerzoom TZ81.Eine kleine, vielseitige Reisekamera für Fotos und Videos: Panasonic Lumix Travellerzoom TZ81.

Bei den Travellerzoom-Kameras von Panasonic lautet das diesjährige Motto UHD-Video, 4K-Foto und Hybrid-Kontrast-Autofokus.

Die Lumix DMC-TZ81 ist mit 30-fachem Zoom, elektronischem Sucher, Touch-Display, 5-Achsen-Bildstabilisierung, Objektivring, zwei Einstellrädchen und vier Funktionstasten am Gehäuse reichhaltig ausgestattet.

Mit UHD-Video kommen qualitätsbewusste Reisefilmer auf ihre Kosten und dank 4K-Foto-Modi können gezielt einzelne Bilder aus Serienaufnahmen als 8 Megapixel grosse Fotos gespeichert werden. Der 4K-Post-Fokus erlaubt gar die nachträgliche Schärfeverlagerung im Bild.

Die höchste Fotoauflösung beträgt 18 Megapixel. Mit Lichtstärken von F3.3 – 6.4 liefert das Objektiv keine überragenden Werte, ist jedoch für die meisten Motive ausreichend.

Praktischer Einsatz

Hat man(n) sich an die etwas kleinen Bedienungselemente gewöhnt, lassen die Einstellungsmöglichkeiten der TZ81 über Tasten und Rädchen kaum noch Wünsche offen. Wer gerne herumfingert, kommt mit dem fest verbauten Touchscreen ebenfalls auf seine Kosten. Ein Druck genügt, und der Fokusbereich ist eingestellt, kann vergrössert, verkleinert und verschoben werden.

Per Fingerdruck lässt sich die Belichtung irgendwo im Bild messen und fixieren. Und per Touch-Auslöser wird auch gleich noch das Foto geschossen. Der neue Hybrid-Kontrast-Autofokus reagierte verblüffend schnell und stellte präzise scharf – genügend Licht und Kontrast vorausgesetzt.

Manuelles Scharfstellen gelingt am besten durch Drehen am griffigen Objektivring, unterstützt durch eine "Peak"-Anzeige. Diese hebt scharfe Kanten hervor. Scheint die Sonne aufs Display, hilft der fest eingebaute Sucher weiter. Leider ist er etwas gar klein geraten.

Beim Videofilmen darf man mit der TZ81 zoomen und schwenken. Fokus- wie Zoommotor arbeiten sehr leise. Die Touch-Eingabe ermöglicht auch hier sanfte Fokusübergänge. Das Ausprobieren der vielen 4K-Funktionen kann süchtig machen. Deshalb gilt: Die Ferienbegleitung und das Relaxen nicht vernachlässigen!

Bei Tageslicht liegen die 18-Megapixel-Fotos bei Kantenschärfe und Bildrauschen auf einem erfreulich hohen Niveau. Bei Dämmerlicht und Aufnahmen in Innenräumen ab ISO 800 fällt die Qualität sichtlich ab, vor allem im Telebereich. Weitwinkelaufnahmen sind meist noch zu gebrauchen. Wer die Fotos im RAW-Format aufnimmt, kann sie in einem externen Programm wie etwa Lightroom nachträglich noch verbessern.

Mit ihren 4K-Videoaufnahmen übertrumpft die TZ81 das übrige Kamera-Testfeld. Die Videobilder, bei genügend Licht gedreht, überzeugen durch ihre unglaubliche Schärfe und ihren Detailreichtum.

Die Panasonic Lumix TZ81 ist eine attraktive kleine Reisezoom-Kamera, die ihrem "Traveller"-Namen alle Ehre macht. Sie ist sehr umfangreich ausgestattet und fängt mit ihrem 30-fachen Zoom nahezu jedes Motiv ein.

Mit den kreativen 4K-Funktionen ist sie ein idealer Begleiter für alle, die neben Fotos auch Wert auf sehr gute Videoaufnahmen legen – in den Ferien und auf Reisen. Die Lumix TZ81 ist in Schwarz oder Silber-Schwarz für 549 Franken erhältlich.

Etwas martialisch kommt sie daher, die Olympus Tough TG-4. Ein solider Metallrahmen mit robustem Hartplastikgriff und breiter Befestigungsöse für den strapazierfähigen Tragriemen warten nur darauf, dass es richtig dreckig abgeht.

Stolz zeigt die Kamera auf der Vorderseite, was sie alles draufhat: Wasserdicht bis zu 15 m Tiefe und stossfest bei Stürzen aus bis zu 2,1 m Höhe. Zudem ist sie bruchsicher bis zu 100 kg und frostsicher bis -10 °C.

Ein GPS-Empfänger, WiFi und eine LED-Leuchte sind eingebaut. Das Display kann Kompass, Manometer und Koordinaten anzeigen. Das 4-fach-Weitwinkelzoom beginnt bei 25 mm und ist zusammen mit der Lichtstärke von f2.0 ideal für Unterwasser-Fotografie und Aufnahmen bei wenig Licht.

Die Sony DSC-HX90V ist eine sehr kompakte Reisekamera mit 30-fachem optischem Zoom und Klapp-Display.Die Sony DSC-HX90V ist eine sehr kompakte Reisekamera mit 30-fachem optischem Zoom und Klapp-Display.

Die HX90V ist eine der kleinsten Superzoom-Kameras auf dem Markt. Mit einem 30-fachen Zoombereich, optischem Bildstabilisator, eingebautem GPS, Pop-Up-Blitz und einem bemerkenswerten OLED-Sucher ist sie üppig ausgestattet. Hinzu kommt ein 3-Zoll-Display ohne Touch-Eingabe, dafür mit 180-Grad-Klappfunktion. Damit sind Selfies im Handumdrehen erstellt.

Ein Moduswahlknopf oben, ein Einstellrad hinten und ein Objektivring ermöglichen trotz der winzigen Abmessungen eine sichere Bedienung. Full-HD-Videoaufnahmen sind in verschiedenen Formaten möglich. Mit WiFi und NFC sind schnell Kontakt zu Smartphone und Internet hergestellt.

Praktischer Einsatz

Per Schieberegler springt der Sucher aus dem Gehäuse. Ein Näherungssensor aktiviert ihn automatisch, sobald man sich mit dem Auge dem Sucher nähert. Im Test schaute ich durch und sah erst mal alles unscharf. Ach so, erst noch den Regler mit zwei Fingern weiter herausziehen, dann funktioniert es.

Danach war jeweils eine Wohltat, durch diesen winzigen OLED-Sucher zu blicken. Kräftige Farben und erstaunliche Schärfe machen das Fotografieren damit zum Vergnügen. Besonders, wenn durch grelles Sonnenlicht nichts mehr auf dem Bildschirm zu erkennen war.

Kleiner Nachteil: Wird der Sucher wieder eingefahren, schaltet sich die Kamera aus. Unter der kryptischen Menü-Einstellung "Fkt. f. geschloss. VF" kann diese Automatik abgeschaltet werden.

An einem geriffelten Aufsatz hält man die sonst etwas rutschige HX90V fest im Griff. Die Videotaste ist sehr nahe an der Daumenauflage platziert und kann deshalb schon mal ungewollt ausgelöst werden.

Mit der "intelligenten" und der "überlegenen Automatik" sind die ersten Fotos schnell geschossen. Mehr Kreativität bieten die manuellen PSAM-Modi, ein Schwenkpanorama sowie 28 Szenenprogramme und Filtereffekte. Den Funktionstasten und dem Steuerring können häufig benutzte Funktionen zugeordnet werden.

Besonders gefallen hat der grosse Zoombereich, der mit 24–720 mm so ziemlich alles einfängt, was einem im Urlaub vor die Linse gerät. Dank intelligentem Steady-Shot werden auch Videoaufnahmen im Telebereich wirkungsvoll stabilisiert. Wird dabei gezoomt, ist ein leises Surren auf den Videos zu hören. Der Nachführ-Autofokus beim Filmen arbeitet recht zügig und zuverlässig.

Der aufklappbare Bildschirm ist sehr praktisch und ermöglicht auch unauffällige Aufnahmen "aus der Hüfte".

Das 30-fache Zoom der Panasonic Lumix TZ81 in Weitwinkel- und Tele-Einstellung. Im linken Foto befindet sich der Kirchturm in der Bildmitte.Das 30-fache Zoom der Panasonic Lumix TZ81 in Weitwinkel- und Tele-Einstellung. Im linken Foto befindet sich der Kirchturm in der Bildmitte.

Die Fotos aus der HX90V können auf den ersten Blick voll überzeugen. Sie sind scharf, kontrastreich und sehr farbenfroh, wirken manchmal fast schon etwas künstlich. Wenn man sie bei genauer betrachtet, sieht man eine starke elektronische "Behandlung". Sie wirken dann wie auf Leinwand oder Raufasertapete gemalt.

Diese Hintergrundstruktur erscheint bereits bei Aufnahmen ab ISO 160. Bilder im Tele-Anschlag zeigen an harten Kanten oft pinke und blaugrüne Farbsäume. Verkleinert betrachtet oder in Standardgrössen ausgedruckt sind sie dennoch absolut alltagstauglich.

Die Farben in Videoclips brachte die Sony-Kamera auch sehr kräftig und natürlich zur Geltung. Im Telebereich ebenfalls mit den obigen Farbsäumen.

Wer gerne mit kleinem Gepäck reist, findet in der Sony Cyber-Shot DSC-HX90V eine starke Kamera mit umfangreicher Ausstattung in Hosentaschengrösse. Die HX90V ist für 479 Franken im Handel erhältlich.

Das 30-fache Zoom der Sony Cyber-Shot HX90V in Weitwinkel- und Tele-Einstellung. Im linken Foto befindet sich der Kirchturm in der Bildmitte.Das 30-fache Zoom der Sony Cyber-Shot HX90V in Weitwinkel- und Tele-Einstellung. Im linken Foto befindet sich der Kirchturm in der Bildmitte.