Hör-Erfahrungen und Fazit
Die Referenz-Hörtestkette besteht aus dem Verstärker Aavik I-180, aus hochwertigen Ansuz-Lautsprecher-, Digital- und Stromkabeln, Signalkabel von Econaudio und dem Ansuz Power Distributor A2. Als Lautsprecher tun momentan die Blumenhofer FUN ihre hervorragenden klanglichen Dienste, der Hörraum ist zusätzlich mit Steinmusic-Raumakustik-Elementen optimiert.
Als Audio Switch diente bislang ein Einsteiger-Audio-Switch mit einem externen Steckernetzteil, Kostenpunkt circa CHF 450. Dieser brachte bereits eine klangliche Verbesserung, kein Thema, und dem Tester war bereits bekannt, dass in einer digitalen Kette der Audio Switch, wenn überhaupt einer eingesetzt wird, das Einfallstor für das Digital-Signal in die Audiokette darstellt. Ansuz demonstrierte dem Tester bereits in Aalborg am Hauptsitz in Vergleichs-Sessions, wie wichtig ein guter Audio Switch, basierend auf einer hochqualitativen Stromversorgung ist. Die Stufen der Klangsteigerung innerhalb der Ansuz-Hierarchie waren immer klar hörbar. Hinzu kommt, dass ein Audio Switch das vom Router zugeführte Signal nicht nur optimal filtern, sondern auch eine gute Erdung bieten sollte, um ein möglichst optimiertes Digital-Signal via Streamer dem DAC zuführen zu können.
Genug geredet – jetzt wollen wir Musik hören. Den bisherigen Audio Switch raus aus dem System, den vergleichsweise massiven Ansuz A2 eingeschleift und die Qobuz-Test-Playlist gestartet. Der A2 wurde von einem Ansuz-A2-Stromkabel versorgt und liefert sein Digitalsignal mit einem Ansuz-«Digitalz Ethernet A2»-Kabel an den Streamer, er war also sozusagen «en famille».
Mir fällt es schwer, sachlich zu bleiben. Wer den Vergleich zwischen einem Basic-Switch zu einem Ansuz PowerSwitch A2 nicht selbst gemacht und miterlebt hat, der kann sich die Steigerung einfach gar nicht vorstellen. Die Steigerung von «gar kein Switch» zu einem hochwertigen Audio Switch wie den Ansuz A2 muss geradezu schockierend sein.
Digital ist doch alles gleich, hiess es mal – Einsen und Nullen, Punkt und gut ist. Mein lieber Mann, aber der Vergleich von Schellack auf Vinyl wäre hier passend – oder für die junge Generation: von Spotify auf Qobuz oder Tidal. Es war einfach mehr von allem, mehr Auflösung, mehr Tiefe, mehr Bühne, ein tieferer, aber konturierter Bass, der somit auch die Räumlichkeit steigerte. Die Musik machte einfach (noch) viel mehr Spass und so rauschte die Test-Playlist nur so durch. Ich vergass die Zeit und ertappte mich dabei, wie ich kontinuierlich am Volumenregler des Aavik I-180 hochzudrehen begann, was ja immer ein gutes Zeichen ist – jedenfalls, bis die Nachbarn an der Haustüre läuten.
Übrigens, speziell die Bühne gewann massiv an Ausdehnung, in alle Richtungen. Seit ich die Steinmusic-Tuning-Devices installiert habe, schwebt in meinem Hörraum die Musik eh schon losgelöst von den Lautsprechern in meinem Raum, aber mit dem A2-PowerSwitch begann es fast unheimlich zu werden, so drei-dimensional spielte die Musik auf. Auch die Blumenhofer-Fun-Lautsprecher schwangen sich zu neuen klanglichen Höchstleistungen auf und spielten weit über ihrer Preisklasse – was will man mehr?
Das klassische Anschlussfeld in höchster Qualität: Line-Eingänge (auch XLR), Phono-Eingang und sogar die Aufnahmeschlaufe ist noch da – schliesslich gibt es ja auch wieder Tonbandgeräte.
Eine Augenweide für Verstärker-Fans: Extrem sauber verarbeitet und logisch aufgebaut.
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