TESTBERICHT
Seite 6 / 8

Menü

Das Menü ist je nach Betriebsmodus in zwei, drei oder vier Register unterteilt, die mehreren Seiten mit maximal fünf Menüs enthalten.

Für die wichtigsten und häufiger zu verstellenden Einstellungen steht das Quickmenü zur Verfügung, das über eine Taste ("Q.Menu" bzw. Papierkorbsymbol) auf der Kamerarückseite aufgerufen wird.

Das Quickmenü wird dann am oberen und unteren Rand des Sucherbilds eingeblendet und bietet dort Einstellungen wie Bildstil, Bildqualität, Blitzmodus etc., die dort rasch angewählt und dann verstellt werden können. Für die ISO-Werte gibt es eine eigene Taste, und das Verstellen des EV-Werte geschieht über Drücken und Drehen des Einstellrades.

Praxiseinsatz

Die Panasonic Lumix FMC-GF3 ist eine kompakte Systemkamera mit einer gelungenen Touchscreen-Bedienung. Die Bedienung dürfte jedoch bei manchen versierten Fotografen nicht auf einhellige Begeisterung stossen, denn sie orientiert sich eher an einer normalen Kompaktkamera als an einer Systemkamera.

Als Teil eines System überzeugt sie nicht vollends, denn der Benutzer muss durch die Bedienung und die Kameragrösse gewisse Einschränkungen in Kauf nehmen.

Die Kamera bietet eine solide Grundausstattung und einen typischen Funktionsumfang, ist jedoch durch die allgemeine technische Weiterentwicklung des Marktes etwas knapp durchschnittlich ausgestattet und im Vergleich nur mässig leistungsfähig.

Sie empfiehlt sich also klar für Einsteiger und Kompaktkamera-Aufsteiger, die auf höchst leistungsfähige Kameramerkmale verzichten können/wollen und vorzugsweise im Automatikmodus fotografieren.

Zwischen dem EVF und dem rückseitigen LCD muss umständlich per Taste umgeschaltet werden. Ein Augenkontaktsensor, der erkennt, wann der Fotograf durch die Kamera blickt bzw. wann nicht und jeweils automatisch zwischen EVF und dem LCD-Monitor umschaltet, sollte heute eigentlich üblich sein.

Der Autofokus bietet die drei heute üblichen Modi und arbeitet ordentlich schnell, wenngleich man sich von DSLRs und insbesondere Pro-Modellen mehr Tempo gewohnt ist. Im extremen Telebereich verlangte der Autofokus ein klein wenig Geduld, sorgte aber in den meisten Fällen für scharfe Bilder, trotz all den eher schweren Bedingungen (starkes Tele, bewegte Motive, vor dem Motive vorbei huschende Objekte).

Die Bildstabilisierung, die bei den stärkeren Telebrennweiten unverzichtbar ist, sorgte selbst im extremen Telebereich zuverlässig für scharfe Bilder auch mit z.T. relativ langen Verschlusszeiten für den kleinen Bildwinkel. (Alle Bilder des Tests entstanden ohne Stativ – selbst solche mit der KB-Brennweite 1200 mm.) Natürlich sorgten AF und Bildstabilisierung nicht in allen Aufnahmen für gestochen scharfe Bilder, doch der Ausschuss an komplett unbrauchbaren, weil unscharfen Bildern, hielt sich in angenehm geringen Grenzen. Nur sehr wenige Bilder waren so verwackelt, dass sie unbrauchbar waren.

Übersicht zu diesem Artikel
Seite 1:
Seite 2:
Seite 3:
Seite 4:
Seite 5:
Seite 6:
Seite 7:
Seite 8: