TESTBERICHT
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Die Bilder

Die Kamera verfügt über zwei Anschlüsse unter einer Abdeckung: USB und HDMI Die Kamera verfügt über zwei Anschlüsse unter einer Abdeckung: USB und HDMI

Das Menü ist je nach Betriebsmodus in zwei, drei oder vier Register unterteilt, die mehreren Seiten mit maximal fünf Menüs enthalten.

Zwischen dem EVF und dem rückseitigen LCD muss umständlich per Taste umgeschaltet werden. Ein Augenkontaktsensor, der erkennt, wann der Fotograf durch die Kamera blickt bzw. wann nicht und jeweils automatisch zwischen EVF und dem LCD-Monitor umschaltet, sollte heute eigentlich üblich sein.

Der Autofokus bietet die drei heute üblichen Modi und arbeitet ordentlich schnell, wenngleich man sich von DSLRs und insbesondere Pro-Modellen mehr Tempo gewohnt ist. Im extremen Telebereich verlangte der Autofokus ein klein wenig Geduld, sorgte aber in den meisten Fällen für scharfe Bilder, trotz all den eher schweren Bedingungen (starkes Tele, bewegte Motive, vor dem Motive vorbei huschende Objekte).

Die Bildstabilisierung, die bei den stärkeren Telebrennweiten unverzichtbar ist, sorgte selbst im extremen Telebereich zuverlässig für scharfe Bilder auch mit z.T. relativ langen Verschlusszeiten für den kleinen Bildwinkel. (Alle Bilder des Tests entstanden ohne Stativ – selbst solche mit der KB-Brennweite 1200 mm.) Natürlich sorgten AF und Bildstabilisierung nicht in allen Aufnahmen für gestochen scharfe Bilder, doch der Ausschuss an komplett unbrauchbaren, weil unscharfen Bildern, hielt sich in angenehm geringen Grenzen. Nur sehr wenige Bilder waren so verwackelt, dass sie unbrauchbar waren.

Die Kamera von aussen betrachtet

Links ist die Kamera mit eingefahrenem Objektiv, rechts in maximaler Telestellllung. Die Aufsicht zeigt auch, wie weit das Sucherokular hinten herausragt. Ebenfalls zus sehen: die oberen Bedienelemente, der eingeklappte Blitz und der Zubehörschuh.Links ist die Kamera mit eingefahrenem Objektiv, rechts in maximaler Telestellllung. Die Aufsicht zeigt auch, wie weit das Sucherokular hinten herausragt. Ebenfalls zus sehen: die oberen Bedienelemente, der eingeklappte Blitz und der Zubehörschuh.

Einzige Bedienelement auf linken Kamerarückseite sind die Dioptrieneinstellung links am Sucherokular und die Blitztaste, die den Blitz hochschnellen lässt. Dieser muss also stets manuell aktiviert werden, was Mancher umständlich empfindet, vom Autor selbst jedoch bevorzugt wird. Oben auf dem hochklappenden Blitz befindet sich auch das eingebaute Stereomikro und dahinter der Zubehörschuh, der auch einen Systemblitz oder sonstiges Zubehör aufnimmt.

Einzige Bedienelement auf linken Kamerarückseite sind die Dioptrieneinstellung links am Sucherokular und die Blitztaste, die den Blitz hochschnellen lässt. Dieser muss also stets manuell aktiviert werden, was Mancher umständlich empfindet, vom Autor selbst jedoch bevorzugt wird. Oben auf dem hochklappenden Blitz befindet sich auch das eingebaute Stereomikro und dahinter der Zubehörschuh, der auch einen Systemblitz oder sonstiges Zubehör aufnimmt.

An Anschlüssen beschränkt sich die Kamera auf einen multifunktionalen Digitalport und HDMI-Mini-Port, die sich unter einer Klappe auf der rechten Seite befinden. Anschlüsse für ein externes Mikro, Kopfhörer, Fernauslöser oder sonstiges Zubehör sucht man (leider) vergebens. Auch hier zeigt sich, dass die Kamera nicht für den versierten Fotografen konzipiert ist.

Die Unterseite der FZ72 mit geöffnetem Fach für Akku und SD-Speicherkarte. Daneben ihr Akku und das passende Ladegerät.Die Unterseite der FZ72 mit geöffnetem Fach für Akku und SD-Speicherkarte. Daneben ihr Akku und das passende Ladegerät.

Das Menü ist je nach Betriebsmodus in zwei, drei oder vier Register unterteilt, die mehreren Seiten mit maximal fünf Menüs enthalten.

Auf der Rückseite dominiert das 3-Zoll-LC-Display und darüber das Sucherokular. Rechts neben dem LCD sind die Mehrheit der Bedienelemente verteilt.

Am Häufigsten dürfte man das Einstellrad nutzen, das mit dem rechten Daumen bedient wird und zusätzlich als Taste gedrückt werden kann, um von einer Einstellung zu einer anderen zu wechseln. Die Vierwege-Ringtaste ist mit wichtigen Funktionen wie Lichtempfindlichkeit ("ISO"), Weissableich ("WB"), Funktionstaste 2 ("Fn2") und Selbstauslöser belegt. Sie dient auch der Navigation in Menüs und  Bildern. In der Mitte dieser Ringtaste befindet sich die "Menü/Set"-Taste. Alles ist so, wie man es kennt. Zwei der Tasten ("Fn1", "Fn2") lassen sich übrigens konfigurieren und mit je einer aus 13 verschiedenen Funktionen belegen.

Praxiseinsatz

Die Lumix FZ72 wurde von uns verschiedentlich in der Praxis erprobt. Wir machten die üblichen Standardaufnahmen wie mit jeder Testkamera, nutzten sie auch bei verschiedenen Gelegenheiten. Kurz nach dem Erhalt der Kamera fand die Streeparade 2013 in Zürich statt. Sie bot Gelegenheit für bunte Motive, wobei die Möglichkeiten des starken Telezooms im Vordergrund standen. (In einem Webalbum des Autors können die Streetparade-Bilder betrachtet werden. Per Klick auf ein dortiges Bild wird dieses grösser dargestellt und dazu werden im "Info"-Bereich die EXIF-Aufnahmedaten angezeigt.)

Mit der kleinen und leichten Kamera bewegt man sich bequem durch die Menschenmassen und kann einzelne interessante Motive selbst auf grössere Entfernung herauspicken, aber auch gleich wieder Menschen in unmittelbarer Umgebung fotografieren. Vermisst haben wir ein bewegliches LCD. Dieses hätte kontrollierte Aufnahme über die Menschenmenge hinweg oder auch aus tiefer Aufnahmeposition ermöglicht. Beim Ausseneinsatz im Sonnenlicht war die LCD-Anzeige übrigens gut zu erkennen, wobei sich desen Leuchtkraft bei Bedarf verstärken liesse.

Meist nutzten wir den elektronischen Sucher (EVF). Mit der Kamera am Auge lassen sich Motive besser auswählen und verfolgen, insbesondere bei Teleaufnahmen und man ist konzentrierter auf das Motiv. Die niedrige Auflösung machte das Sucherbild etwas pixelig, wodurch Details verloren gehen. Dies war beim Fotografieren an der Streetparade nicht sehr störend, irritiert aber oft bei anderen Motiven. Auch der etwas hohe Kontrast lässt den Fotografen nicht alle Feinheiten erkennen. Das EVF-Sucherbild hat aber eine angenehm hohe Bildrate von 60 fps, die im Menü anstelle des standardmässigen Bildwiederholrate von 30 fps aktiviert werden muss. Hie und da störten übrigens kleine Ruckler des Sucherbilds bei Kameraschwenks, was aber auch dem Vorserienmodell geschuldet sein kann.

Die Bilder

Fazit

Bei der Ausstattung bietet sie, was nötig ist, aber nicht mehr. Eine höhere Auflösung des Suchers und eine sensorgesteuerte Umschaltung und vielleicht auch ein beweglicher LCD wären wünschenswert. Auch kabellose Schnittstellen fehlen, obwohl sie inzwischen beinahe schon Standard sind.

In Sachen Schnelligkeit (Scharfstellung, Speicherzeit, Reaktion) bietet die Kamera noch Verbesserungspotential, ist aber für ihre Preisklasse in Ordnung

Die Bildqualität der FZ72 ist angesichts des extremen Zooms recht gut und dürfte für viele Verwendungszwecke und wohl bei den gängigsten Motiven reichen. Bei ausreichend Licht liefert sie befriedigende bis gute Bilder – auch wenn deren Qualität sich nicht mit jener von Kameras mit grösseren Sensoren oder von weniger universellen Objektiven messen kann.

Es ist also vor allem der grosse Brennweitenbereich als Ganzes, aber auch die starken Weitwinkel- und Telebrennweien für sich allein, die die Kamera attraktiv machen. Hier macht die FZ72 einen guten Job und holt viel aus diesem extremen Objektiv heraus.

Die Panasonic Lumix FZ72 empfiehlt sich nicht unbedingt für ambitionierte Hobby- und Actionfotografen, sondern eher für Anwender, die sich eine einfache Kamera mit vielseitigem Brennweitenbereich, starkem Weitwinkel und starkem Tele wünschen. Interessant ist die Kamera für Reisen, um die unterschiedlichsten Motive einzufangen, und natürlich für Fotosafaris.

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STECKBRIEF
Modell:
Lumix DMC-FZ72
Pro:
Extremes 60x-Zoom
starkes 1200 mmTele
starkes 20 mm-Weitwinkel
effizienter Bildstabilisator
RAW-Aufzeichnung
gute Akkuleistung
gute Bildqualität (könnte aber schärfer sein)
Contra:
mässige Auflösung des EVF
starrer LCD
manchmal kommt es zu Wartezeiten, reagiert Kamera mit Verzögerung (Vorserienmodell?)
Schärfe befriedigend (Randunschärfen)
Detailwiedergabe befriedigend
Preis:
549.00 CHF
Hersteller:
Jahrgang:
2013
Vertrieb:
Masse:
130,2 x 97 x 118,2 mm
Gewicht:
0, 562 kg
Farbe:
Schwarz
Auflösung:
16,1
Aufnahmedistanz:
30 cm WW, 150 cm Tele bis unendlich
Bildformate:
4:3, 3:2, 16:9, 1:1
Bildsensor:
1/2,3 Live-MOS 4:3
Brennweite:
20-1200 mm mm (35 mm KB)
Datenformat:
JPEG, RW2 (RAW), MP4, MTS
Digitalzoom:
120x
Empfindlichkeit ISO:
100-3200 (1600-6400)
LCD Monitor:
7,5 cm (3")
Objektiv:
2,8-5,9/3,58-215 mm
Optisches Zoom:
60x
Pixel:
4608 x 3456 px
Schnittstelle:
USB 2.0, HDMI, AV
Speichermedien:
SD, SDHC, SDXC
Verschlusszeit:
8 s - 1/2000 s
Videoaufnahme:
Full HD (1080/50i, 1080/25p)
eingebauter Speicher:
200 MB