Rein optisch bestehen keine grossen Unterschiede zwischen Indoor- und Outdoor-In-Ear-Hörern. Doch die Anforderungen an die Hörer sind grundverschieden.Praxis
Der Unterschied
Wie es sich rasch zeigte, kaufte sich Iris einen sogenannten Sportkopfhörer, auch Outdoor-Hörer genannt. Zwischen einem Outdoor-Sport-Hörer und einem sogenannten Indoor-In-Ear-Hörer besteht jedoch ein grundlegender Unterschied: Aufgrund von tragischen Unfällen beim Joggen haben etliche Hersteller erkannt, dass man bei Sport-Hörern sozusagen als „Lebensversicherung“ alle gefahranzeigenden Umgebungsgeräusche zum Gehör durchlassen muss!
Sport-Hörer sind je nach Hersteller etwas unterschiedlich konstruiert. Im Prinzip funktionieren jedoch die meisten so, dass die Plugs weniger weit in den Gehörgang reichen und diesen auch nicht vollkommen nach aussen abdichten. Vereinzelt sind aber auch Sporthörer auf dem Markt, die abdichtende Plugs einsetzen. Um trotzdem noch Umgebungsgeräusche zum Gehör durchzulassen, macht man Öffnungen im Gehäuse. Doch die Schalldurchlässigkeit ist bei nichtabdichtenden Plugs ganz klar höher und damit auch die Sicherheit.
Der Indoor-In-Ear-Hörer jedoch soll den Umgebungslärm möglichst effizient ausblenden, damit ein ungestörtes Musikhören möglich ist. Dies führt dazu, dass der Gehörgang bei Indoor-In-Ear-Hörern durch einen speziell geformten Stöpsel - auch Plug genannt - vollkommen abgedichtet wird. Diese Abdichtung hat zudem den ganz grossen Vorteil, dass nur so abgrundtiefe und sehr druckvolle Bässe erzielt werden können. Man kennt ja den mageren Klang, der immer noch viel benutzten Stöpselhörer, die ganz locker am Gehör baumeln zur Genüge.
Gespräche mit Vertretern der In-Ear-Industrie haben gezeigt, dass man nur unwillig zugibt, dass Sport-Hörer, die aus erwähnten Gründen den Gehörgang nicht vollständig abdichten, nicht über denselben Tiefgang und Druck im Bass verfügen wie typische Indoor-In-Ear Hörer mit vollkommen abdichtenden Plugs. Doch nach ausgiebigen Diskussionen und Präsentation von Testergebnissen, war man dann doch zähneknirschend bereit, dies zuzugeben.
Weiter ist noch zu bemerken, dass typische Indoor-In-Ear-Hörer nicht nur Umgebungsgeräusche dämpfen, sie lassen auch keinen Schall aus dem Gehörgang raus. Dies bedeutet, dass man mit Indoor-In-Ear-Hörern relativ laut Musik hören kann, ohne andere Leute zu stören, was man von den Sport-Hörern nicht behaupten kann.
Die Plugs
Fazit
Nun gleich weiter mit der (wahren) Geschichte von Iris: Als sie den Bowers & Wilkins C5-Hörer zum ersten Mal aufsetzte, war sie ebenfalls enttäuscht! Das sollte jetzt dieser mit Vorschusslorbeeren bedachte Spitzenhörer sein? Er klang für Iris' Ohren dünn und hatte kaum Bass! Doch der Grund wurde rasch gefunden. So hatte die zierliche Iris ausnahmsweise und für weibliche Personen eigentlich unüblich einen deutlich weiteren Gehörgang als alle anderen männlichen Testpersonen! In der Folge benötigte sie die grössten der beigelegten Plugs. Als diese montiert waren, erhellte sich ihre Mine und sie meinte: Der ist wirklich absolute Spitze!
Erkenntnis: Den richtigen Plug zu montieren ist ein absolutes Muss! So werden denn auch allen Hörern drei unterschiedlich grosse Plug-Paare mitgeliefert.
Jedem Tierchen ...
Jedem Tierchen ...
Sennheiser CX 890i: Brillanter-Sound für Apple-Jünger
Praxis
Der Klang dieses Hörers ist in Anbetracht des überaus günstigen Preises echt schockierend!
Eine solche Klangqualität aus einem Hörer dieser Preisklasse zu erwarten, wäre bis vor sehr kurzer Zeit absolut unrealistisch gewesen. Das Klangbild ist ausgewogen und transparent Die Bässe kommen tief und kräftig. Auch an der Sauberkeit des Klanges gibt es nichts zu meckern. Grobe Klangverfärbungen suchen Kritiker hier vergeblich. Ganz klar gibt es Hörer, die eine etwas ausgeprägtere Höhenwiedergabe besitzen und somit scheinbar brillanter klingen. Doch auf die Dauer, also im Langzeithören, schneidet der CX 175 Hörer aufgrund seines ausgewogenen, nie aneckenden Klanges, wirklich gut ab.
Der Tragkomfort dieses einfachen Hörers ist gut. Er sitzt bei richtigem Einführen und der richtigen Wahl der Plug-Gösse gut am Ohr und reagiert auch recht unkritisch auf Zug am Kabel. Zudem schirmt er den Musikhörer gut gegen Umgebungsgeräusche ab.
Sennheiser CX 890i: Brillanter-Sound für Apple-Jünger
In Weiss und Schwarz erhältlich: CX 890i im typischen Apple-DesignDieser Indoor-In-Ear-Hörer ist laut Sennheiser speziell für die Kombination mit Apple-Produkten konzipiert. In elegantem Glas-Look ist er sowohl in Weiss als auch in Schwarz erhältlich. Er kommt in einer nicht übertrieben luxuriösen Verpackung, dafür mit einem qualitativ hochstehenden Case.
Der CX 890i wirkt nicht nur elegant, seine Anfassqualität ist auch sehr hoch. Man spürt: Dieser Hörer ist mit Liebe entwickelt und aufwendig produziert. Aufgrund seiner symmetrischen Konstruktion kann er auch mal seitenverkehrt montiert werden, ohne dass dies in eine klangliche Katastrophe ausartet. Nur sitzen dann die ersten Geigen im Sinfonieorchester eben rechts und nicht links wie es bei der amerikanischen und europäischen Aufstellung so üblich ist. Die Fernbedienung inklusive Mikrofon passt natürlich bestens zu iPads, iPhones und iPods.
Praxis
Fazit
Der Unterschied
Laut Denon ist die Zielgruppe des zur Music Maniac Serie gehörenden AH-C50 der anspruchsvolle, aber preisbewusste Musikliebhaber. Dieser Hörer besitzt hochwertige Treiber und ein stabil gefertigtes ABS-Gehäuse. Die One-Button-Fernbedienung inklusive Mikrofon erlaubt die einfache Steuerung von Android- und Apple-Geräten.
Um dem stets ärgerlichen Kabelsalat vorzubeugen, hat man das Kabel verwindungsresistent gemacht, was es auszuprobieren gilt. Die Konstruktion ist asymmetrisch und in jedes Ohr gehört der richtige Hörer, sonst klappt es mit dem guten Sitz ganz und gar nicht.
Fazit
Auch bei diesem Hörer fiel auf, wie wichtig der Sitz am Gehörgang ist, damit ein volles, rundes Klangbild entstehen kann. Wenn dieser Hörer nicht ordentlich am Gehör sitzt, wirkt sein Klangbild eher dünn und schwach im Bass. Gibt man sich die Mühe und dreht den Hörer, bis er optimal sitzt, klingt er um eine ganze Klasse besser. Plötzlich erscheinen auch hier tiefe Bässe und ein ausgewogenes, breitbandiges Klangbild. Nun bringt er auch bei sakraler Orgelmusik einen räumlichen und breitbandigen Klang. Weder bei einem klassischen Streichquartett noch bei Solo- und Chorgesang zeigte der Hörer Probleme. Und dass er in Sachen Pegel und Dynamik ganz und gar nicht schwach auf der Brust ist, bewies er bei Jazz-Hardrock und Pop.
Auf Zug am Kabel reagiert der Hörer allerdings recht allergisch. Nach einem Zupfer am Kabel fällt er zwar nicht runter, rutscht aber doch etwas weg vom Gehör - mit dem Resultat, dass der Klang abmagert.
Durch die clever dimensionierten und lustigen Glaskugeln und den passenden Plugs sitzt dieser Hörer stabil im Gehörgang. Der original montierte Plug war für die meisten Hörer zu klein und wurde gegen eine Nummer grösser ausgetauscht. So bot er dann auch eine gute Abschirmung gegen unerwünschte Umweltgeräusche .
Der CX 890i bietet im Vergleich zum CX 175 ganz klar mehr Brillanz, sprich einen ausgeprägteren Hoch- und Obertonbereich. Dies kann nun je nach persönlichem Geschmack positiv oder aber auch negativ beurteilt werden.
Nicht sehr begeistert werden die Freunde zarter Streicherklänge sein. Gerade hohe Violinen können je nach Aufnahme deutlich zu scharf und spitz klingen. Doch in der Regel ist das auch nicht gerade die Musik, die man mit einem solchen Höher geniessen will.
Die Freunde frischer und ausgesprochen heller Klänge lobten jedoch die spritzige Wiedergabe der jazzigen Big-Band-Klänge und die brisante Darbietung der Blechbläser, insbesondere der Trompeten. Wer auf helle, superbrillante Schlagzeugimpulse steht, kommt hier voll auf seine Rechnung. Bei aller Brillanz wirkt der Hörer aber beileibe nicht dünn, sondern erfreut durch einen tiefen, knackigen Bass. So kann er es bei rockig-poppigen und Techno-Sounds auch mal so richtig knallen lassen, dass es eine wahre Freude ist.
Elegant im Apple-Style gehaltener, hochwertig verarbeiteter In-Ear-Hörer mit betont hellem und dennoch sehr breitbandigem Klang zu einem Preis von 149 Franken.
Sennheiser CX 175: Preiswert und gut
Wie es sich rasch zeigte, kaufte sich Iris einen sogenannten Sportkopfhörer, auch Outdoor-Hörer genannt. Zwischen einem Outdoor-Sport-Hörer und einem sogenannten Indoor-In-Ear-Hörer besteht jedoch ein grundlegender Unterschied: Aufgrund von tragischen Unfällen beim Joggen haben etliche Hersteller erkannt, dass man bei Sport-Hörern sozusagen als „Lebensversicherung“ alle gefahranzeigenden Umgebungsgeräusche zum Gehör durchlassen muss!
Sport-Hörer sind je nach Hersteller etwas unterschiedlich konstruiert. Im Prinzip funktionieren jedoch die meisten so, dass die Plugs weniger weit in den Gehörgang reichen und diesen auch nicht vollkommen nach aussen abdichten. Vereinzelt sind aber auch Sporthörer auf dem Markt, die abdichtende Plugs einsetzen. Um trotzdem noch Umgebungsgeräusche zum Gehör durchzulassen, macht man Öffnungen im Gehäuse. Doch die Schalldurchlässigkeit ist bei nichtabdichtenden Plugs ganz klar höher und damit auch die Sicherheit.
Der Indoor-In-Ear-Hörer jedoch soll den Umgebungslärm möglichst effizient ausblenden, damit ein ungestörtes Musikhören möglich ist. Dies führt dazu, dass der Gehörgang bei Indoor-In-Ear-Hörern durch einen speziell geformten Stöpsel - auch Plug genannt - vollkommen abgedichtet wird. Diese Abdichtung hat zudem den ganz grossen Vorteil, dass nur so abgrundtiefe und sehr druckvolle Bässe erzielt werden können. Man kennt ja den mageren Klang, der immer noch viel benutzten Stöpselhörer, die ganz locker am Gehör baumeln zur Genüge.
Gespräche mit Vertretern der In-Ear-Industrie haben gezeigt, dass man nur unwillig zugibt, dass Sport-Hörer, die aus erwähnten Gründen den Gehörgang nicht vollständig abdichten, nicht über denselben Tiefgang und Druck im Bass verfügen wie typische Indoor-In-Ear Hörer mit vollkommen abdichtenden Plugs. Doch nach ausgiebigen Diskussionen und Präsentation von Testergebnissen, war man dann doch zähneknirschend bereit, dies zuzugeben.
Weiter ist noch zu bemerken, dass typische Indoor-In-Ear-Hörer nicht nur Umgebungsgeräusche dämpfen, sie lassen auch keinen Schall aus dem Gehörgang raus. Dies bedeutet, dass man mit Indoor-In-Ear-Hörern relativ laut Musik hören kann, ohne andere Leute zu stören, was man von den Sport-Hörern nicht behaupten kann.
Laut Denon ist die Zielgruppe des zur Music Maniac Serie gehörenden AH-C50 der anspruchsvolle, aber preisbewusste Musikliebhaber. Dieser Hörer besitzt hochwertige Treiber und ein stabil gefertigtes ABS-Gehäuse. Die One-Button-Fernbedienung inklusive Mikrofon erlaubt die einfache Steuerung von Android- und Apple-Geräten.
Um dem stets ärgerlichen Kabelsalat vorzubeugen, hat man das Kabel verwindungsresistent gemacht, was es auszuprobieren gilt. Die Konstruktion ist asymmetrisch und in jedes Ohr gehört der richtige Hörer, sonst klappt es mit dem guten Sitz ganz und gar nicht.
Auch bei den In-Ear-Hörern gibt es unterschiedliche Systeme für ebenso unterschiedliche Anwendungsbereiche. Firmen wie zum Beispiel Sennheiser unterscheiden zwischen Indoor- und Outdoor-Hörern. Weiter gibt es Hörer, die den Umgebungslärm nicht nur passiv, sondern mit einem aktiven Noise Cancelling bekämpfen und solche, die sogar ohne Kabel via Bluetooth funktionieren.
Und gerade hier heisst es aufgepasst, dass man/frau den richtigen Hörer kauft!
Gleich hier eine wahre Begebenheit, die einer weiblichen Testperson, nennen wir sie Iris Stöpsel (Nachname frei erfunden) passierte: Als begeisterte Querflötenspielerin war sie auf der Suche nach einem sehr gut klingenden In-Ear-Hörer, den sie überall mitnehmen konnte. In einem Fachgeschäft empfahl man ihr ein bestimmtes Modell, und sie kaufte dieses. Zu Hause stellte sie dann fest, dass sie der Klang trotz kurzem Probieren im Geschäft ganz und gar nicht überzeugte. Sie empfand ihn als eher dünn und mager und war von der mangelhaften Abschirmung gegen Umgebungslärm grenzenlos enttäuscht. Sie hatte offenbar den falschen Hörer gekauft!

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