TESTBERICHT
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Der Monolith

Aluminium-Druckgussgehäuse in einem Stück, auf perfekte Kühlung und Abschirmung getrimmt. Blick vom Gehäuseboden.Aluminium-Druckgussgehäuse in einem Stück, auf perfekte Kühlung und Abschirmung getrimmt. Blick vom Gehäuseboden.

Nucleus ist in der Tat eine Art Monolith. Das Gerät besteht aus einem Stück und hat mit audiophilen, aus dem Vollen gefrästen Gehäusen anderer Audiohersteller viel gemein. Vielleicht ist dies kein Zufall. Allerdings ist es ein Aluminium-Druckgussgehäuse mit eher poröser Struktur und einer verringerten thermischen Masse. Das wurde entsprechend berücksichtigt, daher sind die thermischen Eigenschaften ausgezeichnet. Nucleus arbeitet ohne Lüfter und ohne Lüftungsschlitze, ist in sich geschlossen und dennoch ist die geringfügige Erwärmung nach mehreren Betriebsstunden bei freier Aufstellung kaum fühlbar.

Bei den Diskussionen rund um das Design hatte man wohl Spass bei Roon. Das Resultat ist eine Mischung der puzzle box von «Hellraiser» und dem besagten Monolithen aus «A Space Odyssey 2001». Die Kühlkörperstruktur wirkt ziemlich einmalig futuristisch, und die Oberfläche hat etwas Organisches, wie aus einem unbekannten Mineral gefertigt. Für mich ist dies «Form follows Function» in Perfektion – mit einem Schuss Sci-Fi.

Wo ist die Musik gespeichert?

Steckplatz für SSD- oder HDD-Festplatten, zugänglich unter der Bodenplatte.Steckplatz für SSD- oder HDD-Festplatten, zugänglich unter der Bodenplatte.

Nucleus enthält einen Steckplatz für einen SSD- oder HDD-Drive, zugänglich über die abschraubbare Bodenplatte. Die Installation ist relativ einfach, aber Sache des Kunden. Roon liefert Nucleus ausschliesslich ohne interne Speicherbelegung aus.

Externe Festplatten, SSD oder HDD kann man über einen der zwei USB-3.0-Ports an der Rückseite anschliessen. Ein NAS oder weitere Speichereinheiten auf Computern im Netzwerk sind über den Netzwerkanschluss von Nucleus verfügbar.

Die Streamingdienste beschränken sich zurzeit noch auf Tidal. Das ändert sich jedoch bald, hat aber nicht direkt etwas mit Nucleus zu tun.

Für Internetradio gibt es noch keinen praktischen Tuner. Man kann seine Lieblingssender anlegen, indem man die URL des jeweiligen Livestreams einkopiert und den Sender bezeichnet. Für Leute wie mich, mit vielleicht 10 bevorzugten Sendern, reicht das völlig aus. Auch das hat nicht direkt etwas mit dem Nucleus zu tun.

Audio-Ausgabe

Die Audio-Ausgabe erfolgt digital via USB 3.0 an einen DAC-Eingang oder über das Netzwerk an einen DA-Wandler und dergleichen. Der HDMI-Ausgang ist als Mehrkanal-Audioausgang zu nutzen. Nucleus hat keine Analogausgänge und somit keinen integrierten DAC.Die Audio-Ausgabe erfolgt digital via USB 3.0 an einen DAC-Eingang oder über das Netzwerk an einen DA-Wandler und dergleichen. Der HDMI-Ausgang ist als Mehrkanal-Audioausgang zu nutzen. Nucleus hat keine Analogausgänge und somit keinen integrierten DAC.

Bedienung

Die Bedienung erfolgt mit der Roon-App ab einem Smartgerät oder aber einem PC/Mac. Dort installiert man den Roon Core und verwendet die Software nur als Remote-Software. Ein Tablet ist einem Smartphone vorzuziehen, denn die App für Tablets ist etwas umfassender, sehr übersichtlich und komfortabel.

Stromversorgung

Das mitgelieferte Netzteil ist ausgezeichnet. Wer «upgraden» will, der benötige ein 19VDC-Linearnetzteil mit dem richtigen Stecker. Die einschlägigen Foren füllen sich langsam mit Erfahrungsberichten.

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Als nächstes musste ich Kii Control als Audiogerät anwählen. Dann meinen Tidal-Account eingeben und flugs waren meine Favoriten auf Tidal auch schon verfügbar – und sogar die dortigen Playlisten. Schliesslich wurde ich aufgefordert, die Mediadaten zu sichern. Sie sind in Nucleus gespeichert, die Sicherung kann beliebig auf einer externen Festplatte oder, wie in meinem Fall, auf dem NAS angelegt werden. Ein USB-Stick reicht aber auch schon. Die Musikdaten werden von Roon nicht angetastet.

Dann konnte ich Musik hören. Und ich mache das inzwischen schon seit über drei Monaten. Ich hatte nie ein Problem damit, und wenn ich Nucleus am späten Abend ausschalte, dann tippe ich kurz auf die besagte Taste, sodass nach drei Sekunden das sanfte, weisse Lichtlein erlischt. Wenn das einmal aufgrund eines Hängers nicht passieren sollte, kann man die Taste etwas länger drücken um das Herunterfahren zu forcieren.

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