Nach vier Monaten in Eigenverwaltung ist das Insolvenzverfahren der Idagio GmbH beendet. Das Amtsgericht Berlin-Charlottenburg wird das Verfahren in Kürze aufheben, nachdem die Gläubiger dem Insolvenzplan einstimmig zugestimmt haben. Für die weltweit über 1,8 Millionen Nutzer bedeutet dies Entwarnung: Das Musikangebot bleibt vollständig erhalten.
Der Berliner Musikunternehmer Ki Soo Lee und sein Geschäftspartner Jim Chang aus Singapur übernehmen das Unternehmen. Diese Neuausrichtung eröffnet Idagio Möglichkeiten zur Weiterentwicklung und Internationalisierung. Geschäftsführer Erwin Stürzer zeigt sich erleichtert: «Alle Beteiligten haben sich klar zum Geschäftsmodell bekannt. Ich freue mich, dass die Idagio GmbH nun mit einem neuen Gesellschafter gestärkt in die Zukunft gehen kann.»
Bemerkenswert: Der Geschäftsbetrieb lief während der gesamten Sanierungsphase ohne Unterbruch. Abonnenten mussten zu keinem Zeitpunkt auf ihren Katalog verzichten.
Spezialisierte Suchfunktion für Klassik
Während Mainstream-Dienste wie Spotify oder Apple Music klassische Musik als eines von vielen Genres behandeln, wurde Idagio von Grund auf für die Anforderungen der Klassik konzipiert. Mit über 2,5 Millionen Titeln bietet Idagio einen umfangreichen Katalog. Die spezialisierte Suchfunktion ermöglicht statt der üblichen Kategorien «Künstler», «Album», «Track» die Suche nach Komponist, Werk, Dirigent, Orchester, Solist, Instrument, Epoche und Aufnahmeort. Wer Beethovens 9. Symphonie hören möchte, findet über 180 verschiedene Aufnahmen und kann gezielt filtern.
Alleinstellungsmerkmal bei Idagio ist die spezialisierte Suchfunktion für Klassik.
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