TESTBERICHT
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ARTIKEL
Publikationsdatum
6. Juni 2016
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MEDIEN

Die Soundbars unseres Vergleichs lassen sich in drei Kategorien einteilen: Da sind die Klassiker, die meist von namhaften HiFi-Spezialisten gebaut werden und die mit dem Heimnetzwerk gar nichts am Hut haben. Die zweite Art kann, muss aber nicht per LAN oder WLAN ins Heimnetzwerk integriert werden. Bei der dritten Art geht ohne das Heimnetzwerk rein gar nichts mehr.

Durch die Integration ins Heimnetzwerk werden diese Soundbars zu eigentlichen Media-Centers, und es öffnet sich das riesige Feld von Musikquellen des Internets samt der Multiroom-Möglichkeit. Doch viele Cineasten können auf die Netzwerktauglichkeit verzichten. Es genügt ihnen vollkommen, wenn die Soundbars den Klang des TVs entscheidend verbessern und sozusagen als Gratisbeilage noch Musik via Bluetooth ab Smartphones oder Tablet abspielen können.

Fürs Heimkino gemacht

Die Nikon Z 8 ist zurzeit die am besten ausgestattete spiegellose Vollformatkamera in ihrer Preisklasse. Sie ist eine echte Hybrid-Kamera und gleichermassen für Foto- wie für Videoprojekte aller Art einsetzbar.

Ihre Alleinstellungsmerkmale wie interne 8K-60p-RAW-Videoaufzeichnung, kein mechanischer Verschluss sowie zwei USB-C-Anschlüsse lassen auch teurere Mitbewerber alt aussehen.

Der Profi-Bolide Nikon Z 9 hat das noch robustere Gehäuse mit integriertem Hochkantgriff und die stärkere Akku-Leistung. Dies braucht jedoch nicht jeder. Im Videobereich ist die leichtere und kompaktere Z 8 ihrer grossen Schwester eher noch überlegen.

Für Nikon-D850-Besitzer, die endlich «spiegellos wollen», ist die Z 8 ohne Wenn und Aber der ideale Umstieg.

Für Foto- und Video-Einsteiger ist die Z 8 meiner Meinung nach zu komplex, und Youtuber wie Selfie-Fans werden sich mangels nach vorne drehbarem Monitor bei anderen Marken umsehen.

Übers Ohr gehauen

Einen echten Surroundsound, der die Hörer von allen Seiten her beschallt und der die Akustik unterschiedlicher Konzertsäle überzeugend nachbilden kann, gibt es nur mit 5 Lautsprechern und einem Subwoofer. Dieser 5.1-Klang wird heute mittels diverser und sehr unterschiedlicher Verfahren – hauptsächlich Dolby Digital und DTS – übertragen. Diese Verfahren können mit entsprechendem Aufwand recht audiophil klingen. Doch den meisten Konsumenten ist eine 5.1-Anlage meist zu aufwendig. Einfachere Alternativen sind gefragt, selbst wenn diese weitaus weniger spektakulär klingen.

Dass man von einer vorne aufgestellten Soundbar mit nur zwei oder höchstens drei Kanälen keinen echten Rundum-Surround-Sound erwarten kann, leuchtet ein. Doch die Klangtüftler haben hier tüchtig gearbeitet und hauen das menschliche Gehör richtig übers Ohr. So wird dem Hörer, dank raffinierter elektroakustischer Kniffs, im 3D-Modus eine bemerkenswert grosse Klangbühne vorgegaukelt, die zwar alles andere als puristisch oder gar audiophil ist, aber dennoch beeindrucken kann. 

Dies aber nur dann, wenn man sich genau vor der Soundbar befindet. Sitzt man etwas seitlich, lässt der Raumeffekt drastisch nach. Von der Rückseite her ist schon gar kein Raumeffekt möglich, auch wenn dies von einigen Anbietern behauptet wird. 

Eine Soundbar ist also punkto Raumempfinden gegenüber einer echten 5.1-Anlage immer nur ein Kompromiss.