PRODUKTNEWS
ARTIKEL
Publikationsdatum
18. Mai 2026
Themen
Drucken
Teilen mit Twitter

Mit dem AVC-X3900h schickt Denon den Nachfolger des seit Ende 2022 erhältlichen AVC-X3800h ins Rennen. Der 9.4-Kanal-Receiver besetzt in der X-Serie die mittlere Position zwischen dem Einsteiger AVR-X2900h und dem AVC-X4800h, der mit kräftigeren Endstufen und Frontklappe rund 1000 Franken darüber liegt. Denon adressiert mit seinen Heimkino-Receivern seit Jahren ein dankbares Publikum. Der Vorgänger galt allgemein als preislich attraktive Komplettlösung mit Audyssey MultEQ XT32, optionalem Dirac-Live-Einmesssystem, IMAX Enhanced und Auro-3D. Der X3900h baut auf dieser Formel auf, ohne sie grundlegend umzukrempeln.

Die wichtigste technische Änderung steckt im Inneren. Statt mehrerer parallel arbeitender 2-Kanal-Wandler verbaut Denon nun einen einzigen 32-Bit-DAC mit acht Kanälen für alle Ausgänge. Denon spricht von gleichzeitiger Verarbeitung aller Kanäle und damit reduzierten Synchronisationsfehlern sowie einer vereinfachten Schaltungsführung, die die Kanalkohärenz verbessern soll.

Ob sich das im Hörtest in reproduzierbarer klanglicher Aufwertung niederschlägt, bleibt abzuwarten – denn bereits die Vorgängergeneration galt klanglich als ausgereift. Bei der Verstärkung bleibt Denon konservativ: Neun Class-AB-Endstufen mit 105 Watt pro Kanal an 8 Ohm (zwei Kanäle ausgesteuert, 0,08 Prozent Klirr) decken praxisrelevante Lautsprecher problemlos ab. Die Prozessorseite verarbeitet bis zu 11,4 Kanäle, womit eine 7.1.4- oder 5.1.6-Konfiguration mit zwei zusätzlichen Endstufen aufgebaut werden kann. Vier unabhängige Subwoofer-Ausgänge erlauben asymmetrische Bass-Setups oder gerichtete Subwoofer-Modi für komplexe Hörräume.

Der Denon AVC-X3900 ist vollgepackt mit modernen Komponenten und trotzdem preislich auf erstaunlich moderatem Niveau.Der Denon AVC-X3900 ist vollgepackt mit modernen Komponenten und trotzdem preislich auf erstaunlich moderatem Niveau.

Bei der Einmessung setzt Denon weiter auf die Dual-Strategie: Audyssey MultEQ XT32 ist serienmässig integriert, Dirac Live Room Correction lässt sich per kostenpflichtigem Upgrade nachrüsten. Wer mehr will, kann gegen Aufpreis die volle Dirac-Suite mit Bass Control und Active Room Treatment freischalten. Damit verwandelt sich der Receiver in ein vollwertiges akustisches Korrektursystem. Eine echte Neuerung ist der Center-Bi-Amp-Modus für 5.1-Setups, der den Centerkanal mit doppelter Endstufenleistung versorgt.

Auf der Anschlussseite finden sich sechs HDMI-Eingänge und zwei Ausgänge mit Unterstützung für 8K/60p, 4K/120p, HDCP 2.3, Dolby Vision, HDR10+ und HLG. Variable Refresh Rate, ALLM und Quick Frame Transport sind ebenso vorhanden wie neu die Kompatibilität mit AMD FreeSync und 1440p-Passthrough – relevant für PC-Gamer. Phono-MM-Eingang, sechs Analogeingänge, zwei optische und zwei koaxiale Digitaleingänge sowie elf Lautsprecherklemmen ergänzen die Ausstattung.

Netzwerkseitig setzt Denon auf das hauseigene Heos-System mit Spotify Connect, Tidal, Qobuz, Apple AirPlay 2, Roon Ready und Bluetooth-Sendebetrieb für Kopfhörer. Per künftigem Firmware-Update sollen sich Denon-Home-Lautsprecher der Serien 200, 400 und 600 als kabellose Rear-Surrounds einbinden lassen. Bei Markteinführung ist diese Funktion allerdings noch nicht verfügbar. Neu sind eine beleuchtete Infrarot-Fernbedienung sowie eine überarbeitete Web-Bedienoberfläche zur Einrichtung ohne TV.

Auf der Anschlussseite finden sich sechs HDMI-Eingänge, auch sonst bleiben kaum Wünsche offen.Auf der Anschlussseite finden sich sechs HDMI-Eingänge, auch sonst bleiben kaum Wünsche offen.