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TESTBERICHT
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Publikationsdatum
14. Januar 2019
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Vincent ist eine seit 1995 existierende deutsche Marke, bei der alle Produkte in Deutschland entwickelt werden. Sowohl der Verstärker SV-237MK als auch der CD-Player CD-S7DAC werden, wie so viele High-End-Produkte anderer Marken, in sorgfältiger Handarbeit – und nicht etwa am Fliessband – in China gefertigt. Vincent arbeitet mit einer Firma zusammen, die man seit Jahren bestens kennt. In China werden alle Geräte nach der Fertigstellung geprüft und einige Stunden in Betrieb genommen. In Deutschland werden die Geräte vor der Auslieferung nochmals auf Herz und Nieren getestet. Die Vincent-Leute widmen sich in Deutschland immer mehr der Technologie tragender Bauteile in Form von Modulen oder Leiterplatten, welche dann zu einer Endmontage, Prüfung etc. in Deutschland führen. Diesen Trend setzt man bei Vincent fort und verstärkt ihn auch. Die Verarbeitung der hier getesteten Geräte ist tadellos. Die Fernsteuerungen bestehen aus Metall und nicht aus billigem goldglanzfarbveredeltem Plastik.

Sowohl der CD-Player Vincent CD-S7DAC wie auch der Vollverstärker SV-237MK huldigen der Hybrid-Technik und strahlen nicht nur klanglich das Röhrenflair aus.

Geniale Idee

Der Klang der Röhrenverstärker wird von vielen Audiophilen weltweit hochgeschätzt. Doch haben diese mit Elektronenröhren bestückten Verstärker neben ihren klanglichen Vorteilen auch diverse Nachteile, von denen hier nur zwei erwähnt werden sollen.

Röhrenverstärker mit beachtlichen Leistungen sind sündhaft teuer, gross und nicht zuletzt aufgrund ihrer Übertrager sehr schwer. Mit Transistoren ist es bedeutend leichter, hohe Leistungen mit vernünftigem Aufwand zu erzielen. Zudem haben Transistorverstärker oft einen strafferen, knackigeren Bass als Röhrenverstärker, deren Ausgangsübertrager die Impulsfreude im Bass oft begrenzen. So kamen findige Köpfe auf die geniale Idee, die Vorteile beider Verstärkertypen in Hybrid-Verstärkern zu vereinen, welche die genannten Nachteile nicht aufweisen sollen. Sowohl der SV-237MK wie auch der CD-S7DAC arbeiten mit Hybrid-Verstärkern.

Der Vorgänger des SV-237MK, der SV-237, wurde bereits anno 2014 von Christian Wenger in einem Vergleichstest beurteilt. Der Nachfolger unterscheidet sich vom Ur-Typen nur dadurch, dass der damalige USB-Input durch einen optischen und einen Coaxial-Eingang ersetzt wurde. Die von Frank Blöhbaum entwickelte Schaltung wurde nicht verändert. So darf man sich fragen, ob es Sinn macht, nach rund fünf Jahren das Gerät nochmals intensiv anzuhören. Doch bei dieser Hörsession wird der CD-S7DAC als Spielpartner gewählt, und dieses Duo erwärmt nicht nur die Herzen von Röhrenfans ...

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