TESTBERICHT
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Hörerlebnis

Schlichte Eleganz.Schlichte Eleganz.

Für den Hörtest verwendete ich die Big-Fun-17-Standlautsprecher von Blumenhofer. Sie verfügen über einen Wirkungsgrad von 91dB/1W/1m bei 8 Ohm Nominal-Impedanz. Sie reagieren trotz dieser Eigenschaften recht sensibel auf Verstärker, mitunter im Tieftonbereich. Die Musik wurde mit dem ST-G30 ab CDs gerippt. Dazu nutzte ich hochauflösende Musik vom NAS.

Dann praktizierte ich die LAPC-Einmessung des SU-G30. Diese Technologie erlaubt laut Hersteller eine Optimierung des Phasen- und Impedanzeverhaltens der angeschlossenen Lautsprecher. Die Messung produziert Testsignale, welche aber nicht durch ein Mikrophon aufgezeichnet werden. Der Verstärker misst, was er in Richtung der Lautsprecher "sieht". Nach abgeschlossener Messung kann man bequem vergleichen, wie sich die Optimierung auswirkt, jederzeit.

Darüber kann man nicht geteilter Meinung sein. Es funktioniert. Ich kam während der Hörsitzung immer wieder zum Ergebnis, dass LAPC tatsächlich eine Optimierung bewirkt. Es verbessert in meiner Hörsituation die Ortbarkeit und den Tieftonbereich. Keine Welten, aber eine sinnvolle Option, deren Wirkung jederzeit abrufbar ist. Da gibt es nie etwas zu diskutieren, egal zu welchem Schluss man kommen mag.

Es gibt schon einige Hersteller, die in diese Richtung denken und handeln, wenn auch mit unterschiedlichen Lösungen. Die Verbindung zwischen Verstärker und passiven Lautsprechern ist von grosser Bedeutung. Lässt sich das wie mit LAPC auf sehr einfache Weise optimieren, dann ist die Kompatibilität verbessert, weil der Verstärker besser angepasst ist.

Musikalisch und neutral

Die Kombination klingt mit den Big-Fun-17-Lautsprechern neutral, authentisch und sehr ehrlich. Es gibt kein Sound-Design, keine übertriebene Wärme und sonstige Schönfärbereien. Das kann man getrost den Lautsprechern überlassen.

Man kann die Instrumente und Stimmen erfühlen, denn sie haben eine formidable Präsenz. Dabei spielt die Qualität der Aufnahme eine Rolle, aber es gibt keine Überempfindlichkeiten, die mich gestört hätten. Der Verstärker und sein Zuspieler verstärken nicht die Musik allein, sondern auch die Emotionen, die entstehen.

Besonders haben mich die mit dem ST-G30 gerippten CDs ab SSD beeindruckt. Sie erreichen eine Qualität, die mit CD-Spielern nicht so einfach zu egalisieren ist. Ich hatte Mühe, Hi-Res-Material zu bevorzugen. Das Klangpotenzial der CD wird mit diesem Gerät ausgeschöpft.

"Grand Class" trifft es recht gut.

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Trotz der kompakten Abmessungen bietet das Gehäuse der neuen OM-D dank des etwas tiefer gehenden Handgriffs genügend Grip, um auch bei Verwendung eines Teleobjektivs komfortabel in der Hand zu liegen. Für einen noch sichereren Halt, besonders bei Aufnahmen im Hochformat, ist ein optionaler Akkuhandgriff verfügbar.

Das Bedienkonzept wurde leicht überarbeitet. Äusserlich daran zu erkennen, dass sich auf dem Modusrad neu drei "Custom"-Positionen befinden und das "Fotostory"- und Motivprogramm-Symbol ("SCN") verschwunden ist. Neben der Vollautomatik "iAUTO" und den klassischen PASM-Modi gibt es noch die Effektfilter-("ART")- und die Video-Position.

Rechts neben dem Modusrad sind das vordere Einstellrad mit Foto-Auslöser und das hintere Einstellrad angeordnet. Dazwischen liegen die Funktionstaste Fn2 und der Video-Auslöser. Auf der linken Kameraoberseite, neben dem Ein/Ausschalter, wählt man den Bildermodus (Einzel- oder Serienbild, Selbstauslöser und die HDR-Einstellung) sowie den Autofokus-Betrieb und die Belichtungsmessmethode.

An der Rückseite befinden sich die Pfeiltasten, Menü-, OK-, Info- und Lösch-Knöpfe und, rechts neben dem Sucher, noch ein neckischer Umschalter mit zwei Positionen. Dieser brachte mich zu Beginn oft zur Verzweiflung.

Innerlich ist die Überarbeitung gleich auf der Hauptmenüseite durch das neu hinzugekommene Video-Menü sichtbar. Dort wurde die Anzahl Aufnahmeformate erheblich erweitert.

Man kann die neue Kamera über das Touch-Display, mit den vielen Tasten und Drehrädern oder mit einer Kombination aus beidem bedienen. Dann lassen sich viele Tasten auch neu belegen, falls einem die Standard-Funktionen dort nicht passen. Durch die zahlreichen Möglichkeiten werden Einsteiger aber schnell überfordert. Auch Profis brauchen einige Zeit, bis sie sich durch alle Menü-Optionen gearbeitet und ihre idealen Set-ups gefunden haben.

Zum Glück lassen sich auf den drei "Custom"-Positionen die eigenen, bevorzugten Einstellungen abspeichern. Zudem gibt es zu den meisten Menüpunkten einblendbare Hilfstexte. Also dann, ab geht es in die Praxis.