Die beiden neuen Modelle C 3030 und C 3030S markieren NADs Rückkehr zur kompakten Bauform jener Ära, die den Ruf der kanadischen Marke als HiFi-Demokratisierer begründete. Mit 356 Millimetern Gehäusebreite fallen die Verstärker deutlich schmaler aus als der vor zwei Jahren lancierte C 3050 und sie orientieren sich stärker am ursprünglichen 3030 aus dem Jahr 1976. Die schwarze Frontplatte mit beleuchteten VU-Metern und dem geschwungenen NAD-Schriftzug zitiert bewusst jene Epoche, in der NAD mit dem Konzept «mehr Musik fürs Geld» den Markt aufmischte.
Beide Verstärker arbeiten im Inneren mit einer Hybrid-Digital-Endstufe. Nach Angaben von NAD nutzt diese die niederländischen Hypex-UcD-Module. Die Nennleistung liegt bei 50 Watt pro Kanal, egal ob an 8 oder 4 Ohm. NAD hebt seine Philosophie hervor und gibt die Leistung über das gesamte Frequenzspektrum an, wenn beide Kanäle gleichzeitig laufen. Impulse mit dynamischer Leistung erreichen bis zu 120 Watt an 8 Ohm, 250 Watt an 4 Ohm und 390 Watt an 2 Ohm. Diese Zahlen zeigen, dass NAD selbst diesem Einstiegsmodell ein starkes Netzteil mit genügend Stromreserven gibt. Durch die Class-D-Architektur bleibt der Betrieb lüfterlos, wodurch das kompakte Gehäuse keine thermischen Schwierigkeiten hat.
Der Verstärker besitzt Anschlüsse für die wichtigsten modernen HiFi-Verbindungen. Ein Eingang für Moving-Magnet-Plattenspieler ist ebenfalls an Bord. NAD baute hier einen Infraschallfilter ein, der das tieffrequente Rumpeln leicht verzogener Schallplatten unterdrückt. HDMI eARC erlaubt einen störungsfreien Anschluss am Fernseher. Ein optischer Digitaleingang nimmt andere digitale Quellen auf. Bluetooth mit aptX HD erlaubt kabelloses Übertragen mit ansprechender Qualität. Für einen Subwoofer gibt es einen Ausgang mit einstellbarer Bassverwaltung mit 80-Hertz-Hochpassfilter für 2.1-Systeme. Beim Basismodell wählt man die Filterfrequenz über einen Schalter auf der Rückseite.
Der C 3030S erweitert dieses Konzept um die BluOS-Streaming-Plattform. Damit wird der Verstärker zur eigenständigen Netzwerk-Audioquelle mit Zugriff auf mehr als 20 Streamingdienste, Internetradio und lokale Musikbibliotheken. Die Plattform unterstütze hochauflösendes Audio bis 24 Bit und 192 Kilohertz sowie natives MQA-Decoding. Die Multi-Room-Funktionalität erlaubt die Integration in bestehende BluOS-Systeme von NAD, Bluesound und Dali. Beim S-Modell erfolgt das Bassmanagement über die Software statt über den mechanischen Schalter. Ein Ethernet-Anschluss ergänzt die WLAN-Anbindung für stabilere Netzwerkverbindungen.
Die e Verstärkertechnik entspricht jener Philosophie, mit der NAD bereits vor Jahrzehnten reüssierte, mit Konzentration auf robuste und wirklich auch verfügbare Leistungsabgabe. Die Class-D-Implementierung mittels Hypex-UcD-Modulen verspricht dabei eine Effizienz von über 90 Prozent bei minimalen Verzerrungen. NAD verzichtet auf symmetrische XLR-Eingänge, Raumkorrektur oder digitale Signalverarbeitung – der Fokus liegt auf direkter, unkomplizierter Wiedergabe.
Die kompakte Bauform mit einer Gehäusebreite von 35,6 Zentimetern und einer Tiefe von rund 30 Zentimetern soll die Integration in moderne Wohnumgebungen erleichtern. Die hübschen VU-Meter sind funktional und zeigen den Ausgangspegel in Echtzeit an, was bei leisen Pegeln die dynamische Aussteuerung sichtbar macht. Die mechanischen Drucktasten für die Eingangswahl erlauben eine direkte Bedienung. Da kommt echtes Vintage-Feeling auf. Eine Fernbedienung gehört zum Lieferumfang.
In der Schweiz werden die Verstärker über die offiziellen NAD-Fachhändler angeboten. Die Preise liegen bei 990 Franken für den C 3030 und 1290 Franken für den C 3030 S. Der C 3030 sollte zeitnah verfügbar sein und wird sowohl bei Müller & Spring als auch bei Stereotec bereits gelistet. Das Streaming-Modell C 3030 S folgt im Juni 2026.

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