Musikquellen und Import
Die Einbindung der Musikquellen geschieht über das Innuos-Betriebssystem, das man über einen Webbrowser durch die Eingabe von my.innuos.com in der Adresszeile bequem anspricht. Die Oberfläche wirkt sehr aufgeräumt und ist nahezu selbsterklärend. Ein Blick in das online verfügbare Manual ist eigentlich kaum nötig.
Das Rippen von CDs als WAV- oder FLAC-Dateien erfolgt sehr zügig. Die Metadaten werden im «Automatik»-Modus direkt bei MusicBrainz, FreeDB und Discogs abgefragt und integriert. Das funktionierte im Test meist – mit Ausnahme von einigen exotischen Alben – tadellos und zuverlässig. Wer vorab gerne die Metadaten kontrolliert oder selber Hand anlegen will, geht über den «Assistant-Modus», der ein manuelles Editieren erlaubt.
Mit der «Auto-Import»-Funktion kann im Netzwerk (NAS/PC) ein Ordner festgelegt werden, dessen Musikdateien immer automatisch importiert werden.Der Import meiner Test-Alben von einer 320-GB-Harddisk über USB benötigte circa 2 Stunden. Das ist nicht besonders schnell, aber ein grosses Archiv zu importieren, ist in der Regel ein einmaliger Vorgang. Das Betriebssystem überprüft zudem während des Imports jedes einzelne File detailliert auf Integrität, was sich auf die Importperformance niederschlägt. Bei Fehlern oder auch wenn das Album schon vorhanden ist, wird es in einem speziellen Ordner in «Quarantäne» gelegt.
Darstellung der Album-Covers nach dem Import. Abspielen kann man die Alben über den Webbrowser aber nicht.Mit seiner Linux-Basis verbindet sich der Zen Mini Mk3 perfekt mit externen Netzwerk-Festplatten. Über Samba-Share zeigt sich das Dateiarchiv der internen Harddisk auch auf einem Mac/Windows-PC. So kann man Musik überspielen oder die Meta-Daten nacheditieren. Innuos empfiehlt zwar die Bearbeitung der Meta-Tags über das Web-Interface des eigenen Betriebssystems. Spezialisierte Editoren für Mac/PC sind aber deutlich effizienter.
Editieren der Meta-Tags im InnuOS über den Web-Browser.Beim Messen des Noise Cancelling macht der Hörer eine wirklich gute Figur, dämpft Störgeräusche in einem weiten Frequenzbereich und lässt in der Praxis Spitzenleistungen erwarten. Ob dem so ist, zeigt auch hier der Hörtest. Tatsache ist, dass bereits die Hörermuscheln auch ohne aktives Noise Cancelling gut gegen Lärm abdichten.
Der RP-HC800 zeigt passiv einen ausgewogenen Frequenzgang (hier kein Diagramm!) mit leichter Bassbetonung. Wird das Noise Cancelling aktiviert, ändert sich der Frequenzgang drastisch. Offenbar dachten die Panasonic-Leute, dass man im aktiven Betrieb neben dem Noise Cancelling auch noch dem Klang etwas Pep im Hochtonbereich verpassen könnte. So hat man vor allem den Frequenzbereich oberhalb 2 kHz angehoben, und zwar bei 8 kHz um rund 8 dB! Wie sich das klanglich auswirkt, zeigt der Hörtest ganz klar.
Hörtest
Das InnuOS bietet drei Server-Alternativen an: Sonos, Logitech Squeeze (UPnP) oder Roon.Der Zen Mini Mk3 beherbergt sowohl einen Core als auch einen Endpoint und ist damit ein preiswertes Hardwarepaket für ein komplettes Roon-System. Auch eine Integration ins Sonos-Netzwerk wird angeboten.
Vermisst haben wir eine Bluetooth-Konnektivität. Mit seiner Datenreduzierung ist Bluetooth nicht prädestiniert zur anspruchsvollen Audioübertragung, aber doch sehr praktisch, um mal schnell Musik oder Podcasts unkompliziert von einem Smartphone oder Tablet anzuspielen.

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