Die Erweiterung für Fabrikation und Logistik wird bald fertiggestellt sein. Dali hat den Mut, als quasi Inhabergeführtes Unternehmen mit einem grossen Hauptaktionär auf Expansion zu setzen. Zu den traditionell kleinen Optimierungsschritten kommen also auch noch ein paar ganz grosse hinzu.
Ich wage die Prognose, dass Dali auch in 20 Jahren grossartig klingende Lautsprecher bauen wird – wie immer Lautsprecher in 20 Jahren aussehen und funktionieren mögen.
Die Distributionsseite ändert sich ebenfalls grundlegend. Die grossen Musiklabels werden von Download- und Streaming-Sites bedrängt, wenn nicht gar – auf längere Sicht – verdrängt. Musiker können ihre Produktionen mit sehr kleinem Aufwand über das Internet selber publizieren. Die Distribution wird demokratisiert. Die Kunden haben eine noch grössere Auswahl an Musiktiteln und müssen lernen, sich im Dschungel der Streaming-Anbieter zurechtzufinden. Sie haben aber auch die Möglichkeit, sehr einfach neue Musiktitel und Musikstile zu entdecken.
Die Streaming-Websites werden künftig ein gutes Entschädigungsmodell für die Künstler finden müssen. Mit den heutigen Modellen verdienen die Künstler zu wenig. Die Konsumenten müssen (sollten) bereit sein, mehr für den unlimitierten Zugang zu Millionen von Titeln auszugeben.
Herkömmliche Tonträger (CD, Vinyl) werden einem Nischendasein fristen. Der Grossteil der Musik wird gestreamt werden – mit den liebsten Songs auf einem Datenträger für unlimitierten Zugang, unabhängig von Internetverbindungen.
Stöbern in einem Record Store in NYC.


