Aufbau der Ausgangsstufe
Als Spannungsverstärkung wird eine sogenannte Single-Ended-Triodenstufe mit einer 5687er-Triode eingesetzt, welche die Spannung um etwa den Faktor 13 verstärkt auf eine zweite Stufe gibt, die einen Ausgangstransformator treibt. Der Ausgangstransformator hat ein sehr grosses Übertragungsverhältnis von 25:1 und weist dadurch einen niedrigen Ausgangswiderstand auf. Dieser geringe Ausgangswiderstand ist nützlich, um für den nachfolgenden Verstärker das Signal möglichst «hart» zu treiben und nicht von allfälligen Kabellängen und ähnlichem abhängig zu sein.
Die Röhren-Ausgangsstufe unseres Projekt-DACs.Exotische Lösung für die Röhrenheizung
Indirekt geheizte Trioden wie die 5687er werden fast immer mit Gleichstrom oder Gleichspannung geheizt. Diese Gleichspannung wird typischerweise durch einen einfachen Regler-IC oder im edleren Falle mittels ausgeklügelter diskreter Regelschaltung erzeugt. Aus klanglichen Gründen haben wir uns hier jedoch für eine sehr exotische Variante mittels Wechselstromheizung entschieden. In der Regel führt eine solche AC-Heizung zu erheblichem Brumm, der in einer solchen Verstärkerschaltung inakzeptabel ist.
Ein einfacher Trick (der scheinbar wenig bekannt ist) besteht darin, das Spannungspotential der Heizspannung über die Kathodenspannung anzuheben, wodurch der Brumm drastisch reduziert wird. Das ist schaltungstechnisch absolut trivial zu realisieren, indem man mittels Spannungsteiler rund 20V Gleichspannung erzeugt, diese mit einem Kondensator etwas «abstützt» und die Heizung «hochlegt», indem der eine Anschluss der AC-Heizung mit diesem Potenzial verbunden wird.
Unser gewaltiges DAC-Netzteil – so gross und schwer wie eine Endstufe!
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