TESTBERICHT
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Publikationsdatum
17. Oktober 2022
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Wer sich in der Vergangenheit schon mal ernsthaft mit HiFi-tauglichen Soundbars auseinandergesetzt hat, wird sicherlich auf die Panoramas von B&W gestossen sein. Nicht mit den allerletzten Features ausgestattet, dafür mit einem vergleichsweise schweren Gehäuse und hochwertigen Treibern ausgestatteter Tonbalken mit dem Anspruch, auch ohne Bild einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. So konnte man die frühere Marschrichtung bei B&W beschreiben. Wie sieht dies 2022 mit der neusten Ausgabe des Panorama aus?

Neue Wege

Die Überschrift weist darauf hin, dass B&W mit der Panorama 3 eine leicht andere Kundengruppe ansprechen will als bisher. Während für frühere Editionen mindestens CHF 2000 hinzublättern waren, reicht für die neue knapp die Hälfte. Nun gut, kann man sagen, die Fernseher kosten auch deutlich weniger als noch vor wenigen Jahren und wer möchte mehr Geld für die Soundbar ausgeben als für den Fernseher? Doch halt, es gibt einige Heimkinofreaks, die sagen, dass der Sound die Hälfte des Kino-Erlebnisses ausmacht. Doch schauen wir mal, was die B&W-Ingenieure für knapp tausend Schweizer Franken alles hingezaubert haben.

Für die Hauptkanäle setzt man wie bei den bisherigen Modellen auf vollwertige Links-, Center- und Rechts-Kanäle mit 2-Weg-System und je zwei 50-mm-Mittel- und einem 19-mm-Hochtöner mit Titankalotte. Dazu kommen zwei 50-mm-Treiber für die Effekte hinzu. Um den Bassbereich kümmern sich zwei 100-mm-Flachmembran-Tieftöner. Zusammengezählt sind 13-Lautsprecher untergebracht, denen insgesamt 400 Watt Verstärkerleistung zur Verfügung stehen. B&W nennt dies in der Beschreibung Atmos® 3.1.2.

Das Gehäuse ist sehr sauber verarbeitet. Mittig befindet sich das edle Bedienfeld für die wichtigsten Funktionen. Eine eigene Fernbedienung wird nicht mitgeliefert, dafür steht die Möglichkeit offen, für die Lautstärkeregelung (inkl. Mute) eine bestehende Fernbedienung anzulernen. Mit anderen Worten: Die TV-Fernbedienung kann auch ohne (e)ARC die Lautstärke regeln. Ein kleines Detail, aber elegant gelöst. Übrigens: Wer mit der Panorama 3 reden möchte, kann dies via Alexa tun.

Unter die Haube geschaut: Gut zu erkennen ist der 10-cm-Flachmembran-Tieftöner (links) und der Effektlautsprecher (rechts im Bild).Unter die Haube geschaut: Gut zu erkennen ist der 10-cm-Flachmembran-Tieftöner (links) und der Effektlautsprecher (rechts im Bild).

Losgelegt

Bei heutigen AV-Produkten muss man kein Spezialist mehr sein, wenn es um das Anschliessen geht. Eigentlich reicht es, ein HDMI-Kabel mit dem (e)ARC-HDMI-Eingang des Fernsehers zu verbinden und das Stromkabel in die Dose zu stecken. Mit der App Music von B&W wird die Soundbar in Betrieb genommen und die HDMI-Schnittstelle eingerichtet. Wichtig ist noch zu wissen, dass beim Fernseher die Tonausgabe auf HDMI-(e)ARC umgeschaltet werden muss, damit der Ton vom TV-Lautsprecher auf die Panorama 3 umgeleitet wird.

Wenn ein älterer TV ohne ARC-Funktion vorhanden ist, kann der Ton auch via Toslink (opt. Digital) zur Soundbar gelangen. Des Weiteren wird die Panorama entweder mit einem LAN-Kabel oder via WLAN ins heimische Netzwerk integriert. Danach kann auch Musik gestreamt werden, dies über die wichtigsten Dienste, die hierzulande genutzt werden – allen voran Spotify, aber auch Dienste mit HiRes, wie Qobuz oder Tidal können eingebunden werden. Kurz zusammengefasst: Nach maximal einer Viertelstunde lässt die Panorama 3 von sich hören. Gut gelöst bei B&W: Man kann eine App für verschiedene Systeme nutzen und braucht nicht für jedes Gerät seine eigene. Für die Platzierung der B&W-Bar kommt ein Sideboard infrage oder die Wand. Die robuste Halterung hierzu wird mitgeliefert. Die Panorama wird dann wie ein kleines Tablar unterhalb des Fernsehers montiert.

Anschlussfeld: HDMI mit ARC bzw. eARC, Toslink (opt. Digital), Ethernet und USB-C für Servicezwecke.Anschlussfeld: HDMI mit ARC bzw. eARC, Toslink (opt. Digital), Ethernet und USB-C für Servicezwecke.
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