20. Juni 2018 | seit 1999
TESTBERICHT
Seite 1 / 6
ARTIKEL
Publikationsdatum
5. Juni 2018
Themen
Drucken
Teilen mit Twitter

In letzter Zeit profilieren sich DA-Wandler zunehmend über technische Leistungsdaten wie möglichst hohe Samplingraten bis 384 kHz bei Wortlängen von 32 Bit und jedwelche DSD-Varianten. Bei allen anderen Daten gilt die Devise, dass nach dem Komma zunächst möglichst viele Nullen erscheinen. Man wähnt sich zurückversetzt in eine Zeit, als uns bei Verstärkern vor allem der Klirrfaktor interessierte.

Bel Cantos DAC 2.7 verarbeitet 24 Bit/192kHz über alle Digitaleingänge und garantiert einen Frequenzgang von 20 Hz bis 20 kHz in einer Toleranz von +/- 0.5 dB. Viel mehr erfährt man nicht, und die Tech-Geeks werden sich beim Versuch, Informationen zum Wandler-Chip in Erfahrung zu bringen, die Fingernägel abkauen – und das ist gut so.

Der DAC 2.7 gehört zu Bel Cantos günstigster e.One-Modellreihe und vereint eine vernünftige Investition von 2990 CHF mit optimaler Performance. Dafür wurde «nur» die Aluminium-Frontplatte aus dem Vollen gefräst, der Rest des Gehäuses besteht aus Stahlblech. Die grün leuchtende 7-Segment-Anzeige ist schon fast retro, und die Platine, auf der sich die Anzeige befindet, datiert von 2009, wurde also vor 9 Jahren entwickelt. - Den DAC 2.7 gibt es seit 2014. Das spielt alles keine Rolle, ausser Sie kaufen solche Geräte wegen der Anzeige und dem Gehäuse! Falls Sie das tun – wogegen nichts einzuwenden ist – hat Bel Canto aus Minneapolis, gegründet 1991, auch solches zu bieten. Das kostet dann aber mehr ...

Der DAC 2.7 ist also ein «No-Nosense-DAC». Das Gerät verströmte schon beim Auspacken eine Art verborgene Kompetenz.

Übersicht zu diesem Artikel
Seite 1:
Seite 2:
Seite 3:
Seite 4:
Seite 5:
Seite 6:
Wettbewerb