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25. März 2019
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InAkustik Air

Die Air-Kabel geniessen einen exzellenten Ruf unter HiFi- und HighEnd-Fans. So kürten die Leser der deutschen HiFi-Magazine «AUDIO» und «stereoplay» sie ganz aktuell gleich drei Mal zum Sieger bei der grossen Leserwahl «Das Goldene Ohr 2019». Die Lautsprecherkabel-Modelle LS-4004 Air und LS-1204 Air sowie das Kleinsignal-Kabel – so oder «NF-Kabel» nennt man die Verbinder etwa zwischen Quellen und Verstärker – NF-1204 Air holten jeweils den ersten Platz in ihrer Kategorie. Auch dies ein Grund für avguide.ch, sich die Kombination LS-1204 Air / NF-1204 Air zum Test zu ordern. Den Test gewissenhaft durchzuführen, erfordert aber Zeit und viel Kontrolle, avguide.ch wird die Resultate spätestens im April liefern.

Kennzeichen der Air-Kabel ist, dass hier tatsächlich Luft als Dielektrikum zum Tragen – oder besser: zum Signalüber-Tragen – kommt. Wie das geht, wollte avguide.ch genauer wissen und besuchte die Firma in Deutschlands Südwesten. Und konnte vor Ort schon mal sofort verifizieren, dass der Werbespruch «Made in Germany» tatsächlich zutrifft.

Es gibt kein ideales Kabel

Seit sich High Fidelity über Dampfradio und Trichtergrammophon hinaus entwickelt hat, wurde an allen möglichen Stellen der Wiedergabe geforscht, gefochten und geflunkert. Die Verbinder zwischen den verschiedenen Komponenten kamen auch dran, spätestens seit Mitte der 1970er trieb das Fach immer neue Blüten.

1977 trat in Deutschland mit Monitor PC eine neue Marke auf den Plan, dem Kabel als klangrelevantem Mitglied der HiFi-Kette zu mehr Beachtung zu verhelfen. «Monitor» war damals zu nahe am Bild, «PC» gehörte in den Computerbereich. Deshalb war der Firmenname Inakustik (www.in-akustik.de) irgendwann der passendere Markenname für die Kabel. Sie bilden bis heute die DNA von Inakustik, die inzwischen aber weit mehr anbieten (siehe Porträt). Aber apropos DNA: Mit diesem Stichwort landen wir sofort in der Gegenwart. Denn die neuesten HighEnd-Kabel von Inakustik weisen intern gewisse Ähnlichkeiten zur Doppel-Helix-Struktur der Erbgutträger auf, wenn auch mehr aus der Physik als aus der Biochemie entwickelt.

«Physik statt Voodoo» lautet denn auch das Motto von Holger Wachsmann. Statt auf bei Vollmond unter Beschwörungsformeln erzauberte Klangverbesserer zu setzen, studierte der ausgebildete Kommunikationselektroniker, seit 1996 bei Inakustik, lieber die einschlägige Elektrotechnik-Literatur. Und da steht eine Menge Hilfreiches drin, etwa zu Widerstand, Induktivität und Kapazität, zu geometrischen und materialtypischen Einflüssen, zu Dielektrika und elektrischen oder magnetischen Feldern, zu unterschiedlichen Anforderungen an Lautsprecher- und an NF-Kabel undsoweiterundsofort. Zumindest in der Theorie. In der Praxis lautet der Schluss: Es gibt kein ideales Kabel. Jedes ist eine Art Filter, es gilt, die Verluste zu minimieren.

Das wiederum hört sich nach komplexen Herausforderungen an – und denen stellt sich Wachsmann mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln. Das sind in der «Referenz Selection» eine Menge: Möglichst reines Kupfer aus der heimischen Produktion der Konzernmutter Braun Kabel, reichlich Gehirnschmalz beim Ersinnen einer Menge selbstgefertigter Werkzeuge, Komponenten und Hilfsmittel, der unbedingte Qualitätswille der Geschäftsführung, viele ruhige und geduldige Hände für echte Handarbeit, eine konsequente Fertigung und Konfektionierung im eigenen Haus – und Luft.

Seit Inakustik mit dem NF-2404 die segensreichen Wirkungen dieses Gasgemischs als Dielektrikum und Isolator für Kleinsignal-Verbinder nutzte, kam im obersten Qualitätsbereich auch bei Lautsprecherkabeln nur noch die Air-Helix-Technologie in Frage.

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