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TESTBERICHT
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Publikationsdatum
10. Dezember 2018
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Das Gewicht von über 22 kg macht schon deutlich, dass beim 55OLED903 ein hoher Materialaufwand betrieben wurde. Dabei sind seine Pfunde geschickt versteckt. OLED-typisch – eine Hintergrundbeleuchtung entfällt – ist das rahmenlose Display nur wenige, nämlich rund vier, Millimeter dick. Die gesamte Elektronik, die Anschlüsse sowie ein Teil des Audiosystems sind in einem knapp vier Zentimeter tiefen Chassis untergebracht. Dieses ist jedoch auch seitlich kaum sichtbar, da es nicht die ganze Rückseite belegt und zudem über abgeschrägte Kanten verfügt.

Das nach vorne abstrahlende Mittel- und Hochton-Soundsystem ist unterhalb des Displays in einem Querbalken platziert. Dieser ist sozusagen nahtlos in den Fernseher integriert und mit Stoff überdeckt. Somit fällt er optisch gar nicht als separate Soundbar ins Gewicht, sondern verleiht dem Gerät eine edle, besonders wohnraumtaugliche Anmutung. Das trägt massgeblich zum insgesamt erfreulichen optischen und haptischen Gesamteindruck dieses Fernsehers bei. Auch die verchromten Miniaturstandfüsse geben keinerlei Anlass zu ästhetischen Bedenken. Auf ihnen ist das Logo von «Bowers & Wilkins» eingraviert.

Das B&W-Soundsystem ist in eine bündig angesetzte Leiste unterhalb des Displays integriert. Eine Stoffabdeckung sorgt für ein edles, wohnliches Erscheinungsbild.

Tatsächlich ist TP Vision (der Hersteller von Philips-TV-Geräten) eine Entwicklungspartnerschaft mit dem britischen Audio-Spezialisten Bowers & Wilkins eingegangen. Nicht nur bei der aktuellen 903-OLED-TV-Generation hat B&W massgeblich Know-how für eine gute Soundqualität beigetragen. Mindestens für die nächsten drei Jahre (wenn nicht länger) werden Philips-Fernseher der Oberklasse von den britischen Klangtüftlern profitieren und das entsprechende Logo tragen dürfen.

Eine ureigene Philips-Innovation ist hingegen Ambilight, welches beim 55OLED903 seitlich sowie nach oben eine farblich zum jeweiligen Bildschirminhalt passende indirekte Rückwandbeleuchtung generiert. Tatsächlich ergänzt Ambilight das leuchtstarke OLED-Display ganz hervorragend, weil der Übergang vom extrem hellen Bildschirm (bis zu 1000 Nit) zur Umgebung viel harmonischer ausfällt. Ambilight lässt sich unter anderem in der Helligkeit justieren, so dass man es auch nur sehr dezent nutzen kann.

Die übrige Ausstattung des Fernsehers braucht sich ebenfalls nicht zu verstecken. Neben vier HDMI-Eingängen finden sich zwei USB-Anschlüsse. Wer einen der eingebauten TV-Tuner zum Fernsehempfang nutzt, kann über eine externe Festplatte Sendungen zur Aufnahme programmieren oder auch Timeshift nutzen. Für DVB-S ist sogar ein Doppeltuner vorhanden. So kann man ein Programm sehen und ein zweites aufzeichnen, sofern man über eine passende Twin-Satellitenantenne verfügt.

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