Zur Überprüfung der Aufnahmen sind bei der Wiedergabe mehrere Info-Screens vorhanden. Die Foto-Parameter werden dabei übers Bild gelegt oder um ein verkleinertes Foto herum angezeigt.
Ein Bild kann durch Doppeltippen auf den Touchscreen während der Wiedergabe vergrössert angezeigt werden. Ein Vergrössern oder Verkleinern mit Daumen und Zeigefinger ist hingegen nicht möglich. Ohne Touchscreen muss erst die Lupen-Taste gedrückt und dann das Einstellrad gedreht werden. Wieso lässt sich nicht direkt per vorderes oder hinteres Drehrad vergrössern?
Gut finde ich hingegen, dass ich mit gleichem Zoomfaktor weitere Bilder betrachten kann. Die Ansicht wird auf den Teil des Bildes, auf den die Kamera während der Aufnahme fokussiert hat, eingezoomt.
Videofilmen
Bequemer filmen: Mit aufgeklapptem Monitor lässt sich leichter aus erhöhter oder tiefer Position filmen.Bei den Videofunktionen der Alpha 7R III hat sich gegenüber dem Vorgänger nicht viel verändert. 4K/UHD-Videos werden in Sonys eigenem XAVC-S-4K-Format aufgenommen. Die maximale Bildfrequenz ist bei 30 Bildern pro Sekunde geblieben, was je nach Fernseher zu einer mehr oder weniger ruckelnden Wiedergabe führt. Dies ist vor allem bei Schwenks und schnellen Motivbewegungen festzustellen.
Das ist sehr schade, vor allem beim Filmen im Super-35-mm-Format. Dort wird nur ein Bereich des Sensors ausgelesen, und zwar ohne Pixel-Binning (Zusammenzug benachbarter Bildelemente), was die Erfassung von 5K-Daten ermöglicht. Und dies wiederum führt beim Herunterrechnen zu erstklassigem 4K-Video mit besonderer Tiefendurchzeichnung und Farbgenauigkeit. Zusätzlicher Nebeneffekt: Der Telebereich des Objektivs wird um rund das 1,5-Fache erweitert.
Die Aufnahme in Cinema-4K mit 4096 x 2160 Pixel beherrscht die neue Alpha nach wie vor nicht. HD-Video mit 1920 x 1080 Pixel sind im XAVC-S-HD-Format mit 50p/60p möglich, in AVCHD nur interlaced als 50i/60i. Zeitlupenaufnahmen können in Full-HD mit 100p oder 120p erstellt werden.
Bei 4K/UHD- und HD-Videos ist auch eine Aufnahme mit 24p möglich. Aber nur, wenn man sich in der NTSC-Norm befindet. Die Umschaltung erfolgt auch bei der neuen Kamera nach wie vor sehr umständlich: Hat man bislang in PAL gefilmt (25p/50p), muss die Speicherkarte in der Kamera neu formatiert werden! Also nicht vergessen, vorher die Aufnahmen extern zu sichern. In diesem Fall schaltet sich die Alpha aus und nach einigen Gedenksekunden wieder ein. Die PAL/NTSC-Auswahl befindet sich übrigens nicht in den Foto- oder Film-Menüs, sondern unter dem Werkzeug-Symbol.
Der Videoauslöser wurde gegenüber der 7R II umplatziert. Er befindet sich nicht mehr an der Seite in der Daumenauflage, sondern direkt neben dem Sucher. Damit ist er beim Filmen übers Display zwar besser erreichbar, beim Blick durch den Sucher kommen sich jedoch Auslösefinger und Auge in die Quere.
Zum Glück lassen sich Videoaufnahmen im Film- oder Zeitlupenmodus auch viel sanfter und bequemer per Foto-Auslösertaste starten, was beim Vorgänger noch nicht möglich war. Nach längerer Suche fand ich tatsächlich den entsprechenden Menüpunkt. Er befindet sich im Fotokamera-2-Reiter und heisst «Film mit Verschluss».
Filmaufnahmen können über den Video-Auslöser in allen Aufnahmemodi gestartet werden. Dabei werden die meisten Fotoeinstellungen übernommen. Die Daueraufnahme ist auf 29 Minuten begrenzt, danach muss der Video-Auslöser erneut gedrückt werden.
Im Filmmodus kann per Programmautomatik, mit Blendenpriorität, Zeitpriorität oder manuell belichtet werden. Nur im Film-Modus können Aufnahmen gleichzeitig intern aufgenommen und über die HDMI-Buchse an ein externes Aufnahme-/Wiedergabegerät übertragen werden.
Die Alpha 7R III besitzt neu eine HLG-Funktion (Hybrid Log-Gamma). Das ist eine Art Sofort-HDR-Aufnahme, mit der ohne vorheriges externes Bearbeiten am Computer auf HDR-tauglichen Fernsehern extrem realistische 4K-HDR-Bilder wiedergegeben werden können.
Durch Auswählen von vordefinierten Bildprofilen kann die Bildqualität bestimmten Gamma-Kurven (ITU.709, Sony Cine, S-Log, HLG) und Detail-Einstellungen angepasst werden. Die Parameter der Profile (Schwarzwert, Gamma-Kurve, Knie, Farbmodus, Sättigung, Farbphase, Tiefe, Sättigung, Detail) dürfen auch dem eigenen Geschmack angepasst werden und bieten eine grosse Experimentier-Spielwiese für Videoprofis. Dem unlogischen Menüsystem entsprechend sind die Bildprofile für die Videoeinstellungen unter dem Kamera-1-Symbol bei den Fotoprofilen zu finden.
Kreativ filmen
Bildqualität, Wiedergabe und WiFi
Lens-on-Chip-Design und Antireflexions-Beschichtung: Der Vollformat-Sensor bietet eine hohe Empfindlichkeit bei geringem Bildrauschen und einen grossen Dynamikumfang.Bildkontrolle
Zur Überprüfung der Aufnahmen sind bei der Wiedergabe mehrere Info-Screens vorhanden. Die Foto-Parameter werden dabei übers Bild gelegt oder um ein verkleinertes Foto herum angezeigt.
Ein Bild kann durch Doppeltippen auf den Touchscreen während der Wiedergabe vergrössert angezeigt werden. Ein Vergrössern oder Verkleinern mit Daumen und Zeigefinger ist hingegen nicht möglich. Ohne Touchscreen muss erst die Lupen-Taste gedrückt und dann das Einstellrad gedreht werden. Wieso lässt sich nicht direkt per vorderes oder hinteres Drehrad vergrössern?
Gut finde ich hingegen, dass ich mit gleichem Zoomfaktor weitere Bilder betrachten kann. Die Ansicht wird auf den Teil des Bildes, auf den die Kamera während der Aufnahme fokussiert hat, eingezoomt.
Die Sony Alpha 7R III hat viele Kritikpunkte am Vorgängermodell ausgemerzt. Die Auflösung ist zwar gleich geblieben, doch mit schnellerem Autofokus, rasanter Serienbildgeschwindigkeit, grösserem Pufferspeicher, neuem Fokusjoystick, zweitem Karteneinschub und vielen kleinen Verbesserungen hat sie sich um einiges gegenüber dem Vorgänger steigern können. Damit steht sie, auch dank der nochmals verbesserten Bildqualität, bei den spiegellosen Vollformat-Systemkameras ganz oben.
Für Videofilmer hat sich ausser der neuen HLG-Funktion wenig geändert. Die Alpha 7R III begrenzt 4K/UHD-Aufnahmen immer noch auf 30p, und Videofunktionen muss man verstreut in verschiedenen Menüs zusammensuchen.
Überhaupt würde dem Bedienungskonzept der Kamera eine Generalüberholung guttun. Einsteiger können zwar mit der Automatik filmen und fotografieren, aber allein dafür ist die Kamera viel zu schade und zu teuer. In den übrigen Modi werden sie mit zu vielen Einstellungen erschlagen, die teilweise auch noch kaum verständlich abgekürzt wurden.
Wenn es Profis schaffen, sich mit der Alpha 7R III vertraut zu machen, und oft benötigte Einstellungen auf Funktionstasten abspeichern, wird die Kamera zu einem vielseitigen Werkzeug für fotografische, filmische und andere multimediale Projekte.
Besitzer einer Alpha 7R II werden es sich dennoch gut überlegen müssen, ob ihnen die Verbesserungen schon ein Umsteigen auf das neue Modell Wert sind, oder ob sie lieber auf eine 7R IV warten.
PlayMemories
Mit der Smartphone-Applikation «PlayMemories Mobile» können Bilder per Smartphone ferngesteuert aufgenommen oder auf der Kamera aufgezeichnete Bilder zum Smartphone übertragen werden. Die Datenübertragung wird über WLAN realisiert, die einfachste Verbindung bei Android-Modellen kann per NFC erfolgen. QR-Code und Direkteingabe des Passworts sind weitere Verbindungsmöglichkeiten.
Per Netzwerk lassen sich die aufgenommenen Bilder ab Kamera drahtlos auf den Computer oder einen FTP-Server übertragen oder auf einem netzwerktauglichen Fernsehgerät betrachten.
Unter dem ominösen Menüpunkt «StO.infoVerknEinst», man erinnert sich, kann PlayMemories Mobile benutzt werden, um Standortinformationen von einem Smartphone abzurufen und zusammen mit den aufgenommenen Bildern aufzuzeichnen. Dazu werden Smartphone und Alpha 7R III per Bluetooth verbunden.
Die Verbindung zwischen Kamera und Android-Handy war schnell hergestellt. Die WiFi-Kommunikation wurde hingegen bei jedem Menüaufruf auf dem Smartphone kurz unterbrochen und dann wieder synchronisiert. Foto- und Videoaufnahmen konnten zwar problemlos via Handy ausgelöst werden, doch sind es solche Kleinigkeiten, die einfach nerven.
Foto-Film-Allrounder: Hat man sich einmal mit der Bedienung vertraut gemacht, ist die Alpha 7R III ein vielseitiges Werkzeug für Fotografen, Videofilmer, Multimediaschaffende und andere Kreative.Die Sony Alpha 7R III hat viele Kritikpunkte am Vorgängermodell ausgemerzt. Die Auflösung ist zwar gleich geblieben, doch mit schnellerem Autofokus, rasanter Serienbildgeschwindigkeit, grösserem Pufferspeicher, neuem Fokusjoystick, zweitem Karteneinschub und vielen kleinen Verbesserungen hat sie sich um einiges gegenüber dem Vorgänger steigern können. Damit steht sie, auch dank der nochmals verbesserten Bildqualität, bei den spiegellosen Vollformat-Systemkameras ganz oben.
Für Videofilmer hat sich ausser der neuen HLG-Funktion wenig geändert. Die Alpha 7R III begrenzt 4K/UHD-Aufnahmen immer noch auf 30p, und Videofunktionen muss man verstreut in verschiedenen Menüs zusammensuchen.
Überhaupt würde dem Bedienungskonzept der Kamera eine Generalüberholung guttun. Einsteiger können zwar mit der Automatik filmen und fotografieren, aber allein dafür ist die Kamera viel zu schade und zu teuer. In den übrigen Modi werden sie mit zu vielen Einstellungen erschlagen, die teilweise auch noch kaum verständlich abgekürzt wurden.
Wenn es Profis schaffen, sich mit der Alpha 7R III vertraut zu machen, und oft benötigte Einstellungen auf Funktionstasten abspeichern, wird die Kamera zu einem vielseitigen Werkzeug für fotografische, filmische und andere multimediale Projekte.
Besitzer einer Alpha 7R II werden es sich dennoch gut überlegen müssen, ob ihnen die Verbesserungen schon ein Umsteigen auf das neue Modell Wert sind, oder ob sie lieber auf eine 7R IV warten.

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