26. März 2019 | seit 1999
TESTBERICHT
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Fazit

Bewährtes verbessern: Bei der X-T3 hat Fujifilm bestehendes übernommen und optimiert. Besonders bei den neuen Videofunktionen wurde tüchtig Gas gegeben.

Auf den ersten Blick unterscheidet sich die Fujifilm X-T3 kaum vom Vorgänger X-T2. Doch der Hersteller hat einige Details überarbeitet und im Innern gehörig an der Leistungsschraube gedreht. Die Handhabung wurde optimiert, es gibt schnellere Serienbilder, die Sucherauflösung wurde erhöht und das Autofokus-System deutlich verbessert.

Die Videoabteilung der X-T3 wurde massiv erweitert und kann mit ihren Qualitäten problemlos mit den Spezialisten Panasonic GH5 oder GH5s mithalten. Mit Fujinon-Cine-Objektiven bestückt wird die neue Kamera sicher manche Filmprofis zu begeistern wissen. Die fehlende Bildstabilisierung werden diese Anwender mit anderen Mitteln lösen.

Die Fotos und Videos im Analogfilm-Look, bzw. deren digitale Simulation, konnten auch bei der X-T3 einmal mehr überzeugen. Die Kamera-Bedienung im Retrolook ist jedoch gewöhnungsbedürftig und für Smartphone-gewohnte Wischfinger wohl kein Thema. Völlige Foto-Einsteiger werden eher verwirrt und sich erst mal die Zähne daran ausbeissen.

Benutzer einer X-T2 oder X-H1, denen die neuen Videomöglichkeiten nicht so wichtig sind, dürfen ruhig bei ihren vorhandenen Schätzchen bleiben. Der Zuwachs an Bildqualität durch den neuen 26-Megapixel-X-Trans-IV-BSI-Sensor hält sich in Grenzen.

Die Fujifilm X-T3 gibt es in Schwarz oder Silber. Das Gehäuse (Body) ohne Objektiv kostet 1699 Franken, für das Kit mit Objektiv XF 18-55 mm F2.8-4 R LM OIS bezahlt man 2149 Franken.

avguide.ch meint

Die Fujifilm X-T3 ist gegenüber der zwei Jahre alten X-T2 in vielen Bereichen überarbeitet worden. Vor allem die Videofunktionen wurden zügig ausgebaut und bieten zum Teil einzigartige Möglichkeiten bei spiegellosen Systemkameras. Videoaufnahmen mit 4K/60p 4:2:2 10-Bit würden auch einer X-H1 gut anstehen. Von dieser könnte sich die X-T3 dafür den integrierten 5-Achsen-Bildstabilisierung (IBIS) leihen. Denn auf diesen muss der Fujifilm-Fotograf auch bei der X-T3 weiterhin verzichten.

Bewährtes der Vorgängermodelle wurde zum Glück beibehalten oder gar optimiert. Die Erhöhung der OLED-Sucher-Auflösung auf tolle 3,69 Millionen Bildpunkte wird auch die letzten tapferen Anhänger optischer Sucher zum Umdenken bringen. Die Fujifilm X-T3 legt die Latte bei den spiegellosen Systemkameras im APS-C-Format wieder eine Stufe höher und lässt viele Mitbewerber im Videobereich blass aussehen.

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STECKBRIEF
Modell:
X-T3
Profil:
Kompakte spiegellose Systemkamera mit 26 Megapixeln Auflösung, ausgezeichneter Bildqualität, schnellem Autofokus, rasanten Serienbildern und professionellen Videofunktionen. Etwas gewöhnungsbedürftige Bedienung.
Pro:
Bildqualität direkt aus Kamera
AF-Geschwindigkeit
Serienbildfunktion
OLED-Sucher
Klapp- und schwenkbares Touchdisplay
Analogfilm-Simulationen
4K DCI- und UHD-Video mit 60fps
10-Bit-Video intern und extern
H.265/HEVC Video-Codec
F-log-Video
Spritzwasser- und staubgeschützt
Vielseitig konfigurierbar
Contra:
Kein eingebauter Bildstabilisator
Display nicht Selfie/YouTuber-tauglich
Kein separater Videoauslöser
Eingeschränkte Touch-Bedienung
Videoaufnahmezeit-Limiten
Akkuverbrauch
Preis:
1,699.00 CHF
Hersteller:
Jahrgang:
2018
Vertrieb:
Masse:
132,5 x 92,8 x 58,8 mm
Gewicht:
0.539 kg
Farbe:
Schwarz und Silber
Auflösung:
26,1 Millionen Pixel
Bildsensor:
APS-C X-Trans-CMOS mit Primärfarbenfilter
Datenformat:
JPEG, RAW
Empfindlichkeit ISO:
160 - 12800, erweiterbar auf 80,100,125,25600,51200
LCD Monitor:
3,0 Zoll (7,6 cm) Touchscreen-LCD, 3-Wege-Verstellung
Pixel:
1,04 Millionen Pixel
Schnittstelle:
USB 3.1 Typ-C, Micro-HDMI, Mikrofon, Kopfhörer, Fernauslöser
Speichermedien:
SD/SDHC/SDXC Speicherkarten
Verschlusszeit:
1/32000 sec. bis 15 min. / Bulb max. 60 min.
Videoaufnahme:
H.265/H.264-Standard (MOV); 4K DCI/UHD/FHD bis 60p; 10-Bit intern/extern
Wettbewerb