TESTBERICHT
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Erstes Setup

Screenshot des Denon-EinrichtungsassistentenScreenshot des Denon-Einrichtungsassistenten

Kurz nach dem ersten Anschluss des AVR-3313 begrüsst er seinen stolzen Besitzer mit einem siebensprachigen Erstinstallations-Assistenten. Dieser präsentiert sich mit einem farbigen Benutzerinterface und erläutert reichlich bebildert in einer Schritt-für-Schritt-Anleitung die Ersteinrichtung. Das hier verwendete grafische Benutzerinterface ist, genau wie das Webinterface, sehr einfach gehalten, bleibt hierbei jedoch jederzeit funktional und praxistauglich. Wer jedoch seinen neuen AV-Receiver nach dem Kauf sogleich ins Hifi-Regal stellt und vollständig verkabelt und erst dann den Neuerwerb zum ersten Mal zum Leben erweckt, kann das Setup der Lautsprecher getrost überspringen.

Nicht überspringen sollte man jedoch das Einmessen des Hörraumes: Hierzu wird das im Lieferumfang enthaltene Mikrofon am dafür vorgesehenen Eingang angeschlossen und der Einmessvorgang per Audyssey MultEQ XT gestartet. Anschliessend sollte man im Hörraum für rund zehn Minuten Ruhe bewahren: Mindestens sechs oder maximal acht verschiedene Hörpositionen werden durch das Audyssey-System vermessen und im Sinne ihrer akustischen Abbildungsqualität bewertet. Der gesamte Vorgang schafft letztendlich ein weitestgehend verzerrungsfreies Klangbild an allen Hörpositionen. Unangenehme Reflexionen, stehende Wellen niederfrequenter Anteile oder andere akustische Einflüsse werden wirksam verhindert und am Ende steht eine ausgeglichene Wiedergabe, die von den akustischen Eigenschaften des Hörraumes bereinigt wurde.

Im nächsten Teil der Ersteinrichtung werden schliesslich die Eingangsquellen zugeordnet. Hierbei gefällt vor allem, dass alle Eingangsquellen frei benannt werden können. Auch die abschliessende Einrichtung des Netzwerkzugangs geht mit wenigen Klicks vonstatten: bei vorhandenem DHCP ist die Einrichtung des Internetzugangs in wenigen Momenten abgeschlossen.

Ton und Bild

Der Denon AVR-3313 beherrscht das Upscaling auf 2K und 4K.Der Denon AVR-3313 beherrscht das Upscaling auf 2K und 4K.

Laut Denon wurde bei der Konzeption des AVR-3313 sehr viel Zeit und Sorgfalt für die akustische Optimierung, vor allem der HD-Tonformate, investiert. So hat man beispielsweise einen neuen Clock Jitter Reducer zur Minimierung störender Zeitlauffehler im Signal implementiert. In der Paarung mit Denons Link HD, welches das Taktsignal einer digitalen Signalübertragung auf ein Koaxial-Kabel auslagert - während die eigentliche Signalübertragung weiterhin mittels HDMI erfolgt - ergibt dies in der Praxis eine hörbare Klirr-Reduzierung bei Jitter-behafteten Eingangssignalen und damit auch einen deutlich grösseren Dynamikumfang.

Sowohl im Surround-Ton, als auch im Stereo-Ton beeindruckt Denons AV-Receiver mit viel klanglichem Potential. Seine Balance zwischen den räumlichen Ebenen und dem darauf aufbauenden Klangbild erscheint jederzeit authentisch und stimmig und bietet eine sehr gute Raumwirkung. Schnelle Wechsel in der Kombination imposanter Effekte mit beständiger Hintergrundmusik erledigt er zuverlässig und hält dabei den Musikanteil stets sauber für sich stehend. Geräuschkulissen finden sich präzise im Raum wieder, und so entsteht der Eindruck, dass Denon mit dem AVR-3313 gegenüber seinem Vorgänger in den feinsten Details erneut etwas zulegen konnte: Feinheiten im Hochton-Bereich lassen einfach mehr Details erahnen. Man glaubt Denon gerne, dass hier beständig Entwicklungsarbeit investiert wird.

Die hervorragende Qualität der Verarbeitung der Audiosignale setzt sich bei der Aufbereitung der digitalen Bildinhalte nahtlos fort: Denon schafft mit dem AVR-3313 die Abbildung einer sehr natürlichen Schärfe in Verbindung mit einer tadellosen Detailwiedergabe. Mit einem ausgezeichneten Detailreichtum gibt Denons AV-Receiver die Gesichter der Akteure wieder und zeigt dabei sehr natürliche Hauttöne. Bildrauschen ist im Grunde nicht vorhanden und Schriften, zum Beispiel im Abspann oder wie sie auch gerne auf Test-DVDs genutzt werden, laufen sehr ruhig und mit kaum sichtbaren Artefakten. Diagonalen Linien, vor allem in kontrastreichen Umgebungen, werden von minimal ausgeprägten Treppenstufen flankiert, dabei werden Schatten wiederum sehr sauber differenziert. Auch Kontrast-Differenzen in dunklen Filmsequenzen schafft der AVR-3313 weitestgehend ohne Artefakte aber mit leichten Nachzieheffekten. Bewegungen arbeitet er wirklich sehenswert heraus, allenfalls an sich schnell bewegenden scharfen Kanten mag man eine geringe Neigung zur Bildung von Artefakten vermuten.

Fazit

Die Front des AVR-3313 - pures reduziertes DesignDie Front des AVR-3313 - pures reduziertes Design

Dass Denon beim Gehäusedesign einen Schritt zurück macht und die Front derart aufgeräumt und frei von Buchsen und Tasten präsentiert, steht dem AVR-3313 sehr gut zu Gesicht. Optisch vermag dieser AVR-Receiver damit einen Trend zu etablieren.

Aber auch mit den inneren Werten des AVR-3313 legt Denon einmal mehr die Messlatte sehr weit oben an: Zwar ist auch hier nicht alles perfekt, die Ton- und Bild-Qualität steht indes ausser Frage: Denons Investitionen in die kontinuierliche Weiterentwicklung seiner Systeme zahlt sich aus, und so kauft man mit dem AVR-3313 einen zukunftsfähigen (4K-Upscale) AV-Receiver, der zudem fabelhaft klingt.

Vielleicht wird man bei Denon nun den Netzwerkfeatures etwas mehr Augenmerk schenken. Zwar ist viel Funktionalität vorhanden, deren Umsetzung und Bedienbarkeit hat aber noch Luft nach oben - das kann Denon sicher besser.

Wessen Interesse nun geweckt ist, wird die unverbindliche Preisempfehlung von 1699 CHF erfreut zur Kenntnis nehmen: Denon bietet mit dem AVR-3313 einen AV-Receiver mit einem hervorragenden Preis-/Leistungsverhältnis an.

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