Bedeutung der USB-Schnittstelle für Digital Audio
Als Besitzer eines grosen 4K-Fernsehgerätes kann man jammern, dass noch kaum 4K-Inhalte vorhanden sind. Oder selber 4K-Inhalte erstellen.
Die meisten TV-Hersteller loben sich, wie einfach man drahtlos Inhalte von Mobilgeräten auf dem Fernseher abspielen kann. Vor allem Partnerschaften zwischen Samsung-TV und Samsung-Handy oder entsprechende Freundschaften bei Sony haben die Hersteller inzwischen gut gelöst. Auf Mobilgerät und Fernseher sind aufeinander abgestimmte Apps vorhanden, welche die drahtlose Kopplung einfach machen und die Wiedergabe mit einem Fingertippen starten.
Der Haken ist, dass diese Lösungen nur bis Full-HD-Auflösung funktionieren. Denn die darunterliegenden Standards wie Miracast, Chromecast, WiFi-Direct und auch Apples Airplay unterstützen maximal 1920 x 1080 Bildpunkte. Letztlich ist auch der Funkstandard 802.11n in der Praxis meist von der Datenmenge überfordert, welche eine 4K-Filmwiederwiedergabe in Echtzeit benötigt.
Mit hochwertigen DA-Wandlern kann man nicht nur die Wiedergabe von hohen Datenraten sicherstellen (Hi-Res), man kann auch die Klangqualität von Musikdaten, die von einer CD stammen, nochmals neu definieren, wenn der CD-Ripp sorgfältig ausgeführt wurde. Viele Musikhörer haben Feuer gefangen und nutzen diese neue Möglichkeit lustvoll und mit neu erwachter Faszination.
Anwendungsspektrum
Der vorliegende Test zeigt nicht „nur“ die Klangqualität, sondern die ganze funktionale Bandbreite hochwertiger DA-Wandler im tieferen Preissegment auf. Die acht Geräte reichen funktional von minimalistisch bis äusserst vielseitig. Das einfachste Konzept beinhaltet gerade einmal einen USB-Eingang und eine 3,5 mm Klinkenbuchse am Ausgang. Die komplexesten Geräte erlauben sogar die Wiedergabe von DSD-Formaten mit wählbarem Tiefpassfilter oder arbeiten als Vorverstärker mit zusätzlichem Analogeingang und zwei Kopfhörerausgängen. Letzteres war vor noch zwei Jahren nur für relativ viel Geld zu haben.
Klangrelevant
Am Ende entscheidet der Klang im Zusammenhang mit unserem Hörgeschmack und dem spezifischen Sound der HiFi-Anlage. Der DA-Wandler spielt dabei die wichtigste Rolle, zumindest wenn wir von den Geräten sprechen. Die Qualität der Aufnahme können wir nur indirekt beeinflussen, nämlich indem wir gute Aufnahmen kaufen und auf die Schlechten verzichten. – Aber das ist eine andere Geschichte.
Wie wurde getestet?
Quelle: Mac Mini mit NAS. Audioplayer: Audirvana Plus. Verstärkung: WLM Sonata EL34 Röhrenvollverstärker. Lautsprecher: WLM DIVA MKII und LYRA Reference MKIII. Musikmaterial: Unterschiedliche Aufnahmen, die sowohl auf CD, Downloads oder sogar Vinyl-Aufnahmen basieren, vorwiegend FLAC und AIFF-Files, 16 oder 24 Bit mit relevanten Samplingraten von 44.1 kHz bis 192 kHz, je nach Unterstützung durch die Geräte. Der einzige Teilnehmer, der DSD widergeben kann, wurde auch mit DSD64 und DSD 128 Material getestet.

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