TESTBERICHT

Bei wasserdichten Kameras denken viele gleich an Badeferien und Unterwasserfotos. Doch eigentlich handelt es sich dabei um ganz normale Kompaktmodelle, die klein, leicht, handlich und zudem kinderleicht zu bedienen sind, wodurch man sie stets für die klassischen Erinnerungsbilder und spontane Schnappschüsse dabei haben kann.

Darüber hinaus sind diese Allwetterkameras zusätzlich geschützt und besonders widerstandsfähig, denn für einen möglichen Einsatz unter Wasser müssen sie wegen des mit der Tiefe zunehmenden Wasserdrucks entsprechend robust gebaut sein. Deshalb machen diesen Kameras selbst Stürze aus über anderthalb Metern Höhe nichts aus.

Weil die Kameras wasserdicht sind, bieten sie auch einen Schutz gegen sonstige Fremdkörper wie Sand. Man kann mit den Allwetterkameras deshalb bedenklos überall dort fotografieren, wo normale Kameras leicht Schaden nehmen könnten. Das kann beispielsweise in der Wüste (sogar bei einem Sandsturm), am staubigen oder schlammigen Rand einer Motocross-Piste oder beim fotografischen Dokumentieren eines Schleifprozesses sein.

Allwetterkameras sind also die idealen Begleiter bei allerlei Outdoor-Aktivitäten, von normalem Wandern über Mountain-Biking bis hin zum extremen River-Rafting oder auch bei Wintersportarten, wo Kontakt mit Wasser in Form von Schnee und Eis, aber auch Stürze drohen. Man kann die Kameras wirklich immer und überallhin mitnehmen und einsetzen, ohne Angst vor Beschädigungen haben zu müssen.

Wasserdichte Kameras wie die abgebildete Nikon AW100 lassen sich auch in kameraunfreundlichen Umgebungen einsetzen und verweigern selbst nach einem ausgiebigen Bad nicht ihren Dienst.Wasserdichte Kameras wie die abgebildete Nikon AW100 lassen sich auch in kameraunfreundlichen Umgebungen einsetzen und verweigern selbst nach einem ausgiebigen Bad nicht ihren Dienst.

Von wasserfesten zu wasserdichten Allwetterkameras

Wasserdichte Digitalkameras gibt es inzwischen seit beinahe 10 Jahren. Zuvor gab es für den Einsatz im und am Wasser lediglich optionale Unterwassergehäuse (UW-Gehäuse) zu einigen Kameramodellen – von teuren speziell gefertigten Unterwasserkameras abgesehen.

Unterwassergehäuse sind allerdings meist sehr voluminös, was unter Wasser nicht allzu sehr stört, jedoch beim Fotografieren an Land irritiert und das Mitführen kompliziert gestaltet. Deshalb wurden aus ersten spritzwasserresistenten Kompaktmodellen bald die heutigen wasserdichten Allwetterkameras entwickelt. Übrigens: Unterwassergehäuse gibt es weiterhin, und sie machen sogar Sinn mit wasserdichten Kameras. Mehr dazu weiter unten.

Wasserdichte Kameras wie die Pentax Optio WG2 (hinten) und WG2-GP (vorne) fühlen sich ebenso wohl in Schnee und Eis, wie im und am Wasser eines tropischen oder mediterranen Sandstrands.Wasserdichte Kameras wie die Pentax Optio WG2 (hinten) und WG2-GP (vorne) fühlen sich ebenso wohl in Schnee und Eis, wie im und am Wasser eines tropischen oder mediterranen Sandstrands.

Mehr als wasserdicht

Wasserdicht bedeutet, dass eine Kamera nicht bloss gegen Spritzwasser geschützt ist, was oft auch als wasserfest bezeichnet wird, sondern dass sie ins Wasser getaucht und dort auch betrieben werden kann. Doch Vorsicht, dieses "wasserdicht" gilt immer nur mit Einschränkungen, d.h. für eine bestimmte maximale Wassertiefe und eine beschränkte Dauer. (Mehr dazu im Abschnitt Unterwassereinsatz.)

Die wasserdichten Kameras können also tauchen, jedoch nur bis zu einer maximalen Tauchtiefe wie z.B. 5 oder 10 Meter. Darunter besteht die Gefahr, dass ihre Dichtungen versagen. Die Kameras sind also eher zum Schnorcheln als zum richtigen Tauchen konzipiert.

Abtauchen: Die Allwetterkameras tauchen bis zu einigen Metern unter Wasser. Die abgebildete Olympus TG-820 gehört zu jenen Modelle, die bis zu 10 Meter tief runter dürfen.Abtauchen: Die Allwetterkameras tauchen bis zu einigen Metern unter Wasser. Die abgebildete Olympus TG-820 gehört zu jenen Modelle, die bis zu 10 Meter tief runter dürfen.

Weil die Kameras wasserdicht sind, sind sie auch stets staubdicht, wodurch sie sich eben auch für Aufnahmen in verschiedensten Umgebungen qualifizieren.
Um dem Wasserdruck stand zu halten, sind die Kameragehäuse besonders robust gebaut und somit auch stoss- und druckfest. Sie überstehen problemlos Stürze aus einer Fallhöhe von z.B. einem Meter und widerstehen einer Druckeinwirkung von bis bis 100 Kilogramm. Da die Kameras nicht nur für sommerliche Badeferien konzipiert sind, sondern ebenso gute Begleiterinnen beim Wintersport abgeben, sind sie auch frostsicher - meist bis minus zehn Grad Celsius.

Als Allwetter- bzw. Outdoor-Kameras sind die besseren, teureren Modelle zusätzlich mit nützlichen Dingen wie einem GPS-Empfänger, elektronischem Kompass, oder auch einem Sensor zur Bestimmung von Wassertiefe und Land-/Berghöhe ausgestattet.

Kompakte flache Flundern

Es handelt sich bei den wasserdichten Allwettermodellen durchwegs um flache Kompaktkameras, deren Äusseres ihre besondere Robustheit nicht immer zur Schau tragen. Nur einige lassen ihre Robustheit durch ein entsprechendes Design erahnen, wie z.B. die aktuellen Modelle von Pentax.

So flach wie diese wasserdichten Kompaktkameras sind, passen sie gut in eine Jackentasche und können so immer und überallhin mitgenommen werden, was sie zu idealen Schnappschusskameras macht.

Die hier besprochenen wasserdichten Kompaktkameras sind alle relativ flach und ähnlich gebaut wie die hier abgebildete Panasonic Lumix FT4. Für alle Kameras gilt: Das Objektiv ragt selbst bei eingeschalteter Kamera nicht heraus.Die hier besprochenen wasserdichten Kompaktkameras sind alle relativ flach und ähnlich gebaut wie die hier abgebildete Panasonic Lumix FT4. Für alle Kameras gilt: Das Objektiv ragt selbst bei eingeschalteter Kamera nicht heraus.

Unter den Fotoapparaten werden ausschliesslich Kompaktmodelle in wasserdichter Allwetterausführung angeboten, jedoch keine anderen Kameratypen.

Um Bridge-, spiegellose System- oder Spiegelreflexkameras in nasser Umgebung sicher einzusetzen, müssen diese mit speziellem schützendem Zubehör verwendet werden. Immerhin: die semi- und vollprofessionellen DSLRs sowie einige ihrer Wechselobjektive sind in gewissem Masse gegen Spritzwasser geschützt. Wer mehr am Videofilmen interessiert ist, der findet im Markt auch einige kleine wasserdichte Camcorder und Actionvideokameras, die zudem eine Fotofunktion bieten (Mehr über schützendes Zubehör und andere Kameras lesen Sie demnächst im separaten Artikel "Vom Regen in die Traufe". Der Link folgt mit Veröffentlichung des Artikels.)

Die aktuellen Modelle

Erste Anbieter von wasserdichten Digitalkameras waren Pentax, gefolgt von Olympus, die beide somit die grösste Erfahrung aufweisen können. Ab 2008 haben nach und nach auch andere Kamerahersteller begonnen, wasserdichte, robuste Allwetter- bzw. Outdoor-Kameras herauszubringen, so dass heute nahezu jede bekannte Marke mindestens ein wasserdichtes Modell im Sortiment führt.

Hat ein Hersteller mehrere aktuelle Modelle im Sortiment, so unterscheiden sich diese schön abgestuft im Preis, geringfügig in den technischen Daten (z.B. Foto- und/oder Videoauflösung) und vor allem in der Robustheit. Teurere Modelle können tiefer tauchen und erlauben eine höhere Fallhöhe und verfügen zudem oft über eine erweiterte Outdoor-Ausstattung wie z.B. GPS. Deutlich sind die Unterschiede in der Olympus-Modellpalette zu erkennen. (Zu sehen in den Übersichtstabellen 1 und 2.)

Die folgenden digitalen Kompaktkameras sind – wie diese Sony TX20 – stossfest, wasser- und staubdicht. Sie sind dennoch klein und handlich und können so überallhin zum Fotografieren mitgenommen werden – sogar zum Schnorcheln. (Mehr dazu in Kürze im detaillierten Artikel.)
Die folgenden digitalen Kompaktkameras sind – wie diese Sony TX20 – stossfest, wasser- und staubdicht. Sie sind dennoch klein und handlich und können so überallhin zum Fotografieren mitgenommen werden – sogar zum Schnorcheln. (Mehr dazu in Kürze im detaillierten Artikel.)
Ideale Begleiter sind die Allwetterkameras nicht nur bei Badeferien, sondern ebenso beim Wintersport, wo Kameras oft mit Schnee und Eis in Kontakt kommen und Stürze aushalten müssen.
Ideale Begleiter sind die Allwetterkameras nicht nur bei Badeferien, sondern ebenso beim Wintersport, wo Kameras oft mit Schnee und Eis in Kontakt kommen und Stürze aushalten müssen.
BenQ LM100: Mit einem Preis von 197 Franken ist sie eine der günstigsten unter den Wasserdichten. Sie besitzt einen 14 Mpx Fotosensor und ein 4x-Zoom mit 25 - 100 mm, filmt aber nur in 720p.
BenQ LM100: Mit einem Preis von 197 Franken ist sie eine der günstigsten unter den Wasserdichten. Sie besitzt einen 14 Mpx Fotosensor und ein 4x-Zoom mit 25 - 100 mm, filmt aber nur in 720p.
Canon PowerShot D20: Die neue Wasserdichte von Canon ist recht gross und griffig und in drei Farbkombinationen für 448 Franken erhältlich. Die D20 bietet 12 Mpx, 1080/24p-Video und ein 28 - 140 mm Objektiv.
Canon PowerShot D20: Die neue Wasserdichte von Canon ist recht gross und griffig und in drei Farbkombinationen für 448 Franken erhältlich. Die D20 bietet 12 Mpx, 1080/24p-Video und ein 28 - 140 mm Objektiv.
Canon PowerShot D10: Sie ist Canons erste wasserdichte Kompaktkamera und wurde bereits anfangs 2009 eingeführt. Fotos sind mit bis zu 12 Mpx, Videos mit – heutzutage unzeitgemässer – VGA-Auflösung möglich. Ihr heutiger Preis ist 328 Franken.
Canon PowerShot D10: Sie ist Canons erste wasserdichte Kompaktkamera und wurde bereits anfangs 2009 eingeführt. Fotos sind mit bis zu 12 Mpx, Videos mit – heutzutage unzeitgemässer – VGA-Auflösung möglich. Ihr heutiger Preis ist 328 Franken.
Die
Die "alte" Canon PowerShot D10 taucht – wie viele wasserdichte Kompaktkameras – bis zu 10 Meter tief.
Die Fujifilm XP170 wurde kürzlich vorgestellt. Ihre Einführung in der Schweiz ist ungewiss. Sie bietet dieselben Daten wie die günstigeren XP-Modelle: 14.4 Mpx, 1080/30p und 28 - 140 mm. Aber zusätzlich kann sie Fotos per WLAN zum Smartphone oder Tablet übertragen.
Die Fujifilm XP170 wurde kürzlich vorgestellt. Ihre Einführung in der Schweiz ist ungewiss. Sie bietet dieselben Daten wie die günstigeren XP-Modelle: 14.4 Mpx, 1080/30p und 28 - 140 mm. Aber zusätzlich kann sie Fotos per WLAN zum Smartphone oder Tablet übertragen.
Fujifilm Finepix XP150: Sie schiesst Fotos mit 14,4 Mpx	und Videos in 1080/30p. An Bord ist ein 5x-Zoom, das einem 28 - 140 mm entspricht. Der Preis liegt bei 299 Franken.
Fujifilm Finepix XP150: Sie schiesst Fotos mit 14,4 Mpx und Videos in 1080/30p. An Bord ist ein 5x-Zoom, das einem 28 - 140 mm entspricht. Der Preis liegt bei 299 Franken.
Fujifilm Finepix XP50: Die günstigeste von Fuji taucht nur 5m, bietet aber gleiche Fotodaten wie die teureren. Fotos können mit 14,4 Mpx, Videos können in 1080/30p aufgenommen werden. Das 5x-Zoom entspricht einem 28 - 140 mm. Der Preis beträgt 229 Franken.
Fujifilm Finepix XP50: Die günstigeste von Fuji taucht nur 5m, bietet aber gleiche Fotodaten wie die teureren. Fotos können mit 14,4 Mpx, Videos können in 1080/30p aufgenommen werden. Das 5x-Zoom entspricht einem 28 - 140 mm. Der Preis beträgt 229 Franken.
Nikon Coolpix AW100: Die erste digitale Wasserdichte von Nikon kam im Herbst 2011 auf den Markt. Sie bietet 16 Mpx, 1080/30p und ein 5x-Zoom mit 28 - 140 mm. Die AW100 ist wahlweise in zwei Farben und in diesem Tarnlook für jeweils 348 Franken erhältlich.
Nikon Coolpix AW100: Die erste digitale Wasserdichte von Nikon kam im Herbst 2011 auf den Markt. Sie bietet 16 Mpx, 1080/30p und ein 5x-Zoom mit 28 - 140 mm. Die AW100 ist wahlweise in zwei Farben und in diesem Tarnlook für jeweils 348 Franken erhältlich.
Olympus Tough TG-1: Das Topmodell von Olympus bietet eine reiche Outdoor-Ausstattung (GPS, Kompass) und viel optionales Zubehör. Sie knipst mit dem 25 - 100 mm-Zoom Fotos in 12 Mpx und 1080p-Videos. Der UVP beträgt 499 Franken.
Olympus Tough TG-1: Das Topmodell von Olympus bietet eine reiche Outdoor-Ausstattung (GPS, Kompass) und viel optionales Zubehör. Sie knipst mit dem 25 - 100 mm-Zoom Fotos in 12 Mpx und 1080p-Videos. Der UVP beträgt 499 Franken.
Voll ausgerüstete TG1: Mit dem Unterwassergehäuse taucht man mit der Kamera bis auf 40 Meter. Für solche Tauchgänge gibt es passende Vorsatzlinsen und zusätzliches Licht.
Voll ausgerüstete TG1: Mit dem Unterwassergehäuse taucht man mit der Kamera bis auf 40 Meter. Für solche Tauchgänge gibt es passende Vorsatzlinsen und zusätzliches Licht.
Olympus TG-820: Die Kamera ist etwas widerstandsfähiger als andere: 2m Fallhöhe. Die technischen Daten sind dagegen typisch: 12 Mpx, 1080/30p, 28 - 140 mm. Ihre Preisempfehlung liegt bei 399 Franken.
Olympus TG-820: Die Kamera ist etwas widerstandsfähiger als andere: 2m Fallhöhe. Die technischen Daten sind dagegen typisch: 12 Mpx, 1080/30p, 28 - 140 mm. Ihre Preisempfehlung liegt bei 399 Franken.
Olympus Tough TG-620: Sie ist etwas kompakter und einfacher als die TG-820. Fotos liefert sie mit 12 Mpx, Videos in 1080p. Ihr Objektiv entspricht einem KB-Zoom mit 28 - 140 mm. Ihre Preisempfehlung ist jüngst auf 329 Franken gefallen.
Olympus Tough TG-620: Sie ist etwas kompakter und einfacher als die TG-820. Fotos liefert sie mit 12 Mpx, Videos in 1080p. Ihr Objektiv entspricht einem KB-Zoom mit 28 - 140 mm. Ihre Preisempfehlung ist jüngst auf 329 Franken gefallen.
Olympus Tough TG-320. Die günstigste von Olympus ist im Preis auf einen UVP von CHF 199.- gesunken. Sie hat einen 14-Mpx-Sensor, liefert aber nur 720p-Videos und ist auf ISO 1600 und LCD-Grösse von 2,7 Zoll beschränkt. Das 4x-Zoom entspricht KB 28 - 102 mm.
Olympus Tough TG-320. Die günstigste von Olympus ist im Preis auf einen UVP von CHF 199.- gesunken. Sie hat einen 14-Mpx-Sensor, liefert aber nur 720p-Videos und ist auf ISO 1600 und LCD-Grösse von 2,7 Zoll beschränkt. Das 4x-Zoom entspricht KB 28 - 102 mm.
Das abgedichtete, robuste Gehäuse schützt all diese Kameras (hier eine silberne Olympus TG-820) vor all dem, was den technischen Innereien schaden könnte.
Das abgedichtete, robuste Gehäuse schützt all diese Kameras (hier eine silberne Olympus TG-820) vor all dem, was den technischen Innereien schaden könnte.
Lumix FT4: Das Topmodell von Panasonic ist für Outdoor-Einsätze mit GPS, Höhenmesser etc. gut ausgestattet. Bildmässig bietet sie 12 Mpx und 1080/50i. Das 4,6x-Zoom entspricht einem 28 - 128 mm. Der Preis ist CHF 499.-.
Lumix FT4: Das Topmodell von Panasonic ist für Outdoor-Einsätze mit GPS, Höhenmesser etc. gut ausgestattet. Bildmässig bietet sie 12 Mpx und 1080/50i. Das 4,6x-Zoom entspricht einem 28 - 128 mm. Der Preis ist CHF 499.-.
Panasonic Lumix FT20: Die günstigere Lumix für 249 Franken bietet mit 16 Mpx eine höhere Fotoauflösung als die FT4, beschränkt sich bei Video auf 720/30p. Ihr Zoom reicht von 25 bis 100mm.
Panasonic Lumix FT20: Die günstigere Lumix für 249 Franken bietet mit 16 Mpx eine höhere Fotoauflösung als die FT4, beschränkt sich bei Video auf 720/30p. Ihr Zoom reicht von 25 bis 100mm.
Pentax Optio WG2-GP: Sie ist die teurere Variante mit GPS, knipst mit einer Fotoauflösung von 16 Mpx und filmt in Full-HD (1080/30p). Sie hat ein 28 - 140 mm-Zoom. Ihre unverbindliche Preisempfehlung ist 429 Franken.
Pentax Optio WG2-GP: Sie ist die teurere Variante mit GPS, knipst mit einer Fotoauflösung von 16 Mpx und filmt in Full-HD (1080/30p). Sie hat ein 28 - 140 mm-Zoom. Ihre unverbindliche Preisempfehlung ist 429 Franken.
Pentax Optio WG2: Die Kamera hat um ihr 28 - 140 mm-Zoom herum mehrere LED-Leuchten. Die Auflösung für Fotos liegt bei 16 Mpx, jene für Videos bei 1080p. Sie kostet 359 Franken.
Pentax Optio WG2: Die Kamera hat um ihr 28 - 140 mm-Zoom herum mehrere LED-Leuchten. Die Auflösung für Fotos liegt bei 16 Mpx, jene für Videos bei 1080p. Sie kostet 359 Franken.
Sony Cyber-shot TX20: Die erste wassserdichte von Sony taucht nicht tief, ist aber sehr dünn und hat einen hoch auflösenden Touchscreen für den Landgang. Ausgestattet ist sie mit 16.2 Mpx-Sensor und 4x-Zoom (25 - 100 mm). Sie liefert 1080/50i-Videos und kostet 429 Franken.
Sony Cyber-shot TX20: Die erste wassserdichte von Sony taucht nicht tief, ist aber sehr dünn und hat einen hoch auflösenden Touchscreen für den Landgang. Ausgestattet ist sie mit 16.2 Mpx-Sensor und 4x-Zoom (25 - 100 mm). Sie liefert 1080/50i-Videos und kostet 429 Franken.
Die Mehrheit der gezeigten Kameras gibt es - wie die hier abgebildete Sony TX20 - in verschiedenen Farbvariationen von leuchtend bunt bis möglichst dezent bzw. unauffällig.
Die Mehrheit der gezeigten Kameras gibt es - wie die hier abgebildete Sony TX20 - in verschiedenen Farbvariationen von leuchtend bunt bis möglichst dezent bzw. unauffällig.

Hier folgt eine Liste der aktuell in der Schweiz erhältlichen wasserdichten Kameras, von denen wir elf für den zweiten Teil dieses Artikels getestet haben. Die detaillierten technischen Daten (nur) zu den getesteten Kameras finden Sie in unseren Datenblättern, die – wie immer – am Ende beider Artikel verlinkt sind.

Erklärungen zu den technischen Daten und Gemeinsamkeiten folgen im nächsten Abschnitt, während in Übersicht 2 die Outdoor-Fähigkeiten aufgelistet sind.

Übersicht 1 wasserdichte Kompaktkameras - Foto-/Videofunktionen
Modell Test Foto Video Zoom ISO CHF
BenQ LM100 ja 14 Mpx  720/30p 4x 25-100mm 1600 (6400) 179
Canon D20 ja 12 Mpx 1080/24p 5x 28-140mm 3200 448
Canon D10 - 12 Mpx  480/30p 3x 35-105mm 1600 328
Fujifilm XP170 (neu) - 14,4 Mpx 1080/30p 5x 28-140mm 3200 k.A.
Fujifilm XP150 - 14,4 Mpx 1080/30p 5x 28-140mm 3200 299
Fujifilm XP50 ja 14,4 Mpx 1080/30p 5x 28-140mm 3200 229
Nikon AW100 ja 16 Mpx 1080/30p 5x 28-140mm 3200 348
Olympus TG-1 ja 12 Mpx 1080/30p 4x 25-100mm 6400 499
Olympus TG-820 ja 12 Mpx 1080/30p 5x 28-140mm 6400 399
Olympus TG-620 ja 12 Mpx 1080/30p 5x 28-140mm 6400 329
Olympus TG-320 - 14 Mpx  720/30p 4x 28-102mm 1600 199
Panasonic FT4 ja 12 Mpx 1080/50i 4,6x 28-128mm 1600 (6400) 499
Panasonic FT20 ja 16 Mpx  720/30p 4x 25-100mm 1600 (6400) 249
Pentax WG2-GPS ja 16 Mpx 1080/30p 5x 28-140mm 6400 429
Pentax WG2 - 16 Mpx 1080/30p 5x 28-140mm 6400 359
Sony TX20 ja 16,2 Mpx 1080/50i 4x 25-100mm 3200 429

(Hinweise zur Tabelle: Bei der Modellbezeichnung haben wir den Sub-Markennamen wie z.B. PowerShot bei den Canon-Modellen aus Platzgründen weg gelassen. Bei den Objektiven wurde die Brennweite auf das Kleinbildformtat umgerechnet. ISO-Werte in Klammern zeigen die maximale erreichbare Empfindlichkeit, für die jedoch nicht die volle Auflösung zur Verfügung steht. Bei den Preisen in Schweizer Franken handelt es sich um "Listenpreise" bzw. die Unverbindlichen Preisempfehlungen – kurz UVP – der Hersteller.)

Wasserdichte Kameras gibt es für jedes Budget. Die Preise starten knapp unter 200 Franken und reichen bis beinahe 500 Franken. Die abgebildete Lm100 von BenQ ist mit einem UVP von 179 Franken die derzeit günstigste.Wasserdichte Kameras gibt es für jedes Budget. Die Preise starten knapp unter 200 Franken und reichen bis beinahe 500 Franken. Die abgebildete Lm100 von BenQ ist mit einem UVP von 179 Franken die derzeit günstigste.

Foto- und Videofähigkeiten

Hinsichtlich Form, Ausstattung und Funktionsumfang sind sich alle aktuell erhältlichen wasserdichtdichten Kompaktkameras sehr ähnlich.

Das Objektiv ist stets ein Zoom, das auch im Betrieb nicht ausfährt und somit nie aus der flachen Kamera hervorsteht. Um trotzdem auf die entsprechende Brennweite zu kommen, sind die Objektive oft wie ein Periskop gebaut, d.h. sie liegen längs im Kameragehäuse und blicken um die Ecke aus der Kamera. Der Brennweitenbereich umfasst aktuell meist Faktor 4 oder 5 und reicht von einem 24er oder 28er Weitwinkel bis zu einem schwachen oder mittleren Tele, das einer Kleinbild- bzw. KB-Brennweite um 100 mm oder um 140 mm entspricht. Kurze Brennweiten sind im Unterwassereinsatz auch deshalb sinnvoll, weil der Lichtbrechungsindex von Wasser bewirkt, dass Motive wie bei einer Brennweitenverlängerung "näher" heran geholt werden.

Die Sony TX20 ist die dünnste, verfügt aber dennoch über ein stabilisiertes 4x-Zoom hinter der hier orangen Objektivabdeckung. Sie gehört mit 16 Mpx zu den Modellen mit der höchsten Auflösung und besitzt einen Touchscreen.Die Sony TX20 ist die dünnste, verfügt aber dennoch über ein stabilisiertes 4x-Zoom hinter der hier orangen Objektivabdeckung. Sie gehört mit 16 Mpx zu den Modellen mit der höchsten Auflösung und besitzt einen Touchscreen.

Die typische Auflösung dieser Kameras beträgt um die 14 Megapixel. Manche begnügen sich mit 12 Mpx, andere protzen mit 16 Mpx. Die Sensoren sind – wie in  Kompaktkameras üblich – eher klein (1/2,3 Zoll-Modelle). Dies geht zu Lasten der Lichtempfindlichkeit und sorgt bei gesteigerten ISO-Werten für verminderte Bildqualität  – entweder durch Rauschen oder heftige Gegenmassnahmen.

Die Lichtempfindlichkeit reicht bis etwa bis ISO 3200 oder 6400. Werden die Kameras beim Tauchen eingesetzt, spielt eine hohe Empfindlichkeit eine bedeutende Rolle, denn mit zunehmender Wassertiefe reicht weniger Sonnenlicht hinunter. Ab grösseren Tauchtiefen ist man ohnehin für Foto- und Videoaufnahmen auf zusätzliche Lichtquellen angewiesen.

Alle Kameras verfügen über einen eingebauten Blitz, einige wenige besitzen noch LEDs als Video- oder Makrolicht (Pentax WGS, Olympus TG-1). Externe Lichtquellen lassen sich in der Regel nicht verwenden. Eine Ausnahme ist diesbezüglich die TG-1, zu deren optionalen UW-Gehäuse es auch einen UW-Blitz gibt.

Videos können heutige Kameramodelle in HD aufzeichnen. Meist steht Full-HD 1080p oder 1080i zur Verfügung. Lediglich die günstigen Sparmodelle begnügen sich mit 720p. Für die Videoauslösung besitzen die Kameras in der Regel einen separaten Auslöser, der sich entweder oben neben dem Fotoauslöser oder oben rechts auf der Kamerarückseite befindet.

Auf einfachste Bedienung ausgelegt: Die Kameras beschränken sich auf Automatikfunktionen. Für Videoaufnahmen gibt es in der Regel einen separeten Auslöser, der an dieser Fujifilm XP50 durch einen roten Punkt gekennzeichnet ist.Auf einfachste Bedienung ausgelegt: Die Kameras beschränken sich auf Automatikfunktionen. Für Videoaufnahmen gibt es in der Regel einen separeten Auslöser, der an dieser Fujifilm XP50 durch einen roten Punkt gekennzeichnet ist.

Was die Betriebmodi und Belichtungsprogramme anbelangt, so beschränken sich die Allwetterkameras weitgehend auf Automatikfunktionen. Neben einer Vollautomatik gibt es zahlreiche Motivprogramme, zu denen auch spezielle für den Unterwassereinsatz gehören. Die meisten Einstellmöglichkeiten für versiertes Fotografieren bietet jeweils die Programmautomatik, während halbautomatische Programme (Zeit-, Blendenvorwahl) oder ein manueller Modus selbst bei den Topmodellen fehlen.

Zu den spezielleren Aufnahmeprogrammen gehören üblicherweise ein Panoramamodus per Schwenk oder per kamerainterne Montage von zwei oder drei Bildern. Auch eine 3D-Fotofunktion ist bei einigen Modellen integriert.

Die Fujifilm Finepix XP170 basiert auf der XP150 und ist das jüngste und best ausgestattetste Modell der XP-Reihe. Sie verfügt über WLAN, um Fotos auf ein Smartphone oder Tablet zu übertragen, von wo aus sie gemailt oder ins Web geladen werden können.Die Fujifilm Finepix XP170 basiert auf der XP150 und ist das jüngste und best ausgestattetste Modell der XP-Reihe. Sie verfügt über WLAN, um Fotos auf ein Smartphone oder Tablet zu übertragen, von wo aus sie gemailt oder ins Web geladen werden können.

Als Schnittstellen besitzen alle Kameras USB 2.0 Hi-Speed und die meisten noch einen HDMI-Ausgang. Oft handelt es sich beim kameraseitigen Anschluss um eine propriertäre Buchse. Wehe dem, der seine Kabel verlegt oder gar verliert. Interessant hinsichtlich Schnittstellen ist die erst kürzlich angekündigte XP170 von Fujifilm, deren Einführung in der Schweiz derzeit nicht fest steht. Sie kann Fotos per WLAN an ein mit kostenloser App erweiteres Smartphone oder Tablet übertragen, von wo sich Fotos per Mail versenden oder im Web (z.B. Facebook) publizieren lassen.

Als Speichermedien dienen stets SD-Karten, wobei neben SDHC inzwischen auch SDXC für Kapazitäten von 64 GB bis 2 TB unterstützt werden. Sony hat ihr Modell mit einem Speicherslot ausgestattet, der alternativ zur SD auch den proprietären MemoryStick Duo aufnehmen kann.

Karten- und Akkufach sowie oft auch die Schnittstellen befinden sich unter einer gemeinsamen Abdeckung, die mit Dichtungen versehen und oft zweifach gegen versehentliches Öffnen gesichert ist.

Die Stromversorgung erfolgt bei allen Modellen über kleine Lithium-Ionen-Akkus, die für rund 250 Foto- oder 60 bis 90 Minuten Videoaufnahmen reichen.

Die Akku-Ladegeräte sind oft nur wenig kleiner als die Kameras. Immerhin haben einige Hersteller (BenQ, Olympus, Panasonic, Sony) ihre jüngsten Modelle mit einer USB-Ladefunktion versehen, das heisst die Kameras lassen sich an einem Computer oder einem beliebigen USB-Ladegerät laden, wobei ein kleiner USB-Lader für die Stromsteckdose bei diesen Kameras selbstverständlich mitgeliefert wird.

Der grosse Vorteil der USB-Ladefunktion ist: Es müssen nicht mehrere Ladegeräte – z.B. eines für die Kameras, eines fürs Handy und weitere für allfällige sonstiges Mobilgeräte auf Reisen mitgenommen werden.

Gehäuse und Bedienung

Der Bildschirm in den Allwetterkameras weist meist eine Diagonale von 3 Zoll (ca. 7,6 cm) auf. Bei günstigeren Modellen kann der Bildschirm auch mit z.B. 2,3 Zoll kleiner sein. Einen optischen oder einen elektronischen Sucher gibt es bei dieser Kameragattung nicht. Neben der Grösse unterscheiden sich die Bildschirme auch durch ihre Auflösung. Günstige Modelle begnügen sich mit 230'000 Subpixel (Beispiel Benq LM100), teurere bieten mehr. So verfügen die Pentax-Modelle über LCDs mit 460'000 oder die Sony TX20 über einen Touchscreen mit 921'000 Punkten.

Canon D20 mit grossem LCD: Die farblich hervorgehobenen und hervorstehenden Tasten erleichtern die Bedienung, was leider aber nicht für alle Allwetter-Modelle gilt.Canon D20 mit grossem LCD: Die farblich hervorgehobenen und hervorstehenden Tasten erleichtern die Bedienung, was leider aber nicht für alle Allwetter-Modelle gilt.

Die Bedienung erfolgt über Tasten auf der Rück- und Oberseite und ist - wie bei Kompaktkameras üblich - eher Bildschirm-orientientiert. Die Tasten der Kameras fallen entsprechend klein aus, sollten aber idealerweise etwas griffiger als bei sonstigen Kompaktkameras ausgelegt sein.

Das Bedienen mit Handschuhen (Sport, Winter) ist allerdings eher schwierig bis unmöglich. Olympus versieht deshalb einige Tough-Modelle mit der TAP-Control, um wichtige Funktionen und Einstellungen durch Antippen des Kameragehäuses auszuwählen. Durch Schlagen mit dem Finger auf die Oberseite wird das Menü aufgerufen. Seitliche Schläge blättern durch Menüeinstellungen oder angezeigte Bilder. Ein Tippen auf die Rückseite entspricht dem Drücken der Ok-Taste. (Canon hat in der D20 für die Bildbetrachtung eine solche Bedienung eingeführt, wogegen Nikon bei ihrer Coolpix AW100 eine "Motion-Control" per Schütteln integriert hat.)

Olympus stattet seit Herbst 2008 einige ihrer Tough-Modelle mit der TAP-Control aus. Durch leichte Olympus stattet seit Herbst 2008 einige ihrer Tough-Modelle mit der TAP-Control aus. Durch leichte "Schläge" bzw. seitliches Antippen können Einstellungen geändert werden. Das macht die Bedienung mit Handschuhen einfacher. (Bild: Markus Zitt)

Kunterbunte Kameragehäuse

Die Modelle gibt es, wie gerade bei Kompaktmodellen üblich, oft in mehreren Farbvariationen. Neben den typischen Kamerafarben Schwarz und Silber sind die Modelle in modischen Farben erhältlich. Neben unauffälligen Farbe oder gar Outdoor-Tarnfarben gibt es auch besonders leuchtende Farben. Ein gutes Beispiel ist die Nikon AW100, die in Schwarz, in einem grünen Tarnlook sowie in leuchtendem Orange angeboten wird.

Die wasserdichten Kameras gibt es stets in mehreren Farben. Abgebildet sind Varianten der Pentax WG2/WG2-GP.Die wasserdichten Kameras gibt es stets in mehreren Farben. Abgebildet sind Varianten der Pentax WG2/WG2-GP.

Die Leuchtfarben sind nicht bloss ein modischer Gag, sondern durchaus sinnvoll, weil Kameras bei Outdoor-Aktivitäten nur allzu oft fallen gelassen werden oder durch einen Wasserschwall aus den Händen gerissen werden. Eine bunte Kamera wird dann - selbst unter Wasser - schneller gesichtet. Die Kameras werden übrigens mit Handschlaufe oder ähnlichem ausgeliefert, und für den Einsatz im Wasser gibt es von Fremdherstellern schwimmende Taschen u.ä.

Outdoor-Funktionen

Neben der typischen Ausstattung und dem üblichen Foto-/Videofunktionsumfang einer Kompaktkamera sind die Allwettermodelle nicht nur wasserdicht bis zu einer bestimmten Tauchtiefe, sondern überstehen Stürze aus einer gewissen Höhe und sind zudem frostsicher, d.h. sie lassen sich problemlos bis zu der jeweils angegebenen Minustemperaturen betreiben. Was die Sturzfestigkeit anbelangt, so gilt diese Angabe für einen Sturz auf eine dicke Sperrholzplatte. Bei einem Sturz auf härtere Materialien – wie einem Stein- oder Betonboden oder auf Stahl – könnte eine Kamera also dennoch Schaden nehmen.

Als Allwetter- bzw. Outdoor-Kameras sind die besseren, teureren Modelle zusätzlich mit nützlichen Dingen wie einem GPS-Empfänger, einem elektronischem Kompass oder auch Sensoren zur Bestimmung von Wassertiefe und Land-/Berghöhe ausgestattet.Als Allwetter- bzw. Outdoor-Kameras sind die besseren, teureren Modelle zusätzlich mit nützlichen Dingen wie einem GPS-Empfänger, einem elektronischem Kompass oder auch Sensoren zur Bestimmung von Wassertiefe und Land-/Berghöhe ausgestattet.

Hinzu kommt bei höherwertigen Modellen noch eine erweiterte Ausstattung, die für den Outdoor-Einsatz praktisch ist. Dazu gehören z.B. ein elektronischer Kompass  und GPS-Empfänger. Per GPS werden in Bildern automatisch die jeweiligen Koordinaten des Aufnahmeortes festgehalten, was als Geo-Tagging bezeichnet wird.

Übersicht 2 wasserdichte Kompaktkameras - Outdoor- und sonstige Ausstattung
Modell tauchen Fallhöhe Kälte GPS Sonstiges Masse
BenQ LM100   -5 m   1.5 m -10°C       99 x 62 x 22
Canon D20  -10 m   1.5 m -10°C ja   112 x 71 x 28
Canon D10  -10 m   1.2 m -10°C   (eingeführt 2009) 104 x 67 x 49
Fujifilm XP170  -10 m   2.0 m -10°C ja  WLAN (noch nicht in CH)   99 x 68 x 26
Fujifilm XP150  -10 m   2.0 m -10°C ja     99 x 68 x 26 
Fujifilm XP50    -5 m   1.5 m -10°C       99 x 68 x 26
Nikon AW100  -10 m   1.5 m -10°C ja Kompass, LED, Motion-Control 110 x 65 x 23
Olympus TG-1  -12 m   2.0 m -10°C ja 100 kg, Manometer, LED 112 x 67 x 29
Olympus TG-820  -10 m   2.0 m -10°C   100 kg, Tippsteuerung 101 x 65 x 26
Olympus TG-620  -10 m   1.5 m -10°C   Tippsteuerung  98 x 66 x 22
Olympus TG-320    -3 m   1.5 m -10°C      96 x 63 x 23
Panasonic FT4  -12 m   2.0 m -10°C ja Kompass, Barometer, Höhenmesser 104 x 64 x 27
Panasonic FT20   -5 m   1.5 m -10°C     101 x 58 x 19
Pentax WG2-GPS  -12 m   1.5 m -10°C ja 100 kg, LED 123 x 62 x 30
Pentax WG2  -12 m   1.5 m -10°C   100 kg, LED 123 x 62 x 30
Sony TX20    -5 m   1.5 m ja   Touchscreen   96 x 56 x 18

Unterwassereinsatz

Sobald Kameras und anderes Equipment nicht bloss im Regen, sondern richtig unter Wasser eingesetzt werden, gilt das Merkmal "wasserdicht" nur noch mit Einschränkungen. Eine Kamera ist nur für bestimmte Tauch- bzw. Wassertiefen geeignet. Bei grösseren Wassertiefen steigt nämlich der Druck und damit die Gefahr, dass Wasser eindringt. Der Schutz ist übrigens nur für eine begrenzte Dauer von meist einer Stunde garantiert.

Die Wasserdichtheit wird übrigens auch von weiteren Faktoren negativ beeinflusst. So können Dichtungen durch mechanische Beschädigung, chemische Einflüsse sowie Alterung nachlassen. Bei Dichtungen an Öffnungen (Karten- und Akkufach, Abdeckung für Anschlüsse) können Fremdkörper wie Sandkörner an der Dichtung haften bleiben und diese dadurch wirkungslos machen oder beschädigen. Bei Abdeckungen besteht zudem stets die Gefahr, dass ein Benutzer sie versehentlich öffnet, z.B. um in der Hitze des Fotogefechts mal rasch eine Speicherkarte zu wechseln. Unter Wasser hat dies verheerende Folgen.

Beim Abtauchen mit wasserdichten Kameras wie der Canon PowerShot D20 ist eine gewisse Vorsicht geboten. Es gilt, die Einschränkungen bezüglich Tauchtiefe und Dauer zu beachten. Ebenso sollten Deckel auf korrektes Schliesen überprüft werden.Beim Abtauchen mit wasserdichten Kameras wie der Canon PowerShot D20 ist eine gewisse Vorsicht geboten. Es gilt, die Einschränkungen bezüglich Tauchtiefe und Dauer zu beachten. Ebenso sollten Deckel auf korrektes Schliesen überprüft werden.

Kameras sollten übrigens nach einem Bad im Meer oder auch bei Kontakt zu anderen Flüssigkeiten mit klarem Wasser abgespült und anschliessend getrocknet werden. Dichtungen von Deckeln u.ä. sollten vor der Verwendung stets auf Fremdkörper kontrolliert und solche vor dem Schliessen entfernt werden.

Die wasserdichte Olympus TG-1 taucht bis zu 12 Meter tief. Soll es weiter runter gehen, braucht sie das UW-Gehäuse PT-053 und kann so bis 45 Meter tief tauchen.Die wasserdichte Olympus TG-1 taucht bis zu 12 Meter tief. Soll es weiter runter gehen, braucht sie das UW-Gehäuse PT-053 und kann so bis 45 Meter tief tauchen.

Auch zu wasserdichten Kameras gibt es wasserdichte Gehäuse, die dann noch grössere Tauchtiefen erlauben. Vorteilhaft erweist sich dieser doppelte Wasserschutz zudem für jene immer wieder auftretenden Unfälle, wo wegen einer falschen Bedienung Wasser ins Unterwassergehäuse eindringt. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine wasserdichte Kamera in solcher Situation Schaden nimmt, ist deutlich geringer.

Fortsetzung folgt: Teil 2 des Artikels mit den Testergebnissen der Kameras