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Publikationsdatum
25. Februar 2008
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Musikpuristen beklagen schon lange den zunehmenden Verlust an Audioqualität. Beim Übergang von der Schallplatte zur CD war es die „Kälte", die am Klang der CD störte; bei der Einführung von MP3 war gleich die ganze Hörkultur in Gefahr.

MP3 - obwohl bereits in die Jahre gekommen - schien sich auch zu Hause festsetzen zu wollen. Musikserver, voll beladen mit MP3-Musik, sollen das ganze Haus mit datenreduzierter Musik versorgen.

Berieselung statt Musik hören war angesagt.

Advanced Audio Coding

Doch dann kam AAC (Advanced Audio Coding). Als Nachfolge von MP3 gedacht, bietet es bei gleicher Datenrate eine bessere Audioqualität.

Zu den Erweiterungen gegenüber MP3 gehört die Abtastrate. Sie reicht von 8 kHz bis 96 kHz (gegenüber 16 kHz bis 48 kHz bei MP3). AAC kann bis zu 48 Kanäle übertragen, wo MP3 maximal 5.1 Kanäle aufnehmen kann.

AAC ist das Format bei Apple (iPod, iTunes, iPhone) aber auch in der PlayStation3, bei Nintendos Wii, im MPEG4-Videostandard und als HE-AAC (aacPlus) ebenso bei den digitalen Radioformaten DAB+ und Digital Radio Mondiale.

AAC ist modular aufgebaut, so dass der Hersteller von Codecs entsprechend der Komplexität des Audiosignals, der gewünschten Leistungsfähigkeit und der zu erreichenden Tonqualität Profile definieren kann.

Zudem wird AAC laufend erweitert und verbessert.

Verlustfrei

Eine dieser Erweiterungen ist MPEG-4 Scalable To Losless (SLS). Die Bezeichnung weist auf den Trend bei der qualitativ hoch stehenden Tonübertragung hin, der verlustfreien Datenkompression.

Bei Kompressionsfaktoren um 1:2 kann der Ton mit verringertem Datenaufwand übertragen und bei der Decodierung wieder vollständig zurück gewonnen werden.

Es werden hier also nicht wie bei den verlustbehafteten Datenreduktionsverfahren (MP3 oder AAC) psychoakustisch nicht wahrnehmbare Komponenten vollständig entfernt, sondern die gesamte Information kann wieder hergestellt werden. Die Musik verliert damit nichts von der ursprünglichen Qualität.

Verlustfreie Datenkompression ist möglich geworden, da sowohl die Bandbreite bei der Übertragung als auch die Kapazität bei der Speicherung stets grösser wurde.

Bekannte verlustfreie Verfahren sind Dolby True HD und dts HD, zwei Surround-Formate der hoch auflösenden blu-ray-Disc.

MPEG-4 SLS

MPEG-4 SLS läuft beim Fraunhofer Institut für integrierte Schaltungen unter der Bezeichnung HD-AAC (Bild: IIS)

MPEG-4 SLS ist eine Erweiterung des MPEG-4 Audiostandards und erlaubt sowohl die verlustfreie Kompression wie auch das verlustbehaftete AAC.

Es wurde gemeinsam vom Institute for Infocom Research (I2R) und dem Fraunhofer Institut für integrierte Schaltungen (IIS) entwickelt. Das IIS - Entwickler des MP3-Formates - vermarktet seine Implementation von MPEG-4 SLS als HD-AAC.

MPEG-4 SLS beinhaltet einen AAC-Kern und eine zusätzliche Ebene für die verlustfreie Rückgewinnung des Audiosignals. Dank dieses Ebenemodells ist es rückwärtskompatibel zu AAC.

Für die verlustfreie Übertragung sind bei 16 bit/48 kHz im Durchschnitt 768 kbps nötig. Diese Datenrate steigt für 24 bit/192 kHz auf rund 4000 kbps.

Diese ganze Spannbreite kann MPEG-4 SLS dank seiner Skalierbarkeit abdecken.

Der AAC-Kern erlaubt zudem ein einfaches Rippen auf stark reduzierte Formate für die mobile Anwendung.

Nicht ganz so klein, dafür um Welten besser steht es mit der Klangqualität der zusammenfaltbaren Hörer, wie etwa einem Sennheiser PX100 (65 Franken) oder PX200 (89 Franken). Auch andere Firmen bieten gutklingende Bügelhörer an. Mit solchen Hörern ist es sogar möglich, anspruchsvolle Klassik am Strand zu geniessen und bei poppigen Sounds erfreuen ein kräftiger Bass und angenehm brillante Mitten und Höhen. Gegenüber den InEar-Hörern bietet diese Hörergattung auch bei geringerer Lautstärke einen höheren Musikgenuss und das für die Umgebung lästige Zischeln, ist kaum vernehmbar.
Hörer mit Lärmkiller. Das PXC250 Kopfhörersystem und der Bose QC-1 arbeiten mit einer aktiven Lärmkompensation.Hörer mit Lärmkiller. Das PXC250 Kopfhörersystem und der Bose QC-1 arbeiten mit einer aktiven Lärmkompensation.