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Testbericht · Teufel · Aktivlautsprecher

Proaktiv vielseitig

Test: Ultima 40 Aktiv von Teufel

Die Ultima 40 Aktiv von Teufel macht Dampf mit Stil und ist mit integriertem AV-Receiver ungeheuer vielseitig. Audiophile Ohren brauchen etwas Toleranz.

Von Christian Wenger · · Seite 1 von 4
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Mit der Ultima 40 Aktiv lancierte Teufel ein erweiterungsfähiges Aktiv-Stereoset mit integriertem AV-Receiver. Das System ist mit 1099 CHF extrem kostengünstig und aussergewöhnlich vielseitig. Das highendige Erscheinungsbild der ausgewachsenen Standlautsprecher steht in krassem Gegensatz zum Preis. Man wäre versucht, das System als Aprilscherz abzutun, aber dafür liegt der 1. April zu weit zurück und es ist ... kein Scherz.

Im Grunde sind es aber auch keine Aktivlautsprecher im engeren Sinn: Der eine Lautsprecher enthält die gesamte Elektronik und damit auch die Verstärker für beide Lautsprecher (2 x 130 Watt). Der zweite Lautsprecher wird über ein Lautsprecherkabel mit der aktiven Ultima 40 verbunden. Das 3-Weg-System mit Zwillingsbass wird links wie rechts über eine passive Frequenzweiche angesteuert.

Das Konzept ist einfach: Die Ultima 40 gibt es in der überarbeiteten Version auch als Passivlautsprecher für «klassisch Stereo» mit externen Verstärkern. Diese Variante kostet dann übrigens nur noch 599 CHF. Das Ultima 40 Aktiv-Set löst die Vorgängerin von 2017 ab. Letztere Variante ist aber immer noch erhältlich. Vergleicht man die beiden Versionen, dann fallen beim Design nur kleine Unterschiede auf – und die sind Geschmacksache.

Die Ultima 40 Aktiv verfügt über einen neuen Hochtontreiber. Dessen Zentrum liegt etwas näher am Zentrum des auffällig schönen Mitteltontreibers, dessen Kevlar-Membrane mit Phase-Plug und Kupferoptik das Anbringen der vollflächigen Abdeckungen schon fast zum Sündenfall macht.

Neu ist auch das grosse, helle Dotmatrix-Display. Die Anzeige lässt sich auch aus grösseren Distanzen perfekt ablesen – und das sogar mit aufgesetzter Frontabdeckung. Die Sensortastenzeile auf der Oberseite ist ausgesprochen bedienungsfreundlich und macht die Fernbedienung fast überflüssig.

Als Zielkunden würde man schon des Preises wegen reflexartig die Bewohner von Studenten-Buden vermuten. Und als Redaktor bin ich versucht, nach entsprechendem Musikmaterial zu suchen, von dem ich ehrlich gesprochen nicht allzu viel besitze. Ich lasse mich aber gerne eines Besseren belehren – und die angepeilten Käufer vielleicht auch.

Aus Distanz ablesbares Display.Aus Distanz ablesbares Display.
Der Autor Christian Wenger

Christian Wenger war Elektrotechniker und Marketingfachmann in der Industrielektronik und Inhaber von InConcert Audio in Olten. Von 2013 bis 2024 schrieb er als Redaktor für avguide.ch. Heute lebt der Connaisseur und Weinliebhaber pensioniert in Südfrankreich und bleibt Mitinhaber der avguide.ch GmbH.

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