TESTBERICHT
Prachtvoll wie sein Vorgänger: Der Technics SL-1200GAE.Prachtvoll wie sein Vorgänger: Der Technics SL-1200GAE.

Er wurde von zahllosen DJs malträtiert, von berühmten und unbekannten Rappern bescratcht, aber auch von Bach-Liebhabern mit Liebe gehätschelt. Er tat in dunklen Disco-Gruften seinen Dienst, den er nie versagte. Er leuchtete auch in dämmrigen Wohnzimmern dem Hausherrn entgegen, der sich ihm mit einem Cognac-Schwenker in der Hand näherte, um dem Abend mit James Last eine neue Richtung zu geben ... oder so.

Die Rede ist vom SL-1200 und all seinen Nachfolgern und Re-Makes, aber vor allem vom Original von Technics. Einem genialen Gebrauchs-Plattenspieler, der alles konnte und dank sorglosem Direktantrieb einfach alles mitmachte, was man mit ihm anstellte. Er kam 1973 auf den Markt und wurde bis zum Ende der Produktion 2010 fünfmal modifiziert. Damit war er das am längsten produzierte HiFi-Gerät der Geschichte.

Als Technics dann unter den neuen Flügeln von Panasonic re-inkarnierte, wurde bald publik, dass diese Ikone wieder auf die Speisekarte kommt. An der IFA 2015 rotierte der neuentwickelte Direktantrieb unter Glas. Da wussten wir, dass es ernst ist, aber wir wussten nicht, wie gut das Gerät am Ende sein wird.

Die machen etwas ganz Neues, dachten wir.Die machen etwas ganz Neues, dachten wir.

An der CES in Las Vegas wurde die Katze aus dem Sack gelassen und mit einem bewährten Marketing-Gag beschwert: Einer nummerierten Erstauflage von 1200 Stück. Natürlich sind die alle schon an den Handel ausverkauft, aber wen kümmert's, ausser die Sammler. Jetzt steht er da und ich reibe mir die Hände.

Mit Liebe zum Detail

Drehschalter für Ein/Aus und 2 Tasten für 3 Geschwindigkeiten.Drehschalter für Ein/Aus und 2 Tasten für 3 Geschwindigkeiten.

Ich holte mir einen Fachmann von AAA-Switzerland an Bord. Er assistierte mir in allen Beurteilungen, gerade weil er auch die früheren Modelle in- und auswendig kennt.

Beim Auspacken fällt das Gewicht ins Gewicht. Nicht dass wir schwere HiFi-Teile nicht gewohnt währen, aber 18 kg sind schwer, sehr schwer für den eher zierlichen Technics, der früher viel leichter war. Er wog um die 10 kg. Verschiedene spätere Klone nach 2010 waren noch um einiges leichter. Grund für den Gewichtszuwachs beim 1200GAE ist die konsequent massive Bauweise mit nur sehr wenigen sichtbaren Kunststoff-Bauteilen und natürlich dem neuen Plattenteller mit wesentlich grösserer Masse. Dieser ist in Alu-Druckguss mit einer gedrehten Messingscheibe ausgeführt.

Auffallend ist auch die fühlbare Wertigkeit der gesamten Verarbeitung. Beim Plattenteller schimmert am Rand der Tellermatte das Messing durch, der einzige sichtbare Unterschied aus grösserer Distanz.

Der schwere Teller mit der gedrehten Messingscheibe. Die Griff-Bohrungen sind so platziert, dass man an die darunterliegenden Taster herankommt.Der schwere Teller mit der gedrehten Messingscheibe. Die Griff-Bohrungen sind so platziert, dass man an die darunterliegenden Taster herankommt.
Die Rückseite ist mit einer präzisen Gummiauflage und drei Gewichten versehen. Besonders beeindruckend ist der exakt geschliffene Flansch im Zentrum.Die Rückseite ist mit einer präzisen Gummiauflage und drei Gewichten versehen. Besonders beeindruckend ist der exakt geschliffene Flansch im Zentrum.

Der neue Direktantrieb

Nimmt man die metallene Deckplatte ab, offenbart sich der neue, massive Direktantrieb mit den Antriebsspulen unter dem Subteller.Nimmt man die metallene Deckplatte ab, offenbart sich der neue, massive Direktantrieb mit den Antriebsspulen unter dem Subteller.

Der elektronisch geregelte Direktantrieb wurde vollkommen neu entwickelt, mit dem Zweck, den schweren Teller gleich schnell zu beschleunigen und zu bremsen, wie die früheren, leichten Aluteller. Das Tellerlager wurde ebenfalls neu ausgelegt. Das Konzept resultiert, wie man im Hörtest merkt, in einer grossen innere Ruhe im Klanggeschehen. Dies ist das Resultat eines wirklich guten Direktantriebs. Direktantriebe sind heute eher selten anzutreffen, da sie aufwändig in der Herstellung sind. Riemenantriebe sind da viel einfacher.

Das Chassis ist ebenfalls aus Metall gefertigt. Wie es sich in modernen Zeiten ziemt, kann die Software für den Antrieb über USB aufdatiert werden.Das Chassis ist ebenfalls aus Metall gefertigt. Wie es sich in modernen Zeiten ziemt, kann die Software für den Antrieb über USB aufdatiert werden.

Der Teller beschleunigt in 0,7 Sekunden auf die Nenndrehzahl von 33 1/3. Das Antriebsdrehmoment liegt bei 1,5kg/cm. Die elektronische Abbremsung benötigt 0,7 Sekunden bis zum Stillstand. Der Gleichlauf beträgt +/- 0,002%.

In den Plattenteller sind zwei Griff-Bohrungen eingelassen. Der Teller wird mit drei präzisen Schrauben mit dem Subteller verschraubt bzw. mit drei Gewindebolzen, die zum Subteller führen. Darauf kommt noch die schön verarbeitete Gummimatte.

Die verschiedenen Stroboskop-Ringe zeigen die Null-Abweichung an (grosse Punkte), sowie Abweichungen von +6.4 % bis -3.3 %. Das ist hilfreich bei manueller Verstellung der Geschwindigkeit ...Die verschiedenen Stroboskop-Ringe zeigen die Null-Abweichung an (grosse Punkte), sowie Abweichungen von +6.4 % bis -3.3 %. Das ist hilfreich bei manueller Verstellung der Geschwindigkeit ...
... die man über den Schieberegler vornehmen kann. Der Regelbereich lässt sich auf Tastendruck verdoppeln.... die man über den Schieberegler vornehmen kann. Der Regelbereich lässt sich auf Tastendruck verdoppeln.

Das Gehäuse

Das Gehäuse (oder Zarge) besteht aus Alu und Hartgummi. Der Netzstecker wird in einer Ausbuchtung eingesteckt. Diese ist aber nicht für grosse Netzstecker geeignet.Das Gehäuse (oder Zarge) besteht aus Alu und Hartgummi. Der Netzstecker wird in einer Ausbuchtung eingesteckt. Diese ist aber nicht für grosse Netzstecker geeignet.

Das Gehäuse besteht aus einer hochwertigen, verwindungssteifen Alu-Konstruktion auf der Oberseite und einer massiven Hartgummi-Zarge auf der Unterseite. Die vier Stellfüsse sind höhenverstellbar und leicht federnd. Eine sehr solide und gut absorbierende Konstruktion.

Der Netzstecker ragt nicht aus dem Gehäuse heraus. Er befindet sich unter dem Gerät in einer Kavität. Bei grösseren IEC-Buchsen und fetten Stromkabeln dürften die Platzverhältnisse zu Kritik Anlass geben.

Das Tonarmkabel ist nicht direkt herausgeführt. Es mündet in RCA-Buchsen (Cinch), die ebenfalls unter dem Gerät verborgen sind, zusammen mit dem Massekontakt für das Massekabel, welches zum Verstärker führt. Audiophile Kunden würden einen SME-Stecker oder ein direkt herausgeführtes Kabel bevorzugen. Doch zugegeben, das ist nicht sonderlich praktisch.

RCA-Anschlüsse (Cinch) für das Tonarmkabel unter dem Gerät.RCA-Anschlüsse (Cinch) für das Tonarmkabel unter dem Gerät.

Die getönte Staubschutzhaube ist hochwertig gebaut, wirkt edel und lässt sich einfach aus den Scharnieren ziehen. So kann der Plattenspieler geschlossen, aber auch ohne Haube benutzt werden. Wer das Gerät ohne Haube benutzen will, kann sie einfach abnehmen und zur Seite legen. Dann dient sie als Staubschutz im Ruhezustand. Wer Platten auflegt und dann den Deckel beim Abspielen schliesst, kann das ebenfalls tun. Ganz nach Gusto.

Besonders elegant ist die formvollendete Ausbuchtung über dem Drehpunkt des Tonarms. Sie verkleinert die Bauhöhe.

Die schönste Beule der Welt.Die schönste Beule der Welt.

Der Tonarm

Der S-förmige und 4-Punkt-gelagerte Präzisionstonarm.Der S-förmige und 4-Punkt-gelagerte Präzisionstonarm.

Der S-förmige Tonarm ist den früheren Modellen zum Verwechseln ähnlich, spielt aber qualitativ in einer ganz anderen Liga. Er ist vollständig in Magnesium und Aluminium ausgeführt und hat eine sehr präzise 4-Punkt-Lagerung. Die Einstellungen sind einfach zu bewerkstelligen:

Mit der Einstellung der Höhe bewirkt man eine Winkelveränderung des Tonarms zur Schallplatte. Das führt wiederum zu einer vertikalen Anpassung des Abtast-Diamanten in der Plattenrille. Dies nennt man VTA (Vertical Tracking Angle). In der Theorie will man den Tonarm exakt parallel zur Schallplatte eingestellt haben, wodurch die "Nadel" dann exakt senkrecht in der Rille läuft. In der Praxis neigt man den Tonarm eher leicht nach vorne (indem man ihn hinten etwas hochschraubt), was zu einer leichten Akzentuierung des Hochtonbereichs führt und auch bei dicken Schallplatten (180 g bis 200 g) noch in der Toleranz liegt.

Beim neuen Technics-Tonarm bewerkstelligt man das mit dem grossen, skalierten Drehring an der Basis, nachdem man den Fixierhebel gelöst hat. Das klangliche Resultat kann man dann gleich überprüfen.

Das Gegengewicht für die Einstellung der Auflagekraft ist schön schwergängig und bleibt in der eingestellten Position. Die Skala kann man gegen hinten oder vorne richten, je nach dem, wie man das Gewicht aufschraubt.

Das Anti-Skating ist konventionell und so exakt wie Anti-Skating eben sein kann. Das Drehrädchen ist skaliert. Über Sinn, Unsinn und Intensität von Antiskating lasse ich mich hier nicht aus. Dafür gibt es zig Diskussionen in Internet-Foren. Wer sich damit nicht befassen will, stellt einfach den Wert der Auflagekraft beim Anti-Skating ein.

Das Ortofon-2M-Black-MM-System ist sehr hochwertig, aber nicht im Lieferumfang enthalten. Das Ortofon-2M-Black-MM-System ist sehr hochwertig, aber nicht im Lieferumfang enthalten.

Der Tonabnehmer (nicht im Lieferumfang enthalten) lässt sich einfach auf dem abnehmbaren Headshell montieren und ausrichten. Das Headshell lässt sich austauschen. Es lassen sich auch andere Headshells verwenden, so lange man über einen SME-Bajonettverschluss verfügt. Das für den Test vormontierte Ortofon 2M Black ist eine gute Wahl und passt zur Tonarm-Masse von 12 g.

Verwendet man schwere Tonabnehmer/Headshells, dann ist die Eignung in Bezug auf Tonarm-Masse und Gegengewicht zu prüfen. Für schwere Systeme wie Ortofon SPU oder solche, die massereiche Tonarme benötigen, ist der Technics-Arm wohl weniger geeignet.

Wer sollte den SL-1200GAE erwägen?

Für wen eignet sich der neue Technics-Plattenspieler?Für wen eignet sich der neue Technics-Plattenspieler?

Technics hat sich dem Premium-Audio und dem High-End-Audio verschrieben. Das kommt bei den neuen Produktelinien klar zum Ausdruck, aber auch bei Qualität und Wertigkeit dieser Produkte. Der Nachfolger des SL-1200 kostet 3490 CHF ohne Tonabnehmer, für den man auch nochmals 600 bis 1000 CHF einrechnen sollte. Das Gerät ist damit deutlich teurer als der berühmte Vorgänger. Das ist jedoch qualitativ gerechtfertigt.

Dieses Preissegment ist bereits gut vertreten. Die Auswahl ist gross und deckt die differenzierten Wünsche von Vinyl-Liebhabern gut ab. Es reicht von puristischen Geräten bis hin zu komfortablen Lösungen und von der klassischen Formsprache bis zu futuristischen Konzepten. Die Preisklasse zeichnet sich durch Laufwerke aus, zu denen man verschiedene Tonarme kombinieren kann. Tonarme, die man vielleicht schon besitzt oder individuell auswählt.

Gerade das direktgetriebene Laufwerk von Technics scheint mir ein ausgezeichneter Performer zu sein. Es wäre wünschenswert, wenn man es auch einzeln kaufen könnte, um es dann individuell mit Tonarmen zu kombinieren. Dabei könnte man gut ein paar Funktionen weglassen, die diese Käufer nicht so interessieren, z. B. die regelbare Geschwindigkeit, die Beleuchtung und das Stroboskop.

Gut möglich, dass sich ein hochqualitativer Komplettspieler für Technics in diesem Segment auszahlt. Der Anfang ist jedenfalls gemacht. Ob man die audiophil-puristisch orientierte Kundschaft begeistern kann, ist aber eher fraglich. Und ob DJs und SL-1200-Freaks die Summe ausgeben, ist zu bezweifeln. Wir haben zwar einen Vinyl-Boom, aber der spielt sich bei den Geräten grösstenteils bei unter 1000 CHF ab.

Ich kann mir vorstellen, dass man bei Technics noch weitere Pfeile im Köcher hat. Zuerst ging es ja darum, eine Legende zu erwecken. Jedenfalls ist der SL-1200GAE auf weltweit 1200 Stück limitiert. Alle Geräte sind bereits an den Handel verkauft. Mitte Juni kommen diese Plattenspieler in den Handel. Inwieweit der nicht limitierte Nachfolger vom GAE abweicht – auch preislich – ist noch nicht bestimmt.

Hörtest

Er klingt so, wie er aussieht.Er klingt so, wie er aussieht.

Für die Geschichtsschreibung: Wir haben den Deckel abgenommen.

Das 2M Black ist ein ausgezeichnetes MM-Tobabnehmer-System. Ungeachtet anderer Präferenzen, meiner eingeschlossen, eignet es sich für eine Beurteilung sehr gut. Dazu passt es zum Tonarm, und die Preisrelation stimmt ebenfalls. Als Phono-Vorverstärker diente der Phonata von WLM (nicht mehr erhältlich). Als Vorstufe diente eine solche von Valvet, dazu Class-A-Monos von Valvet, gefolgt von Blumenhofer-Lautsprechern.

Das neue Laufwerk von Technics ist bemerkenswert. Es strahlt eine grosse innere Ruhe aus und verleiht jeder Art von Musik ein solides Fundament. Das ist ein sehr grosser Unterschied zu früher. Das Timing war sehr gut, wir hatten nie den Eindruck, etwas zu verpassen. Die Traktion des Antriebs stellt viele, vorwiegend Riemen-getriebene Plattenspieler, in den Schatten.

Gerade bei hoher Dynamik war dies beeindruckend. Man kann zur Kenntnis nehmen, dass hohe Dynamik in den Rillen der "Nadel" unvermittelt einen grösseren Widerstand entgegensetzt. Das kann man nicht nur hören, man kann es auch messen.

Da ist es entscheidend, dass der Antrieb nicht gebremst wird. Solche Mikro-Bremsungen führen zu verringerter Feindynamik und einem trägen Gefühl beim Hören. Man glaubt dabei immer, da müsste noch etwas kommen. Hier nicht. Live-Aufnahmen wie "The Blues Summit" von 1993 mit B.B. King and Friends klingen gnadenlos authentisch und mitreissend.

Wir können nüchtern feststellen, dass der SL-1200GAE nichts falsch macht. Wir können ebenfalls resümieren, dass man sich auch nicht über den Tonarm zu unterhalten braucht – selbst dann nicht, wenn man sich vermeintlich Besseres gewohnt ist.

Fazit

Der SL-1200GAE in seiner ganzen Pracht. Er wurde fast ausschliesslich in Metall verarbeitet und ist mit einem Gewicht von 18 kg kaum hochzuheben.
Der SL-1200GAE in seiner ganzen Pracht. Er wurde fast ausschliesslich in Metall verarbeitet und ist mit einem Gewicht von 18 kg kaum hochzuheben.
Der Dreh/Druckschalter verhindert versehentliches Ausschalten und setzt die Stroboskop-Beleuchtung in Kraft. Drei Geschwindigkeiten inkl. 78 Umdrehungen pro Minute.
Der Dreh/Druckschalter verhindert versehentliches Ausschalten und setzt die Stroboskop-Beleuchtung in Kraft. Drei Geschwindigkeiten inkl. 78 Umdrehungen pro Minute.
Exakte Drehzahl: Hier wurden 78 Umdrehungen für Schellack gewählt.
Exakte Drehzahl: Hier wurden 78 Umdrehungen für Schellack gewählt.
Schieberegler für variable Geschwindigkeiten – zum Beispiel für DJ-Kapriolen und Schellack-Hörer, wenn die Tonhöhe mal nicht stimmt. Der Regelbereich kann verdoppelt werden.
Schieberegler für variable Geschwindigkeiten – zum Beispiel für DJ-Kapriolen und Schellack-Hörer, wenn die Tonhöhe mal nicht stimmt. Der Regelbereich kann verdoppelt werden.
Perfekt verarbeiteter Tonarm im klassischen Technics-Design. Sehr einfach einzustellen. Überzeugende VTA-Einstellung über den grossen Ring an der Basis.
Perfekt verarbeiteter Tonarm im klassischen Technics-Design. Sehr einfach einzustellen. Überzeugende VTA-Einstellung über den grossen Ring an der Basis.
Sanft hebt sich der
Sanft hebt sich der "Leuchtturm" auf Knopfdruck in die Höhe und beleuchtet den Einsatzpunkt des Tonabnehmers.
Der Tonabnehmer ist nicht im Lieferumfang enthalten. Hier ein passendes Ortofon-2M-Black-MM-System.
Der Tonabnehmer ist nicht im Lieferumfang enthalten. Hier ein passendes Ortofon-2M-Black-MM-System.
Hochwertiger Deckel mit Haube über dem Tonarm.
Hochwertiger Deckel mit Haube über dem Tonarm.
Massiver Messingteller. Er ist viel schwerer als der alte Alu-Teller.
Massiver Messingteller. Er ist viel schwerer als der alte Alu-Teller.
Der Teller von unten mit dichter Gummi-Dämpfung, 3 Gewicht-Einlagen und einem perfekt geschliffenen Befestigungs-Flansch.
Der Teller von unten mit dichter Gummi-Dämpfung, 3 Gewicht-Einlagen und einem perfekt geschliffenen Befestigungs-Flansch.
Tellerlager und Drehscheibe mit den drei Schraubhalterungen und der eingebetteten Motor-Abdeckung.
Tellerlager und Drehscheibe mit den drei Schraubhalterungen und der eingebetteten Motor-Abdeckung.
Bei entfernter Abdeckung erblickt man den Antriebsteller und die darunter liegenden Motorspulen des Direktantriebs.
Bei entfernter Abdeckung erblickt man den Antriebsteller und die darunter liegenden Motorspulen des Direktantriebs.
Gut verborgener Gerätestecker für die Stromzuführung auf der Rückseite.
Gut verborgener Gerätestecker für die Stromzuführung auf der Rückseite.
Gut verborgene RCA-Stecker (Cinch) und Erd-Klemme für das Tonarmkabel.
Gut verborgene RCA-Stecker (Cinch) und Erd-Klemme für das Tonarmkabel.

Technics hat abgeliefert – mit viel Liebe und Passion zu ihrer eigenen Geschichte. Die Japaner haben gezeigt, wie man auf Anhieb ein tolles Gerät baut. Sie waren es sich schuldig, weil der Vorgänger im Guinness-Buch der Rekorde steht. Da kann man sich nicht lumpen lassen.

Darüber hinaus könnte der SL-1200GAE viele Vinyl-Besitzer zum Umdenken bewegen. Ein toller Plattenspieler kann auch praktisch sein. Er kann etwa gut beleuchtet sein, um nur ein Beispiel zu nennen. Oder mit einer Haube ausgestattet, die man auch im Betrieb verwenden kann. Oder mit einem Antrieb, bei dem man nicht philosophieren muss, ob man einen Baumwollfaden oder einen Gummiriemen einsetzt. Der SL-1200GAE ist Gerät, das nicht erst nach zig Tuning-Massnahmen gut wird.

Es bleibt aber ein Risiko hinsichtlich seiner Marktakzeptanz – vor allem bei der solventen audiophilen Kundschaft und den vielleicht weniger solventen DJs und Spasshörern.

Der SL-1200GAE ist aber wohl auch erst der Anfang einer neuen Erfolgsgeschichte.

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