Integration des Küchenradios
Wer das Lichtsystem von Philips Hue besitzt, kann mit der Harmony auch das Licht steuern und beim Start des Fernsehers auch gleich automatisch die passende Lichtumgebung einstellen lassen.Die nachfolgende Konfiguration kann man nun wahlweise an der Fernbedienung, in einer App für Android oder iOS oder am PC vornehmen. Am meisten Komfort bietet dabei der PC.
Um seinen Gerätepark zusammenzustellen, tippt man Marke und Modellbezeichnung ein. Logitech verspricht, über 225‘000 verschiedene Geräte zu kennen. Bereits vor dem Kauf kann man im Internet (http://support.myharmony.com/de/compatibility) prüfen, ob die eigenen Geräte darunter sind. Unbekannte Geräte lassen sich notfalls manuell anlernen.
Wir waren ziemlich verblüfft, dass sich Audio-Komponenten von Sonos sowie ein Chromecast-Stick und ein Apple TV bereits in unserem Gerätepark befanden. Das System durchsucht anscheinend das WLAN automatisch nach bekannten Geräten und fügt diese ein.
Als Erstes fügten wir unser TV-Modell und die Kabel-TV-Empfängerbox von UPC zum Gerätepark hinzu. Für die Funktion „Fernsehen“ will Harmony nun wissen, an welchem HDMI-Anschluss des TV die UPC-Box hängt. Ferner muss man definieren, welches Gerät für Senderwechsel (UPC) und Lautstärkeregelung (TV) zuständig ist.
Als Nächstes fragte uns Harmony nach Signallieferant (UPC, Swisscom, Satellit) und Wohnort. Daraufhin erscheint eine komplette Senderliste mit Logos.
Für das Touch-Display der Fernbedienung darf man nun die persönlichen Favoritensender mit Logo anordnen. So befreit die Harmony einfach von der abstrusen Sendersortierung, die einem UPC Cablecom normalerweise aufzwingt. Selbstverständlich findet sich die Logo-Oberfläche dann auch in den Apps.
Wer die Logos übrigens nicht mag, findet auf der Webseite http://www.iconharmony.com Tausende weitere Logos, die perfekt für das Harmony-Display angepasst sind.
Weil die verfügbaren HDMI-Anschlüsse am Fernseher nicht für unseren kompletten Gerätepark mit Spielkonsolen ausreichen, geistert auch noch ein No-Name-HDMI-Umschalter hinter dem TV-Gerät herum. Harmony kennt aber keine markenlosen Geräte. Deshalb mussten wir den Umschalter „anlernen“.
Dazu wird die Harmony wieder per USB an einen Rechner angeschlossen. Sie funktioniert dann als Infrarot-Empfänger. Auf der Original-Fernbedienung des Umschalters drückten wir sämtliche Tasten durch, welche die Harmony so lernte. Danach beherrschte die Harmony auch Szenarien, welche Umschaltvorgänge am Switch nötig machen. Sowohl die Spielkonsolen von Sony als auch von Microsoft liessen sich so über die Harmony ein- und ausschalten.
Sonos und Philips-Licht
Erstaunlich ist, dass Multiroom-Musik- Komponenten von Sonos auf der Harmony erscheinen. Die Audiokomponenten haben gar keinen Infrarot-Empfänger, weil es für Sonos keine Fernbedienung, sondern nur eine App gibt. Harmony muss hier also Befehle via WLAN an die Sonos-Komponenten schicken.
Das funktioniert im Test für rudimentäre Befehle wie Lautstärke, Pause und nächster Titel. Komplexe Funktionen wie Internetsenderwahl oder Bibliothekssuche lassen sich so aber nicht erledigen. Dazu muss man also wieder die Sonos-App starten.
Nicht testen konnten wir die Zusammenarbeit mit dem Lichtsystem Hue von Philips. Laut Hersteller kommuniziert die Harmony mit dem LAN-Hub von Hue und kann dann für bestimmte Szenarien Lichter ein- oder ausschalten, dimmen oder deren Farbe ändern.
In den USA bereits angekündigt ist der Harmony Hub Home Extender mit dem sich auch Zigbee und Z-Wave Geräte in der Hausautomation einbinden lassen.

Alle Themen


