Verstärker und Datenformate
Rückseite.Der integrierte Verstärker liefert 2 x 40 Watt RMS an 4 Ohm Impedanz über Schraubklemmen oder Bananenstecker. Für den Betrieb der Ottava-Kleinlautsprecher gibt es eine Modellvariante mit speziellen Lautsprecher-Steckern, die dazu passen (SC-C500).
Die getestete Version ist für die individuelle Wahl der Lautsprecher vorgesehen, bei der man auf einen ordentlichen Wirkungsgrad achten sollte. Die Leistungsreserven sind nicht übermässig gross.
Bemerkenswert ist die praktische Klangregelung "Tone Control", auf die man im Set-up-Menü Zugriff hat. Eine digitale Regelung für Bass, Mitten und den Hochtonbereich.
Ah ja, einen Kopfhörer-Ausgang gibt es auch.
Datenformate
Mit USB und via LAN (DLNA) sind 24 Bit und 192 kHz Samplingrate in allen dafür vorgesehenen Formaten abspielbar. Dazu DSD. Ab PC/Mac ist auch 32 Bit Wortlänge im LPCM-Format abspielbar (Linear Puls Code Modulation, bekannt von der DVD Audio).
Via Airplay und Bluetooth eingespielte Musik ist bez. Auflösung auf 16 Bit begrenzt. Mit Airplay ist eine Datenrate von 1411 kBit/Sekunde, also CD-Qualität übertragbar. Bluetooth ermöglicht 328 kBit/Sekunde, also eine bessere Qualität bei digitaler Kompression.
Musikerlebnis
"Schau mir auf die CD, Holly!"Der SU-C550 spielte über die Blumenhofer-Tempesta-17-Lautsprecher, was einer ungewöhnlichen und anspruchsvollen Paarung entspricht. Die Tempesta verfügen über einen guten Wirkungsgrad und sind auch im Bassbereich gut kontrollierbar. Der Receiver hatte jedenfalls keine Mühe damit.
Gewiss würden sich kleine Passivlautsprecher auf dem Side-Board anbieten, auf dem auch der kleine Technics-Receiver zu stehen kommen dürfte. Aber Achtung, kleine Abmessungen gehen oft einher mit miserablem Wirkungsgrad. Der Receiver verdient nicht nur im Test, sondern auch in der Praxis eine würdigere Umgebung bei den Schallwandlern.
Er machte denn auch eine sehr gute Figur. Ein entspanntes und musikalisch ansprechendes Erlebnis. Sinngemäss ab CD getestet, dann ab dem Musikstreamingdienst QOBUZ via Airplay und dann Bluetooth. Es ging mir bei kritischer Betrachtung um das sehr positive Gesamtbild und weniger um alle Aspekte, die den Audiophilen ansprechen. Das geht wohl auch den künftigen Besitzern des Geräts so.
Nun denn halt: Die Klangbühne wirkte räumlich etwas begrenzt und die Akteure (wie wir sie gerne nennen) waren nicht so überzeugend atmosphärisch präsent, wie das sehr gute Geräte eben können. Die Basskontrolle fand ich aber schwer in Ordnung und die tonale Balance hatte keinerlei Auffälligkeiten, die auf ein "Sound-Design" schliessen liessen.
Er kann auch relativ laut, dynamisch und beginnt dann nicht zu nerven. Alles in allem eben entspannt, sorglos, spontan und für dieses Angebot richtig gut. Man kann ihm "richtige" Lautsprecher wirklich gönnen und wenn nicht gleich, dann eben später.

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