TESTBERICHT
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Klipsch KMC1

Das in 8 Farben erhältliche KMC1 gehört zu den kleinsten Systemen dieses Vergleichs. Elegant gestylt, ist es zudem sauber und stabil verarbeitet.Das in 8 Farben erhältliche KMC1 gehört zu den kleinsten Systemen dieses Vergleichs. Elegant gestylt, ist es zudem sauber und stabil verarbeitet.

Die im Jahre 1946 gegründete Firma Klipsch hat bekanntlich legendäre Lautsprecher wie etwa das phänomenal klingende, aber nicht mehr ganz kompakte Klipschorn hervorgebracht.

So erwartet man denn auch von einer solch namhaften Firma, dass sie der Konkurrenz in Sachen Sound mindesten eine Nasenlänge voraus sein sollte. Ob das hier tatsächlich zutrifft, erfahren wir sogleich.

Das in acht Farben zu einem stolzen Preis von 398.- Franken erhältliche KMC1 gehört zu den kleinsten Systemen dieses Vergleichs. Elegant gestylt, ist es zudem sauber und stabil verarbeitet. Die Anfass-Qualität ist hoch und beim Anklopfen an das Gehäuse scheppert aber auch gar nichts. Dafür ist es nicht gerade leicht. Doch was will man: Leicht mit Schepper-Sound oder etwas schwerer mit sauberem Klang?

Das KMC1 ist mit einem 2 x 10 Watt Verstärker ausgerüstet, welcher die beiden 6,4 cm Breitbandchassis antreibt. Auf der Rückseite verstärken zwei 7,6 cm Passiv-Membran-Chassis den Bass. Dank integriertem Akku, der das Gerät bis zu acht Stunden netzunabhängig spielen lässt, ist es prädestiniert für Ausflüge und Freien.

Klang

Der Klang aus diesem kleinen Gerät erstaunt: Satt und angenehm erscheint die Musik wie aus einem Guss. Über recht tiefen Bässen erstreckt sich eine warm und angenehm klingende Mittellage. Der Hochtonbereich wirkt gut durchzeichnet und nie aufdringlich.

Die Klipsch Klangtuner haben hier darauf verzichtet, mit billigen Tricks, sprich Klangverfärbungen, die Hörerschaft zu beeindrucken. Hier hat man versucht, ein sauber und ausgewogen klingendes Mini-System zu schaffen, das auch auf die Dauer nicht durch Klangverfärbungen nervt.

Das ist nicht zuletzt auch den hochwertigen Innereien und dem eher schweren, stabilen Gehäuse zu verdanken, das zwar bei erhöhter Lautstärke auch etwas mitvibriert, aber nicht deutlich hörbar resoniert, wie das andere Systeme so unschön tun.

Sogar ein Streichquartett  kann man hier mal zur Abwechslung mit Freude anhören und Stimmen kommen mit angenehmem Timbre, nie rauh oder gar kehlig. Bei rockigen Sounds erfreut ein angenehm knackiger Sound mit überraschend kräftigen und erst noch recht sauberen Bässen. Auch bei erhöhter Lautstärke bleibt der Klang recht sauber und beginnt erst am oberen Limit etwas zu rumpeln.

Messungen

Im für das Gehör kritischen Frequenzbereich, also von rund 200 Hz bis 10 kHz, verläuft die Kurve des Frequenzganges absolut vorbildlich in der Manier einer echten HiFi-Box. Der etwas gewellte Obertonbereich stört bei einem solchen Produkt kaum.

Der Bass fällt zwar unterhalb 200 Hz relativ flach ab, was bei einem Gerät dieser Grösse nicht anders zu erwarten ist. Wird die Box direkt an eine Rückwand gestellt, verstärkt sich der Bassanteil drastisch und man glaubt, eine wesentlich grössere Box vor sich zu haben.

Klipsch KMC1 Frequenzgang (2dB/Div): Sehr linearer Verlauf im wichtigsten Hörbereich. Oberhalb 10 kHz leicht gewelt, was jedoch nur den höchsten Obertonbereich beeinflusst. Klipsch KMC1 Frequenzgang (2dB/Div): Sehr linearer Verlauf im wichtigsten Hörbereich. Oberhalb 10 kHz leicht gewelt, was jedoch nur den höchsten Obertonbereich beeinflusst.

Fazit

Das KMC1 von Klipsch erfüllt die hochgesteckten Erwartungen, die man an ein Klipsch Produkt stellt, voll und ganz. Natürlich kann man von einem solch kleinen System keine absoluten Klangwunder erwarten, doch was es in seiner Produkte - und Grössenklasse bietet, gehört zum Besten, was hier zu hören ist.

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Heco schafft mit dem Slogan „ German HiFi since 1949“ Klarheit um was es hier geht: Um die hochwertige Musikwiedergabe „made in Germany“. Doch bei diesem Produkt heisst es etwas anders: Designed by Heco – made (wie alle anderen Geräte diese Tests ja auch) in China.

Heco bezeichnet ihren Ascada 300 BTX als „ Vollaktiver Bluetooth-Stereolautsprecher mit eingebautem Subwoofer“. Und für das HiFi-verwöhnte Auge ist der Anblick dieses Mönsterchens ein wahre Offenbarung: Ein elegantes Gehäuse mit hochwertigen Chassis lassen die Erwartungen hochschnellen.

Zudem ist der 300 BTX ein beachtlich grosses Gerät, das mindestens so gross ist wie zwei kleine HiFi-Boxen. Und so muss man sich denn fragen, wo eigentlich die Grenze zwischen einer kleinen HiFi-Anlage mit getrennten Kompaktboxen und einem solchen System liegt.

Der Ascada 300 BTX  kommt mit einer Mini-Fernbedienung und weist Anschlüsse für einen analogen Aux-Eingang und für das externe Netzgerät auf.

Letztgenanntes liefert dem Ascada 24 Volt Gleichspannung. Also könnte man rein theoretisch durch eine Serienschaltung von zwei Autobatterieen das Gerät auch ohne Netzversorgung betreiben. Doch daran denkt Heco bei einem solchen Edelteil nicht. Und wo Heco recht hat ...

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