18. März 2019 | seit 1999
TESTBERICHT
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Messungen

Die Abdeckung hält magnetisch und kann zum Hören abgenommen werden.

Die Kollegen von der deutschen HiFi-Zeitschrift «Stereoplay» haben die Nubert nuPro X-4000 nach allen Regeln der Kunst gemessen. Mit knapp 30 Hertz reicht sie in der Tat für eine Kompaktbox unfassbar tief – die meiste Popmusik jüngeren Datums steigt aus Rücksicht auf besagte Brüllwürfel und minderwertige Ohrstöpsel eine Oktave früher, also etwa bei rund 60 Hertz schon aus. Dieser enorme Tiefgang hat seinen Preis: Die Verzerrungen steigen schon bei recht niedrigen Pegeln stark an. Allerdings nur im unteren Frequenzbereich, wo der Klirr bei weitem nicht so störend wahrgenommen wird wie im oberen.

Und da bleibt die kleine Nubert vorbildlich. Vor allem aber bleibt sie vorbildlich linear, das heisst, sie betont keinen Bereich. Viele Lautsprecher schummeln da im Oberbass (was echten Bass vortäuscht), heben Brillanzen an (was Transparenz vortäuscht) oder senken sie (was klangliche «Wärme» vortäuscht). Aber unterm Strich und auf Dauer nervt das nur.

Die angegebenen 180 Watt Leistung für die 2,5-Zentimeter-Gewebehochtonkalotte und den 17-Zentimeter-Polypropylen-Tiefmitteltöner mussten wir nicht nachmessen. Bevor es den Chassis übrigens zu viel wird, begrenzt ein Limiter, von Nubert «Soft Clipping» genannt, den Leistungs-Schub der Schaltendstufen, so dass da nichts kaputtgehen kann.

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