TESTBERICHT
Seite 3 / 8

Einsatzideen

Oft hat man den Eindruck, dass für neue Geräte erst neue Bedürfnisse geschaffen werden müssen. Nicht so beim Q8. Die Zoom-Entwickler passten ihr neues Modell User-Bedürfnissen an. Ihr Wahlspruch: «We're for creators». So kann der Q8 z.B. als Webcam, für Live-Streaming oder auch nur als USB-Mikrofon eingesetzt werden (für die ersten beiden Funktionen stellt Zoom eine Gratissoftware für Mac und Windows im Netz zur Verfügung).

Eines der drei Belichtungsprogramme (Auto, Concert Lighting und Night) deutet auf den Einsatz als Konzertaufzeichnungsgerät hin, wo der Tonqualität besondere Bedeutung zukommt. Und mit einem Apple Camera Connection Kit kann man den Q8 sogar mit einem iPad verwenden.

Bedienungselemente

Der Q8 kommt mit wenigen Reglern und Knöpfen aus, da die meisten Funktionen über den Touchscreen erreicht werden.Der Q8 kommt mit wenigen Reglern und Knöpfen aus, da die meisten Funktionen über den Touchscreen erreicht werden.

Ein Volumenregler gehört zur Mikrofoneinheit, zwei weitere regeln die Comboeingänge. Mit den vier Tastern (L, R, 1, 2) schaltet man die vier Eingänge ein oder aus. Eine Play/Pause Taste sowie der (wichtige) Powerknopf befinden sich unter dem Minilautsprecher. Oben auf dem Q8 befindet sich der Start/Stopp-Taster für die Aufnahme (im Lieferumfangbild gut erkennbar). Die letzten zwei Funktionen sind auch über den Touchscreen erreichbar.

Audiomöglichkeiten

Hier alle Details aufzuzählen, würde zu weit führen. Wichtig scheint mir die Erwähnung, dass für eine perfekte Audioaufnahme optimale Einstellungen möglich sind, die jedoch selbst getätigt werden müssen. So stehen ein Limiter, ein Kompressor und gar ein Leveler (der leise und laute Passagen angleicht) zur Verfügung, allerdings ohne Feineinstellungsmöglichkeiten.

Dass man - wie bei anderen Zoom Produkten - zusätzlich zu den auswechselbaren Hauptmikrofonen auch noch professionelle Anschlüsse für zwei externe Quellen hat (es können Mikrofone mit oder ohne Phantomspeisung angeschlossen, oder z.B. der Linienausgang eines Mixers direkt eingespeist werden) ist natürlich speziell und hebt den Q8 aus der Masse der Konkurrenz.

Die Audioeinstellmöglichkeiten sind vielseitig, bleiben jedoch trotzdem einfach und übersichtlich.

Durch antippen des Displays öffnet sich das entsprechende Fenster, in dem Veränderungen vorgenommen werden können.Durch antippen des Displays öffnet sich das entsprechende Fenster, in dem Veränderungen vorgenommen werden können.

Zu beachten ist, dass bei Verwendung von phantomgespiesenen Mikrofonen die Batteriebetriebsdauer verkürzt wird.

Im technischen Überblick oben kurz erwähnt, für nachzubearbeitende Aufnahmen jedoch praktisch (und für einen Camcorder wahrscheinlich einmalig): Neben der herkömmlichen Video+Audio Kombi-Datei (Einstellung MOV) kann der Q8 eine separate Audiospur (MOV+WAV) von max 48 kHz/24 bit aufzeichnen.

Der Q8 kann aber auch als  reiner Audiorecorder (ohne Video) verwendet werden, entweder 2- oder 4-kanalig mit max. 96 kHz/24 bit.

Übersicht zu diesem Artikel
Seite 1:
Seite 2:
Seite 3:
Seite 4:
Seite 5:
Seite 6:
Seite 7:
Seite 8: