25. April 2019 | seit 1999
TESTBERICHT
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Problemlose Bedienung

Das im typischen «Neukomm-Design» sehr kompakt gehaltene Gerät gefällt mit seiner übersichtlich gestalteten, aus dem Vollen gefrästen Alu-Frontplatte. Direktwahltasten für alle vier Analog- und alle vier Digitaleingänge lassen punkto Bedienung keine Rätsel aufkommen. Nebst der Lautstärke und der Balance lässt sich über weitere Tasten auch noch bestimmen, welcher Eingang und welche Anfangslautstärke beim Einschalten des Geräts eingestellt werden, wobei sich das Gerät auch durch Drücken einer Eingangswahltaste direkt auf dem gewünschten Eingang einschalten lässt.

Die ebenfalls aus dem Vollen gefräste Metallfernbedienung funktioniert sehr gut als Tischgerät. Die fingergerecht ausgelegten Tasten lassen sich problemlos einhändig bedienen. Lediglich für die Anwahl eines der vier Digitaleingänge (5 bis 8) werden zwei Finger benötigt: Die Direktwahltasten 1 bis 4 sind nämlich doppelt belegt und erfordern zusätzlich das Drücken der «Alt»-Taste.

Kompakte Abmessungen und fingerfreundliche Tastenauslegung zeichnen den Vorverstärker aus.

Raffinierte Pegelregelung

Etwas Besonderes hat sich Hansruedi Neukomm für die Einstellung der Lautstärke ausgedacht. Grundsätzlich erfolgt sie im Vorverstärker über ein elektronisch geschaltetes Widerstandsnetzwerk. Diese Lösung hat gegenüber einem Potentiometer den Vorteil, dass sie auch bei kleinem Pegel präzise und zudem alterungsunabhängig konstant arbeitet. Der Lautstärkesteller offeriert mit 127 Stufen à 0,75 dB sehr differenzierte Abstufungen, wobei 99 Stufen für die Lautstärke, 9 für die Balance und weitere für Verstärkungsanpassungen, z. B. «Volume Adjust» an den Endverstärkern vorgesehen sind.

Nun hat eine Lautstärkeregelung im Vorverstärker aber den prinzipbedingten Nachteil, dass bei geringem Pegel eine entsprechend niedrige Signalstärke (im Millivoltbereich) zum Endverstärker übertragen wird. Dies mit der Gefahr, dass der Fremdspannungsabstand darunter leidet. Deshalb hat Hansruedi Neukomm bei den Monoblöcken PA135S kurzerhand nochmal die gleiche Pegelregelung mit geschaltetem Widerstandsnetzwerk implementiert.

Bei dieser Lösung teilt ihnen der Vorverstärker per Systembus die gewünschte Lautstärke und Balanceeinstellung mit, diese wird dann direkt vor Ort eingestellt. Das hat den messtechnisch nachvollziehbaren Vorteil, dass die lange Leitung zwischen Vor- und Endverstärker stets den hohen Nominalpegel überträgt. Grundsätzlich sind die niederohmigen Vorstufenausgänge insbesondere in der symmetrischen Variante in der Lage, das Signal auch bei grossen Kabellängen unbeeinträchtigt an die Endverstärker weiterzuleiten.

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