25. April 2019 | seit 1999
TESTBERICHT
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M7+: Die Prinzenklasse

Aus Norwegen (mit chinesischer Herkunft) stammt mein erster Kandidat, der wegen seiner geringen Grösse wohl eher der Prinzen- als der Königsklasse zugeteilt werden kann. Die Firma Tiny Audio ist spezialisiert auf Radio-Adapter und bietet diverse Modelle an.

Der M7+ ist ein (Fast-)Alleskönner und macht schon beim Auspacken einen wertigen Eindruck. In der Schachtel befinden sich neben dem Gerätchen eine handliche Fernbedienung (mit 2 AAA-Batterien), ein Netzadapter (6 V, 500 mA), eine Wurfantenne (ca. 2 m langes Kabel mit Antennenstecker) und ein Audio-Verbindungskabel 3,5 mm Stereoklinke auf 2 x Cinch, ein 27-seitiges Instruction Manual in Englisch, ein 32-seitiges brukerhåndbok in Norwegisch und eine Spotify-Information.

Die schwarze Hochglanzfront mit diskreten Beschriftungen birgt das 66 x 49 mm grosse Farb-Display. Darauf ist im stromsparenden Standby-Modus schwach die Uhrzeit zu erkennen, im aktiven Zustand werden alle wesentlichen Angaben angezeigt.

Tiny Audio M7+ im Internetradio-Modus.

Der M7+ verfügt auf der Rückseite über einen Ein-/Ausschalter. Daneben sind sämtliche Anschlüsse aufgereiht: Antenneneingang, DC-Eingang für das mitgelieferte, externe Netzgerät, analoger Audio-Ausgang sowie digitaler optischer Ausgang. Wer diese Möglichkeit wählen möchte, muss sich ein optisches Kabel besorgen.

Alle Anschlüsse des M7+ sind auf der Rückseite zu finden.

Vielseitig

Natürlich bietet der M7+ DAB+-Empfang, doch daneben ist er auch noch ein Internetradio-Empfänger, ein UPnP-MusicPlayer (beides nur via WiFi möglich) sowie ein FM/UKW-Receiver. Zudem bietet er noch Spotify Connect: Wer einen Spotify Premium Account abonniert hat, kann via WiFi Spotify nach einmaliger Anmeldung in den M7+ und damit in seine Heimanlage integrieren.

Für jede dieser fünf Möglichkeiten stehen je 10 Speicherplätze zur Verfügung. Im Weiteren ist eine Sleep- und eine Wecker-Funktion vorhanden. Die Sleep-Funktion bietet vier feste Zeiten (15, 30, 45 und 60 Min.). Es können zwei separate Weckzeiten und -funktionen (Radio oder Ton) programmiert werden.

Die Fernbedienung

Es kommt selten genug vor, dass eine Fernbedienung einfach und selbsterklärend ist. Diejenige des M7+ ist so eine: Klein (14 cm lang), leicht (74 g mit eingelegten Batterien) und klar beschriftet.

Der Hochglanzfinish ist zwar für eine Fernbedienung nicht gerade ideal, da sie schnell von Fingerabdrücken übersät sein wird, doch unbenützt sieht sie edel aus.

Die glänzende Fernbedienung des M7+.

Je nach gewähltem Modus (Funktion) ruft die Menu-Taste ein anderes Menü auf, von dem man jedoch auch ins Hauptmenü gelangen kann. Auch die Info-Taste passt sich der Funktion an. Sie gibt z. B. im DAB+-Modus Zusatzangaben zum Sender und zur Signalstärke an (die ja von Sender zu Sender variiert).

Scan, Mute, Sleep und Snooze gehören zu den allgemein bekannten Begriffen. Die zehn Nummerntasten sind die jeweiligen Speicherplätze, die durch kurzes Drücken den gespeicherten Sender wählen, durch langes Drücken den spielenden Sender speichern – ganz einfach.

Der Vierfach-Kreistaster mit dem «OK» in der Mitte dürfte ebenfalls bekannt sein. Und zuoberst ist noch die Ein/Aus-Taste, die den M7+ in den Standby-Modus versetzt. Die Zeitangabe auf dem Display wird nach kurzer Zeit abgedunkelt.

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