18. Juni 2019 | seit 1999
TESTBERICHT
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Antrieb und Plattenteller

Nimmt man die solide Auflage weg, dann bekommt man einen Einblick auf die Motorspindel mit dem Flachriemen.

Der TD 206 arbeitet mit einem geregelten DC-Motor (Gleichstrom-Motor), dessen Feinanpassung der Drehzahl mit je einem kleinen Potentiometer (für die beiden Drehzahlen) auf der Unterseite fein justiert werden kann. Dafür braucht es nur einen Schraubenzieher und eine Stroboskopscheibe. Bevor man sich mit der Feinjustage befasst, sollte man den Plattenspieler ein paar Stunden einlaufen lassen.

Das Tellerlager ist von der Unterseite zugänglich, aber das braucht die Benutzer nicht zu kümmern. Das Tellerlager ist gut von der Zarge entkoppelt, und zwar durch Einfräsungen in der Zarge, die bogenförmig vom Zentrum gegen aussen laufen. Dies ist nur von unten sichtbar. Diese Unterbrechungen der Zargenplatte dämpfen allfällige Schwingungen, die von der Zarge ausgehend auf das Tellerlager wirken könnten.

Der DC-Motor ist vibrationshemmend in eine hart federnde Textil-Spinne eingespannt. Die mit Schraube gesicherte Halterung ist exzentrisch: Durch Drehen kann die Spannung des Antriebsriemens verändert werden.

Der DC-Motor ist in eine Art Zentrierspinne aus hartem Stoff eingespannt, damit sich Motor-Vibrationen nicht auf die Zarge übertragen. Das Ganze ist exzentrisch in einen drehbaren Kunststoffring eingebaut. Man braucht bloss eine Schraube zu lösen, um das Teil zu drehen. Damit kann man die Spannung des Flachriemens zum Subteller verändern. Das ist praktisch, wenn die Spannung des Riemens über die Jahre etwas nachgelassen hat. Zudem bietet es vielleicht eine Möglichkeit des Klangtunings, wer weiss.

Der Plattenteller des TD 206 ist relativ leicht, und dennoch scheint die Masse dort zu sein, wo sie sein soll. Der Teller besteht aus einer präzise gestanzten Aluplatte in einem umlaufenden Aluprofil, die mit einem massiven Gummiprofil ausgelegt ist. Als Auflage dient ein massiver Kunststoffteller, der wie eine ungeschnittene Schallplatte aussieht. Wer eine Tellermatte verwenden will, der beachte, dass sie nicht zu dick sein sollte, denn der Plattendorn ist etwas kurz.

Zugegeben, ich habe bei Plattenspielerlaufwerken dieser Preisklasse schon edlere Plattenteller gesehen, zum Beispiel solche mit einem Glasteller oder mit einem aus dem Vollen gedrehten Aluteller, doch das ist im Endeffekt nicht das Entscheidende.

Der Aluring ist auf der Innenseite mit einem massiven Gummiprofil ausgekleidet. Das bewirkt eine effektive Resonanzhemmung des Plattentellers.
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