Tidal Audio firmiert im hessischen Hürth und wurde 1999 von Jörn Janczak gegründet. Seit der Gründung ist das Ziel und der Anspruch von Tidal Audio, absolut kompromisslose Spitzenqualität zu liefern, egal, ob es sich um die hier getesteten Lautsprecher oder andere Produkte aus dem breiten Sortiment von Tidal Audio handelt.
In Bezug auf Materialgüte und Verarbeitungsqualität widerspiegeln alle Produkte von Tidal Audio das, was Sie von einem Rolls-Royce oder Bugatti erwarten können. Tidal Audio bewegt sich in Luxus-Gefilden und baut sogar Lautsprecher, die exklusiv bei den Bugatti-Händlern stehen, auch in der Schweiz! Entsprechend stolz sind auch die Preise für die Produkte aus einer Manufaktur wie Tidal Audio. Denn für Tidal Audio ist nur das Beste gut genug. Die innovative Entwicklung ohne Kompromisse und mit neusten Technologien, hochwertigen Materialien und hervorragender Verarbeitung haben einfach ihren Preis.
In diesem Testbericht nehmen wir die Tidal-Audio-Lautsprecher Contriva G2 unter die Lupe. Die Bezeichnung «Contriva» kommt aus dem Lateinischen und bedeutet so viel wie «zerquetscht». Klanglich ein eleganter Name, aber dem Sinn nach hoffentlich kein schlechtes Omen für den Klang dieser edlen Lautsprecher.
Tidal Audio Contriva
Ein Paar Tidal Audio Contriva G2 kostet in der Ausführung Pianolack «Midnight Black» 78'500 CHF. Die getesteten Lautsprecher in der Ausführung Holzfurnier/Pianolack kosten 86'000 CHF. Im aufgerufenen Preis inbegriffen sind stabile ATP-Flightcases. Die Contriva reist also edel und sicher verpackt.
Die Contriva ist mit den Standfüssen 136 cm hoch, relativ schlanke 27 cm breit und massive 48 cm tief. Die abgerundeten Gehäuseformen und die leichte Rücklage lassen sie schlanker erscheinen, als dies die effektiven Abmessungen ankündigen.
Die Tidal Audio Contriva in ihrer ganzen Pracht in zwei Furnier-Varianten.Tidal Audio Contriva: Gehäusetechnologie
Die Tidal Audio Contriva sind bereits äusserlich in puncto Verarbeitung in der «Bugatti-Klasse» unterwegs. Das ganze Gehäuse wirkt wie aus einem Guss und beeindruckt sehr. Das Testmodell in der Ausführung Pianolack Holzfurnier ist massstabsetzend verarbeitet. Das glänzende Holzfurnier bekommt den edlen, wunderschönen 3D-Effekt. Die Fotos können das nicht richtig vermitteln. Nur in Realität kommt dieser Effekt wirklich zu Geltung, denn je näher man dem Lautsprecher kommt, desto eindrucksvoller ist die makellose und hochwertige Gehäuseverarbeitung.
Alle Tidal-Gehäuse sind laut Hersteller so konstruiert, dass sie Energiespeichereffekte auf ein Minimum reduzieren sollen und die mechanischen und akustischen Störkomponenten, die von den Treibern erzeugt werden, absorbieren. MDF, Holz und Aluminium wurden von Tidal Audio geprüft und wieder verworfen. Die erwähnten Materialien verwarf Tidal Audio wegen mangelnder Steifigkeit oder Resonanzabsorption sowie anderen Nachteilen.
Tidal Audio entwickelt darum in Eigenregie das Polyshell-Gehäuse aus den Hightech-Materialien Tiradur und Tiralit. Gemäss Tidal Audio genügen die Gehäusekonstruktion und die verwendeten Materialien in puncto Steifigkeit und Resonanz-Absorbierungsvermögen den Anforderungen. Zudem kann die Aussenschale mit feinsten Holzfurnieren und dem berühmten Pianolack beschichtet werden. Auch ist das verwendete Material gemäss Hersteller völlig resistent gegen jede Art von Feuchtigkeit, was wichtig ist, um eine perfekte Qualität auf Jahrzehnte zu garantieren.
Neben den exklusiven Gehäusematerialien Tiralit und Tiradur betont Tidal Audio auch ihre Mehrkammer-Gehäusekonstruktion: Alle Lautsprechertreiber und Frequenzweichen arbeiten in separaten, abgedichteten Kammern im Lautsprechergehäuse. Die gegenseitige Beeinflussung der Treiber und der empfindlichen Frequenzweiche werden so verhindert.
Links die Gehäusekammern eines Tidal-Lautsprechers, rechts eine Resonanzmessung.Aerotune Bassreflex-Öffnungen
Das von Tidal Audio getaufte Aerotune-System besteht aus den zwei auf der Rückseite des Lautsprechers angebrachten Bassreflex-Kanälen, die mithilfe des mitgelieferten Bass-Stopfens noch zusätzlich feingetunt werden können. Der massive Abschlussring der Bassreflex-Öffnung aus handpoliertem Edelstahl ist eines der wunderschönen Details und zeigt die Liebe zum Detail der deutschen Edel-Manufaktur. Dass sich die Edelstahl-Abschlussblenden zudem absolut fest im Gehäuse verankern lassen, ist ein zusätzlicher nicht-kosmetischer Vorteil der Aerotune Bassreflex-Kanäle.
Die edle Chromstahl-Bassreflex-Öffnung.Ausleger und Standfüsse «Vario»
Die vier Fuss-Streben sind aus massivem Aluminium und CNC-gefräst. Sie können schwarz lackiert oder auf Hochglanz poliert geliefert werden. Dazu kann man jeden Ausleger parallel oder schräg montieren. Selbstverständlich werden auch diese massiven Metallteile in Handarbeit in Deutschland gefertigt. Optional können für die Ausleger spezielle, fünfteilige Vario-Absorberfüsse aus Chromstahl dazu geordert werden.

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Die edle Keramik-Kalotte muss hinter Gittern spielen. Klanglich ist absolut keine Beeinträchtigung hörbar.
Die verbauten Accuton-Keramik-Chassis: Chromstahl als Korbmaterial sieht man auch nicht alle Tage.
Die drei verbauten High-End-Chassis, hier in einem Pianolack-schwarzen Gehäuse.
Die Frequenzweiche und ihre edlen Bauteile – danach wird sie vergossen und ist in einem separaten Abteil untergebracht.
Das Contriva-Terminal.


