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Musikrezension

Martialisches Gotteslob

Händels Te Deum

Von Hans Jürg Baum ·
Auch berühmte Komponisten konnten sich dem Lauf der Welt – und dem Geld der Mächtigen – nicht entziehen. Der nach London ausgewanderte Sachse Georg Friedrich Händel galt als Favorit der englischen Herrscher. Und so war es seine noble Pflicht, nach dem Sieg über die Franzosen bei Dettingen im Juni 1743 eine musikalische Huldigung zu verfassen. Schliesslich hatte König Georg II. höchstpersönlich die britischen Truppen angeführt.

Das Ergebnis war eines der zündendsten und effektvollsten Werke des Barockmeisters: das Dettinger Te Deum. Damit alle die Jubelbotschaft verstanden, war sie in Englisch abgefasst: "We praise Thee, o God". Trompeten schmettern ihre Signale, Pauken donnern das Bassfundament darunter, Oboen brillieren in raschen Figuren – und die menschliche Stimme erhebt sich zum markigen Lob des grossen Gottes und seines königlichen Statthalters auf Erden.

Das ist natürlich für gutdotierte Chöre ein gefundenes Fressen, und die klangmächtige Demonstration des Alsfelder Vokalensembles unter seinem Gründer Wolfgang Helbich sticht gleich ins Ohr (mehr als die Leistungen der nicht immer erstklassigen Solisten). Die passende "authentische" Instrumentalgruppe fand Helbich in Polen mit dem Concerto Polacco. Das ist vielleicht nicht ganz erste Wahl – was solls, dafür ist die CD ausgesprochen preisgünstig.
Album
AlbumtitelHändels Te Deum
KomponistHändel
LabelNaxox
Jahr2001
Bestellnummer8.554753
TonformatCD
MediumCD
Preis0
Musik 8 Klang 7
Der Autor Hans Jürg Baum

Hans Jürg Baum ist Mitgründer von avguide.ch und war zehn Jahre lang Geschäftsführer. Der Musiker schrieb zwei Jahrzehnte lang über Audio-Komponenten, Kopfhörer und Musik — Schwerpunkt Klassik und Barock in HiRes.

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