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Publikationsdatum
15. Dezember 2017
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Auch nach dreissig Jahren intensiver Zusammenarbeit haben die Piega-Gründer Kurt Scheuch (links) und Leo Greiner das Lachen nicht verlernt.

Um für die grossen Veränderungen, welche die Zukunft mit sich bringt, gewappnet zu sein, hat man sich bei Piega einiges überlegt. Deshalb wird sich das Unternehmen nicht nur personell und verkaufstechnisch verändern, sondern man forscht auch in Sachen neuartiger Piega-Produkte.

Wohnraumgerechte Akustik

Der Abhörraum der Firma Piega in Horgen wurde nicht nur einfach neu gestrichen und etwas aufgemöbelt. Die in Thalwil ansässige Firma Hitz stattete den Raum mit einer ProPhon-Akustik-Decke aus. Diese sieht zwar wie eine gewöhnliche Decke aus, funktioniert jedoch dank der porösen Absorber mit offenporiger Beschichtung für feine Oberflächen ganz raffiniert. Diese hochmusikalische Decke und einige andere Massnahmen verhelfen dem Raum zu einer wohnraumgerechten Akustik.

Heutige Wohnräume sind in der Regel nicht mehr wie noch vor einigen Jahren durch Hochflor-Teppiche und dicke Vorhänge überdämpft, sondern durch grosse Glasflächen akustisch eher ungünstig ausgelegt. Diesen Umständen muss man heute Rechnung tragen. Der neue Abhörraum von Piega liegt so in der goldenen Mitte: Er besitzt eine natürliche Nachallzeit und keine unsympathischen Flatter-Echos. Wer sich in diesem Raum unterhält, glaubt sich in einem normalen Wohnraum zu befinden.

Zudem hat man das Entwicklungslabor in einen anderen, neu hergerichteten Raum ausgelagert. Dort wirken nun sowohl der bewährte Klangtüftler Daniel Raymann als rechte Hand von Chefentwickler Kurt Scheuch, als auch ganz neu der Elektroniker Dominik Züger, der sich als Entwickler der Lautsprecher mit Schwerpunkt auf «Aktiv und neue Medien» einarbeitet.

Dank einer raffiniert funktionierenden ProPhon-Decke und diversen anderen Massnahmen entspricht die Akustik dieses Abhörraumes einem normalen Wohnraum.Dank einer raffiniert funktionierenden ProPhon-Decke und diversen anderen Massnahmen entspricht die Akustik dieses Abhörraumes einem normalen Wohnraum.

Um die Verbesserung der Abhör-Akustik selber zu erleben, führen mir die Piega-Leute zwei sehr unterschiedliche Lautsprecher vor. Es sind dies die bereits in einem Gruppentest geprüfte Piega Coax 511 mit einem Preis von 10'000.- CHF pro Paar sowie die mit einem Preis von 60'000.- CHF nicht für alle erschwingliche Master Line Source 2, die ja eine auf Wohnraumgrösse verkleinerte Master Line Source ist.

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Nach erfolgter Hörsession kommt es zum Gespräch mit den beiden Piega-Gründern Leo Greiner und Kurt Scheuch, die vor über 30 Jahren die Firma Piega gründeten und nun auf Ende 2017 zurücktreten, um einer jüngeren Führer-Gruppe Platz zu machen.

Schon jetzt sei verraten, dass die neue Führung von Piega aus folgenden Personen bestehen wird: Manuel Greiner für Marketing und Export, Alex Greiner für Verkauf Schweiz und Leitung der Firma Lake Side mit den Produkten T+A und Marantz, Thomas Müller für Finanzen und Produktion. Im Verwaltungsrat werden Leo Greiner, Kurt Scheuch und der Anwalt Christoph Schmid agieren. Sie werden den jungen, voll motivierten, aber auch nicht unerfahrenen Draufgängern erst mal etwas auf die Finger schauen.

Die neuen Leute der Piega-Führungscrew werden Anfang 2018 bei avguide.ch in einem ausführlichen Report zu Worte kommen.

Auch bezüglich der Verkaufsstrategie werden Änderungen eintreten. Laut Kurt Scheuch nimmt die Zahl der Fachhändler laufend ab. Da liegt es auf der Hand, den Online-Handel wenigstens bei gewissen Lautsprechern zu berücksichtigen.
Dass die beiden preisgünstigeren Serien TMicro und Classic nun auch online bei Galaxus/Digitec erhältlich sind, ist nur ein erster Schritt.

Obwohl Piega nach wie vor keinen Direktverkauf macht, können sich an einem Kauf interessierte Musikhörer(-innen) nach Voranmeldung (044 725 90 42) im oben beschriebenen Raum ihre bevorzugten Lautsprecher mit Elektronik von T+A und Marantz in aller Ruhe anhören und sich von Daniel Raymann, der rechten Hand von Chefentwickler Kurt Scheuch, beraten lassen.