Tricks mit Plex
Wer sich intensiver mit Plex befasst, entdeckt zahlreiche weitere clevere Funktionen. So kann man beispielsweise problemlos im Hotelzimmer in den Ferien via WLAN auf seinen heimischen Plex-Server zugreifen und so einen Film abspielen. Dazu muss man lediglich beim Plex-Server unter Remote-Access die entsprechende Option aktivieren. Wenn es dabei klemmt, liegt es übrigens meist an den Firewall-Einstellungen des Internet-Routers.
Wer will, kann seine Filmbibliothek sogar via Internet Freunden zur Verfügung stellen. Der Gast benötigt dazu lediglich ein kostenloses Plex-Konto. Via Internet greift er dann auf freigegebene Bibliotheken zu. Die Internetverbindung wird dadurch aber stark belastet, die Upload-Datenrate sollte bei mindestens 10 Mbit/s liegen.
plex_im_browser_1920_605.jpgGefordert ist die Rechenleistung des Plex-Servers vor allem, wenn er während dem Abspielen eines Filmes diesen für die reduzierten Fähigkeiten eines Bildschirms aufbereiten muss. Auf der Festplatte befindet sich beispielsweise ein 1080p-Video, das Handy verkraftet aber nur 720p. Dieses sogenannte Recoding bringt den Prozessor des PC ins Schwitzen. Neu kann Plex aber Filme auch auf Vorrat transcodieren, also Filme in mehreren Auflösungen verwalten. Dazu wählt man einige Filme aus und wählt dann im Optionsmenü den Eintrag „Optimize“.
Nach Abschluss der Einstellungen braucht Plex eine Weile, um alle Daten aus dem Internet abzurufen.
Plex arbeitet auch als DLNA-Server. So lassen sich Medien wie Filme und Musik auch auf Geräten ohne Plex-App abspielen.Letztlich sei auch noch erwähnt, dass Plex auch Musik und Fotos verwalten kann. Eine Beschreibung dieser Funktionen würde aber den Umfang dieses Artikels sprengen.
Extra: DVD und BD speichern
Die obige Beschreibung hat galant die Frage umschifft, wie man eigentlich zu seinen Filmdateien kommt. Auch wenn es von den Rechteverwaltern nicht gerne gehört wird, so stammen diese oft aus mehr oder weniger dubiosen Quellen im Internet. Das Herunterladen ist zwar nicht strafbar, aber nicht fair.
Glücklicherweise kann man in der Schweiz auch eine gewohnte Silberscheibe kaufen und diese ganz legal auf eine Festplatte kopieren. Für dieses Recht auf Privatkopie braucht man allerdings ein Programm, das den Kopierschutz der Scheiben überwindet. Diese Programme dürfen in der Schweiz nicht verkauft werden, eine Liste findet sich aber bei Wikipedia (http://en.wikipedia.org/wiki/DVD_ripper). In der Schweiz sind die Programme von Slysoft sehr verbreitet.
DVD-Ripper entfernen den Kopierschutz von Silberscheiben und ermöglichen so das Kopieren der Filme auf die Festplatte.Das Übertragen von Silberscheiben auf die Festplatte beschränkt sich dabei meist auf wenige Mausklicks. Plex kann aber 1:1-Kopien von Silberscheiben (ISO, Video_TS) nicht direkt verwalten. Der Hauptfilm mit passenden Tonspuren muss also vom Ripping-Programm noch in ein gängiges Filmformat (MPEG) umgewandelt werden. Diese Umwandlungen lassen sich einfach mit dem kostenlosen Handbrake (https://handbrake.fr) durchführen.
Handbrake wandelt beliebige Videodaten oder vom Kopierschutz befreite Silberscheiben in Videodaten mit passendem Ton und Untertitel um.Wer selber aufgezeichnete TV-Sendungen in seine Filmsammlung aufnehmen will, wird bei den meisten Smart-TVs enttäuscht. Eine dort angeschlossene USB-Festplatte enthält verschlüsselte Aufnahmen, die sich nicht in die Plex-Sammlung integrieren lassen.
Am einfachsten lassen sich TV-Aufnahmen mit dem Internet-TV-Dienst Teleboy.ch erstellen. Wer ein Abo bezahlt, kann jede aufgezeichnete Sendung auf den PC herunterladen. Auch die Settop-Box des Internet-TV Anbieters-Wilmaa (www.wilmaa.com) kann Aufnahmen direkt und unverschlüsselt auf einer angeschlossenen USB-Festplatten ablegen.
Letztlich hilft auch das Programm MediathekView (http://zdfmediathk.sourceforge.net/), das Serien wie Tatort und Co. aus den HbbTV-Bibliotheken der Sender absaugt.
Plex kann übrigens auch TV-Serien sauber strukturiert verwalten. Dazu müssen sie in einer speziellen Bibliothek (Typ: TV-Serien) verwaltet werden.

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