Bordmittel und Spezialisten
Drahtlos mit Tücken
Wer seine Bilder auf Mac oder PC kopiert, kann sie von dort aus gleich mit Bordmitteln vorführen. Die Datenmanager Explorer oder Finder zeigen Bilder als Symbole und vergrösserte Vorschaubilder an.
Im Finder genügt es, mit den ausgewählten Bildern durch Drücken von Alt- und Leertaste eine Diashow zu starten. Im Explorer-Ordner klickt man auf «Diashow» im Menüband und los gehts.
Zudem bringen die Betriebssysteme selbst schon Bildprogramme mit, z.B. die Windows Bild- und Faxanzeige, die Live Photo Gallery oder die iPhoto-Anwendung auf Mac-Rechnern.
Damit kommt man schon mal sehr weit. So lassen sich zum Beispiel mit iPhoto oder Fotos für OS X die Bilder mit effektvollen Übergängen verbinden. Es gibt einfache Schnitte und Überblendungen, aufwendigere Effekte oder auch den bekannten "Ken-Burns-Effekt", der Bildausschnitte vergrössert und bewegt. Zusammen mit einer passenden Musikbegleitung steht der Präsentation mit dem gewissen Etwas nichts mehr im Weg.
Auch Gratissoftware wie etwa «IrfanView», das auf vielen Plattformen läuft, bietet nebst einer rudimentären Bildbearbeitung auch eine Diashow-Funktion mit verschiedenen Einstellmöglichkeiten.
Natürlich kann man auch seine vertrauten Office- und Grafikprogramme nutzen. So lässt sich etwa mit PowerPoint sehr einfach eine Fotoshow erstellen, mit allen Überblend- und Effektmöglichkeiten dieser Präsentationssoftware.
Adobe’s Lightroom, Photoshop Elements, Corel PaintShop Pro, Gimp und wie sie alle heissen sind ebenfalls Kandidaten für ansprechende Foto-Präsentationen. Hier darf es dann richtig kreativ werden mit allen Bildbearbeitungsmöglichkeiten, Filtern und Effekten.
Oft wird vergessen, dass sich mit Videoschnittprogrammen auch nur Bilder zusammenstellen lassen, ergänzt mit Videoeffekten, Titeln, Übergängen und mehrspuriger Vertonung.
Wer es noch genauer haben möchte, greift zu Spezialprogrammen nur für Fotoshows. Wer nach «Diashow erstellen» googelt, kriegt rund vierzig Programme angezeigt. Die Palette reicht von Gratissoftware für möglichst schnelle und einfache Erstellung bis hin zu Profiprogrammen mit detaillierter Steuerung aller Elemente.
Ob «Icecream Slideshow Maker», «Ashampoo Slideshow Studio», «PhotoStage», «4K Slideshow Maker», «Photo Story», «Photo Mixer», «ProShow Gold», «Karsten Bilderschau», «Magix Fotostory», «Aquasoft DiaShow» oder «Wings Platinum», die Programme unterscheiden sich vor allem durch die Anzahl verwendbarer Bild- und Grafikformate, Übergänge, Spezialeffekte, Vertonungsmöglichkeit, Exportformate und natürlich durch den Preis.
Von vielen Programmen sind kostenlose Testversionen erhältlich. Damit lässt sich nach Belieben experimentieren, meist eingeschränkt durch eine geringe Zahl einsetzbarer Fotos und Wasserzeichen auf den Bildern.
Diashow exportieren
Der Medienplayer als Nachfolger von DVD- oder BD-Spieler lässt sich bequem mitnehmen und findet überall Anschluss.Wer seine aufwendig gestaltete Diashow nicht nur von der Festplatte seines eigenen Rechners abspielen, sondern auch weitergeben oder veröffentlichten möchte, muss sie exportieren.
Am einfachsten gelingt dies mit den Diashow-Spezialprogrammen. Mit einem Klick kann die Diashow in verschiedenen Formaten erstellt werden – etwa zum Brennen auf CD, DVD oder Blu-Ray oder zum Veröffentlichen auf Web-Portalen wie YouTube oder Facebook.
Während die Bildauflösung beim Abspielen auf dem eigenen Rechner durch Grafikkarte und Bildschirm gegeben ist, also auch in höchster 4K-Qualität, muss man beim Export dafür sorgen, dass der Empfänger die Schau auch ansehen kann.
Manche Programme binden eine eigene Abspielsoftware gleich beim Exportieren mit ein. Andere bieten Vorlagen für diverse Geräte wie iPod, Handy oder Tablets an. Bei den meisten lassen sich verschiedene Bildgrössen einstellen und in unterschiedlichen Videoformaten wie Quicktime, AVI, MP4 oder WMV herausrechnen.
Beim Brennen auf eine DVD wird die Qualität wieder auf PAL-Niveau heruntergerechnet, damit sie der DVD-Video-Norm entspricht. Dafür lässt sich die Scheibe überall dort vorführen, wo ein DVD-Gerät steht. Die meisten DVD-Player spielen auch Einzelbilder auf Daten-DVDs ab. Hier bestimmt das jeweilige Modell, in welcher Auflösung diese Bilder wiedergegeben werden.
Wer seine Bildersammlungen auf Blu-Ray Disk brennen möchte, sollte bedenken, dass BD-Spieler nicht sehr weit verbreitet sind. Man müsste zur Vorführung jeweils noch einen Player plus Verbindungskabel mitschleppen.
Auch an Spielkonsolen wie die Xbox von Microsoft oder die Playstation von Sony lassen sich über die USB-Buchsen Festplatten, USB-Sticks oder Speicherkarten mit Bildern und Diashows abspielen. Nur die Bedienung über die Spielsteuerung, die sogenannten Gamepads, ist etwas gewöhnungsbedürftig.
Eine weitere Möglichkeit sind kompakte Media-Player, auf die man seine Fotos oder die Diashow als Videodatei kopiert. Sie lassen sich bequem mitnehmen und bei Verwandten und Freunden an deren Bildschirme anschliessen.
Wer damit 4K-Inhalte abspielen möchte, sollte darauf achten, dass ein HDMI-2.0-Anschluss eingebaut ist. Auch wichtig ist ein digitaler Audioausgang zum Anschluss an eine HiFi-Anlage. Manche Geräte verfügen nur noch über WLAN, was leider bei den grossen Datenmengen von 4K-Filmen nicht mehr ausreicht.
Es hält Sie auch niemand davon ab, die fertig erstellte Diashow zurück auf das Tablet zu kopieren. Viele Tablets übertreffen bei der Fotodarstellung qualitativ sogar ihre Notebook- und stationären PC-Kollegen. Sie sind damit sowohl für eine Diashow auf dem eigenen Display als auch als Zuspieler für Fernseher oder Beamer ideal geeignet.
Ab in die Wolke
Weltweit erreichbar: Web-Alben bei Kameraherstellern, klassischen Web-Space-Anbietern und vielen Online-Fotolabors.Bilder für ein weltweites Publikum werden am einfachsten übers Internet präsentiert. Neben Kameraherstellern, klassischen Webalbum- und Web-Space-Anbietern kann man auch bei vielen Online-Fotolabors seine Bilder einstellen.
Ideal, wenn sich die Fotos dabei in öffentliche und private, passwortgeschützte Alben oder Galerien einteilen lassen. Der Bedienungskomfort, die Up- und Downloadmöglichkeiten sowie die Zahlungsbedingungen sind sehr unterschiedlich, Werbung gibt es fast überall.
Möchte man seine Bilder direkt ab Kamera gleich nach der Aufnahme hochladen, registriert man sich als Erstes beim entsprechenden Hersteller «Fotoclub» im Web. Dann speichert man auf der Kamera die Verbindung zu einem oder mehreren Wireless Access Points.
Nach der passwortgeschützten Anmeldung kann man schliesslich seine Fotos uploaden. Entweder ein Bild direkt nach der Aufnahme oder die bereits gespeicherten Bilder auf der Karte.
Einige Hersteller bieten auch einen «Cloud Sync. Service» an. Er speichert gesendete Bilder vorübergehend und synchronisiert sie mit den jeweils verwendeten Geräten. Meist einen Monat lang und höchstens tausend Fotos.
Natürlich kann man seine Fotos auch in soziale Netzwerke einstellen, wenn einem dort die Bildqualität ausreicht und man sich der Risiken bewusst ist.


