21. Juli 2019 | seit 1999
MAGAZIN
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Unterschiedlichste Klangwelten

Wie unterschiedlich Hornlautsprecher tönen können, zeigte sich im (indirekten) Vergleich zwischen Tobian Sound Systems und Blumenhofer Acoustics: Die Genuin FS2 mit aufgesetztem Mittelhochtonhorn klang unglaublich anpringend und direkt, an Präzision und Detailfreude kaum zu übertreffen.

Deutlich relaxter, aber auf ihre Art – dank schönen Klangfarben und besonders räumlicher Wiedergabe ebenso reizvoll – agierte der Schweizer Standmonitor 15HC mit 38-cm-Koaxialtreiber. Der unterschiedliche Klangcharakter war auch durch die Verstärker bedingt: Hier die richtiggehend samtig klingenden, neuen Röhrenmonoblöcke MA100 mit selektierten Röhren des Typs ER211 von Elrog, dort der ultraschnelle Transistorverstärker H590 von Hegel. Beide Hornlautsprecher hatten etwas Mühe im Tiefbass, hier macht wohl die Raumakustik einen Strich durch die Rechnung.

Unglaubliche Dynamik und anspringenden Sound brachten die Hornlautsprecher Blumenhofer Genuin FS 2 in den Hörraum.

Dass man mit (nur scheinbar antiquierter, in Wahrheit durchaus zeitgemässer) Retro-Technik faszinierende Klangwelten erschaffen kann, bewies Swissonor mit dem kompakten Breitband-Hornlautsprecher B.A.C.H. 8e im Zusammenspiel mit dem Röhrenvollverstärker V.S.O.P.  

Obwohl nominell «nur» 2 x 8 Watt stark, trieb er den Hornspeaker mühelos zu Höchstleistungen. Letzterer klang für einen Breitbänder überraschend offen und ausgeglichen. Auch hier war der Vorteil der punktgenauen Abstrahlung ohne Phasendrehungen beim Hören klar nachvollziehbar.

Der von Swissonor komplett restaurierte Thorens TD 124 MkII wusste nicht nur optisch, sondern – ergänzt mit Ortofon MC-Tonzelle und passendem Swissonor-Stepup-Trafo – auch klanglich zu beeindrucken. Der Clou: Der Röhrenverstärker V.S.O.P. hat den passenden Phono-MM-Eingang bereits eingebaut.

Der punktgenauen Wiedergabe hatten sich auch die neuen p2 von Manger Audio verschrieben, die im Zusammenspiel mit den Master-Vor- und -Endverstärkern von Neukomm mit überlegener räumlicher Abbildung (sehr breite Hörzone ohne ausgeprägten Sweetspot), breitbandiger Wiedergabe sowie wunderbaren Klangfarben punkteten.

Auch bei der Vorführung im Klangschloss zeigte sich, dass Manger-Lautsprecher und Neukomm-Elektronik ein absolutes «Dream Team» bilden. Schade, dass Manger Audio nicht auch noch einen Aktivlautsprecher in der Vorführung hatte. Der Vergleich aktiv/passiv wäre sicher sehr interessant gewesen.

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